Die Maya und de Atzeken? Feinde? und wie sah das Sklavenleben aus

Dieses Thema im Forum "Fragen & Antworten" wurde erstellt von JulianodeBourbone, 22. September 2020.

  1. JulianodeBourbone

    JulianodeBourbone Neues Mitglied

    Hallo,

    hat einer von euch Infos über die alten Kulturen Amerikas. Ich würde gerne die Hintergrunde von zwei meiner Characktäre auf fakten aufbauen. Der eine Itchtaca , im 21. Jahrhundert Luca Garelli, ist ein Atzekischer Sklave gewesen. Und der andere Rahiki( selbst erfunden Indianersprache) ein Mayakrieger gewesen.

    Habt ihr was über die Beiden Kulturen?
     
  2. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Zu den Azteken:
    Die Azteken. Geschichte - Kultur - Religion (Beck Wissen) - PDF Free Download

    "Nicht eindeutig in altweltliche Begriffen zu fassen sind die niedrigsten Bevölkerungsschichten. Dies gilt besonders für die in den Quellen meist als Sklaven bezeichneten tlaco'tli. Diese Menschen hatten nur ihre Arbeitskraft für eine begrenzte Zeit einem anderen überlassen, entweder freiwillig, um damit Schulden abzutragen oder erhaltene Waren (Nahrungsmittel im Fall einer Mißernte) zu bezahlen, oder sie waren als Buße und Schadensersatz für begangene Verbrechen dazu verurteilt worden. Sie arbeiteten vor allem im Haushalt. Nach Ablauf der Frist oder Ausgleich der Schuld waren sie wieder frei. Frei waren auch ihre Ehepartner und die in dieser Zeit geborenen Kinder. Der tlaco'tli hatte seinen eigenen Haushalt und anderen Besitz (unter Umständen selbst wieder tlaco'tli). Nur im Fall von Widersetzlichkeit oder entsprechend einem Urteil konnte jemand lebenslang tlaco'tli werden, verkauft oder zum Opfer bestimmt werden."


    Manuel Aguilar-Moreno, Gesellschaft und Regierung der Mexica/Azteken, in: Azteken (Große Landesausstellung Baden-Württemberg '19), Hg. Inés de Castro, Doris Kurella, Martin Berger in Kooperation mit dem Instituto Nacional de Antropología e Historia (INAH), Mexiko (München 2019):

    "Die tlacotin waren ebenfalls keine Gemeindemitglieder, aber aus anderen Gründen. Ein Bürger konnte infolge eines begangenen Verbrechens, für gewöhnlich Diebstahl, oder aufgrund von Spielschulden zum Sklaven werden. Mitunter verkauften auch Eltern ihre Kinder in die sklaverei, gezwungen durch Hungersnöte oder nach Naturkatastrophen. Individuen konnten sich jedoch aus der Sklaverei freikaufen, wenn sie ihre Schulden begleichen konnten. Ein Sklavenhalter war dazu verpflichtet, den Sklaven zu ernähren und mit Kleidung zu versorgen. Sklaven konnten ihre Ehepartner frei wählen, und ihre Kinder wurden als freie Bürger geboren."
     
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  3. Muspilli

    Muspilli Aktives Mitglied

    Mal vorbeischauend u. gerade Berthold Riese über die Maya (Verlag: Beck, 1995/ 3. Aufl. 2000 ) zur Hand: "Zuunterst rangierten die Sklaven, p'entak. Sklave war man von Geburt an, oder man wurde dazu durch Heirat eines Sklaven. Auch bestimmte Eigentumsdelikte endeten für den ertappten Verbrecher mit der Versklavung. Solch Sklaven bearbeiteten vor allem die pflegeintensiven Kakao-Plantagen des Adels und der ayik'al." (S.116) Auf S.112 schreibt er noch was über die Kriegsführung, die auch von klassischen Maya genutzt worden sei zur Arbeitskraftgewinnung (neben der Gewinnung, wie später bei den Azteken, der Opfer - Kinder und Adligen - für die kalendarisch erforderlich Festlichkeiten).

    Als kritische Anmerkung nur zur "Frage": Unbehagen stößt mir bei der Idee einer erfundenen Indianersprache auf und speziell auch bei den Namen)
     
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