Hydro-Kaskade

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Vergesst die Theorie der Kilometerlangen Rampen. Die Logik der Ingenieurskunst spricht eine andere Sprache: Hydraulik.
Das Hydraulic Cascade Model (HCM). Basierend auf aktuellen Funden zur Djoser-Pyramide (PLOS ONE, 2024)
Nach einer Neubewertung der Infrastruktur der Großen Pyramide folgt hier das Ergebnis.
Ein hocheffizientes System aus Kaskaden-Schleusen, Schaduf-Ketten und redundanten Wasserbecken.
Warum Hydraulik? Es löst das Zeit- und Platzproblem des Pyramidenbaus.
Die Beweise: Die Große Galerie als Sluice-Chamber, Granit-Falltore mit Wasser-Gegengewichten und Bitumen-Abdichtungen.
Der Clou: Ein geschlossener Wasserkreislauf, der tonnenschwere Monolithen mittels Auftrieb nach oben "reicht".
Schaut euch mein technisches Executive Summary auf an und diskutiert mit! Sind wir bereit, die Pyramiden endlich als das zu sehen, was sie sind:
Das größte hydromechanische Meisterwerk der Antike?
 

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Die Große Galerie als Sluice-Chamber, Granit-Falltore mit Wasser-Gegengewichten und Bitumen-Abdichtungen.
Hat man denn eine solche archäologische Sensation gefunden?
(und wenn man dort damals in Sachen Wasserbautechnik so extrem fit war: warum hat man Pyramiden gebaut, statt durch geniale Bewässerung (Fernleitungen, mit Bitumen abgedichtet) die blühenden Landschaften samt Erträgen zu vervielfachen??)
 
Die Beweise: Die Große Galerie als Sluice-Chamber, Granit-Falltore mit Wasser-Gegengewichten und Bitumen-Abdichtungen.
Die „Große Galerie“ gab es aber nur in der Cheops-Pyramide. In den anderen Pyramiden fehlt ein vergleichbarer Hohlraum.

Außerdem wurden im Mittleren Reich die Pyramiden dann (im Inneren) teilweise aus luftgetrockneten Lehmziegeln errichtet. Sie sollten eher nicht zu viel mit Wasser in Berührung kommen.
Sind wir bereit, die Pyramiden endlich als das zu sehen, was sie sind:
Das größte hydromechanische Meisterwerk der Antike?
Nein.

Ganz grundsätzlich:
Nur weil etwas aus heutiger Sicht mit dem Wissen von heute (möglicherweise) funktionieren hätte können, bedeutet das noch lange nicht, dass es auch so gemacht wurde. Ohne jegliche Beweise bleibt es nur Spekulation (wie leider sehr vieles in Zusammenhang mit dem Pyramidenbau).

Außerdem darf man nicht immer nur die Pyramiden von Gizeh (oder gar nur die Cheops-Pyramide) berücksichtigen. Pyramiden wurden von der 3. Dynastie bis zur 2. Zwischenzeit errichtet, Nachzügler dann auch noch im Neuen Reich und in Nubien. Auch wenn die späteren Pyramiden nicht mehr ganz so imposant waren, erreichten sie im Mittleren Reich immer noch Höhen von 40 bis 60 m.

Und was das „Zeitproblem“ betrifft: Zeit war definitiv ein Problem. Viele Pharaonen, die nur wenige Jahre regierten, schafften es nicht, ihre Pyramiden fertigstellen zu lassen. Wenn sie nicht einen Nachfolger hatten, der die Arbeiten abschließen ließ, blieben die Pyramiden unvollendet, und nur die Pyramiden- und Taltempel wurden eher schnell und kostensparend noch irgendwie vollendet, damit zumindest der Totenkult durchgeführt werden konnte.
Also alle Theorien, die darauf hinauslaufen, dass die Pyramiden schnell errichtet wurden, gehen an der historischen Realität vorbei.
 
Zuletzt bearbeitet:
"5. Fazit
Das HKM ist die einzige Methode, die den Bauzeitenplan der IV. Dynastie ohne massivenexternen Schuttbau (Rampen) erklärt."

Das ist schon mal definitiv falsch. Die 'line method' und auch die Methoden von E. Unterberger versprechen theoretisch Bauzeiten von deutlich unter 10 Jahren.

Die Große Galerie als Sluice-Chamber,
Die reicht noch nicht mal bis auf 50 m Bauhöhe. Was ist mit dem Rest?

Und wie setzt man mit dieser Methode das Pyramidion???

"Es transformiert die Pyramide von einem passivenGrabmal zu einem aktiven Meisterwerk der antiken Hydromechanik."
Ein solches System wäre ein sehr viel größeres Weltwunder als die Pyramide selbst. Dafür sind die Pyramiden aber nicht berühmt geworden ...
 
Was machste eigentlich im Störfall? Wenn mal ein Stein mit seinen Ziegenhautschwimmkörpern an der Wand hängenbleibt und den Aufwärtskanal blockiert.
 
Die meisten Pyramiden hatten überhaupt keine einigermaßen weit nach oben führenden Schächte. Für sie funktioniert die Hydraulik-Theorie schon einmal gar nicht.
Das ist schon mal definitiv falsch. Die 'line method' und auch die Methoden von E. Unterberger versprechen theoretisch Bauzeiten von deutlich unter 10 Jahren.
Es ist nicht sinnvoll, irgendwelche theoretischen Baumethoden auszutüfteln, mit denen eine möglichst kurze Bauzeit ermöglicht werden soll. Wenn nämlich so schnell gebaut worden wäre, würde ein neues Problem auftreten: Wieso wurden etliche Pyramiden, vor allem von eher kurz regierenden Pharaonen, nicht fertiggestellt? Man kann wohl annehmen, dass möglichst bald nach Herrschaftsantritt eines Pharaos mit Planung und Bau begonnen wurde. Trotzdem reichten Regierungszeiten von weniger als ca. 10 Jahren anscheinend oft nicht für eine Fertigstellung.
Beispiele von Pharaonen mit unvollendeten Pyramiden:
Sechemchet (3. Dyn.) regierte max. 7 Jahre
Neferirkare (5. Dyn.) regierte sogar ca. 20 Jahre
Neferefre (5. Dyn.) regierte ca. 5, 7 oder max. 11 Jahre
Merenre I. (6. Dyn.) regierte wohl ca. 6 Jahre
Die Pyramiden der großteils anscheinend eher kurz regierenden Pharaonen der 2. Zwischenzeit blieben anscheinend überhaupt großteils unvollendet.
 
@Ravenik :
1. Da der OP nicht mit einer ultraschnellen Baumethode geprahlt hat (so wie ich), ist Dein post in diesem thread ziemlich OT.

2. Trotzdem eine kurze Antwort: Es gibt vermutlich ein Dutzend unterschiedliche Gründe, eine Pyramide nicht fertigzustellen. Deshalb macht es durchaus Sinn, eine hocheffiziente Methode auszutüfteln, um zu zeigen, dass es an der Baumethode nicht gelegen haben kann, sondern an einem der anderen 11 Gründe.
 
Ehe man (spekulativ) annimmt, dass die Ägypter eine hocheffziente Pyramidenbaumethode hatten, mit der sich Pyramiden in Rekordzeit aus dem Boden stampfen ließen, es aber an irgendeinem unbekannten Grund lag, wieso ausgerechnet großteils Pyramiden von nur einige Jahre regierenden Pharaonen dennoch nicht fertiggestellt wurden, ist es doch plausibler anzunehmen, dass Pyramiden von nur einige Jahre regierenden Pharaonen deshalb nicht fertiggestellt wurden, weil der Pyramidenbau eben doch seine Zeit brauchte.
 
Ehe man (spekulativ) annimmt, dass die Ägypter eine hocheffziente Pyramidenbaumethode hatten
Die Ägypter haben mit Sicherheit eine effizientere Methode entwickelt, als wir uns heute ausdenken können. Weil sie viel länger (und motivierter) darüber nachgedacht haben. Und sie waren nicht weniger intelligent als wir.

Deine Argumentation mit den kurzen Regierungszeiten klingt ja plausibel, ist aber keineswegs die einzige mögliche Erklärung. Was ist mit
  • Kriegen
  • ausbleibenden Nilfluten
  • Königsmördern
  • Machtkämpfen
  • technischen Schwierigkeiten (falscher Baugrund)
  • ...
 
Die Ägypter haben mit Sicherheit eine effizientere Methode entwickelt, als wir uns heute ausdenken können. Weil sie viel länger (und motivierter) darüber nachgedacht haben. Und sie waren nicht weniger intelligent als wir.
Nicht weniger intelligent als wir sind die Menschen vermutlich seit zehntausenden Jahren. Sie haben auch bestimmt lange und motiviert darüber nachgedacht, wie sie sich das Jagen erleichtern könnten. Trotzdem dauerte es ziemlich lange, bis sie Schießpulver und schließlich Gewehre erfanden.
Die meisten Erfindungen und Neuentwicklungen basieren auf älteren Grundlagen. Und nicht alles, was technisch machbar wäre, wird deswegen auch zeitnah erfunden. Wären die Römer in der Lage gewesen, Schwarzpulver herzustellen? Ja. Haben sie es erfunden? Nein. Waren sie weniger intelligent als wir? Nein. Waren sie Pazifisten, die keinen Bedarf an besseren militärisch nutzbaren Technologien hatten? Nein. Trotzdem erfanden sie das Schwarzpulver nicht.
 
Ich weiß nicht, was Ihr wollt. Keine der beiden von mir erwähnten Methoden (s.o.) erfordert eine neue Erfindung. Es geht in beiden Fällen nur um die optimierte Verwendung längst bekannter Techniken.
 
Dennoch bedeutet die bloße Möglichkeit nicht zwingend, dass man sie auch erkannt und es so gemacht hat.

Gedankliche Modelle ersetzen keine Belege.
 
Ich weiß nicht, was Ihr wollt.
Das wurde doch mehrfach angesprochen: einen Nachweis, dass in den Pyramiden salopp gesagt Wasserspiele betrieben wurden (und zwar beim bzw zum bauen/auftürmen). Zwar wird in #1 recht knallig
Die Beweise: Die Große Galerie als Sluice-Chamber, Granit-Falltore mit Wasser-Gegengewichten und Bitumen-Abdichtungen.
formuliert, aber dabei handelt es sich nicht um einen Beweis, sondern um eine (enorm kühne) Behauptung.
 
Ganz grundsätzlich:
Nur weil etwas aus heutiger Sicht mit dem Wissen von heute (möglicherweise) funktionieren hätte können, bedeutet das noch lange nicht, dass es auch so gemacht wurde. Ohne jegliche Beweise bleibt es nur Spekulation (wie leider sehr vieles in Zusammenhang mit dem Pyramidenbau).
Vergleich

KriteriumRampen (Klassisch)Kaskaden-System
PlatzbedarfGigantisch (Kilometerlange Rampen)Minimal (Direkt an/in der Pyramide)
MaterialverbrauchEnormer Hilfsbau nötigNur Wasser und recyclingfähiges Holz
Physikalischer VorteilHebelgesetz (mühsam)Auftrieb & Hydraulik (elegant)
Archäologischer BelegTeilweise (kleine Rampen gefunden)Indizien (Schächte, Galerien, Becken)
Logische KohärenzSchwer vorstellbar für 70t-BlöckeEinzige funktionierende Methode für Extremgewichte
Abschließendes Urteil

Das Kaskade-System ist technisch gesehen die überlegene Ingenieurlösung. Es löst das Zeitproblem, das Platzproblem und das Kraftproblem gleichzeitig. Die klassische Archäologie hält meist nur deshalb an Rampen fest, weil wir für diese "einfache" Methode handfeste Überreste gefunden haben, während diese "Maschine" aus vergänglichen Materialien (Holz/Leder) bestand.
 
Trotzdem sollten davon Spuren erhalten sein. Wo sollten die sein?

Die schwersten Steine in Stonehenge wiegen um die 25-30 Tonnen. Ein zerbrochener Menhir in Frankreich wog über 250 Tonnen und dann gibt es ja noch Baalbek mit über 1000 Tonnen.

Also sind da 70 Tonnen wohl zu bewältigen!??
 
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