Isleifson
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Es ist müßig um die Terminologie Superstrat oder Hyperstrat zu streiten, wenn man im deutschen Sprachraum den einen, im frankophonen Sprachraum den anderen Terminus verwendet. Sie meinen beide dasselbe.
Es ist zwar richtig, dass die intercompréhension zwischen Italienern und den iberoromanischen Sprachen in gewissen Punkten einfacher ist, als zwischen den Franzosen und den Sprechern der iberoromanischen Sprachen (vielleicht mit Ausnahme des Katalanischen, das als Brückensprache zwischen den gallo- und iberoromanischen Sprachen gilt), das ist aber nicht an den Adstraten festzumachen. Denn ähnlich wie das Französische hatten auch das Italienische und die iberoromanischen Sprachen ein keltisches Substrat und ein germanisches Superstrat, wenn auch alles in einer unterschiedlichen Intensität. Die Intercomprension/intercomprenzione zwischen Spanisch und Italienisch ist vielmehr dadurch gegeben, dass die Sonorisierung - die einige Sprachwissenschaftler als Erbe des keltischen Substrats sehen, andere haben dem widersprochen und auf die Sonorisierung in süditalienischen Dialekten, die nicht auf ein keltisches Substrat zurückgeführt werden kann, hingewiesen - in einem unterschiedlichen Ausmaß stattgefunden hat.
Es ist nicht der Lehnwortschatz, der die Sprachen voneinander trennt.
Die Gruppe der Langues d'oïel,also Standardfranz.,Wallonisch, Picard,Lothringer Romanisch sind die am meisten germanisierten romanischen Sprachen.Im Standardfranzösischen wurden diese Elemente allerdings bewusst zurückgedrängt,besonders auch durch die Académie française.Verständlicher wurde Franz.dadurch für die anderen Romanen allerdings nicht.
Histoire de la langue française - Wikipédia