Digitaler Ansatz zur Geschichtsvermittlung: Projekt „Wikinger Museum Saarbrücken“

WikingerMuseum_SB

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Hallo zusammen,

wie vermittelt man Geschichte heute so, dass es spannend bleibt, ohne in die reine Klischee-Falle zu tappen? Genau das testen wir aktuell mit unserem Projekt Wikinger Museum Saarbrücken. Wir probieren hier einen neuen Ansatz für ein interaktives Erlebnismuseum aus, das Bildung und Erlebniskultur zusammenbringen soll.

Auf unserer Plattform verknüpfen wir historische Fakten und nordische Mythologie mit einem modernen Design und interaktiven Elementen, um einen ersten Einblick in das Konzept zu geben.

Die Website ist jetzt live. Neben den geschichtlichen Hintergründen haben wir zum Start auch einen Wikinger-Persönlichkeitstest eingebaut, der einen anhand verschiedener Fragen historischen Archetypen (wie Schildmaid, Jarl oder Berserker) zuordnet.

Das Ganze ist erreichbar unter: https://wikinger-museum-saarbruecken.de/

Wir freuen uns auf euer ehrliches Feedback zur Umsetzung und zur Aufbereitung der Inhalte auf der Seite.

Viele Grüße
Das Projekt-Team „Wikinger Museum Saarbrücken“
 
...nachdem ich per Selbsttest auf der Saarbrücker Wikingermuseum-Website als Berserker klassifiziert wurde, werde ich meinen Kommentar entsprechend berserkerhaft gestalten.

Ein erster Axthieb: die klicki-bunti gestaltete Website bietet weniger Information als der Klappentext des von Toplak herausgegebenen Wikingerbuchs*)

Der zweite Axthieb: eine lächerliche Zumutung ist das deppencomichafte Bildmaterial, hier z.B. ein Odin:
Odin gehörnt.png

klare Sache, Walhall im Hochgebirge verfügt über Muskelbrustpanzer herstellende Handwerker und wenn man ein rotes Tuch wedelt, dann senkt der Obergott den Kopf und rennt darauf los... oder hat er die Hörner aus anderen Gründen?

dritter Axthieb:
Berserker gehörnt.png

...weil sie niemals Hörnerhelme trugen (was immerhin richtig ist), bildet man sie scharfsinnigerweise mit Hörnerhelmen ab - -

Ich Berserker werde nach dieser erzblöden Präsentation mein Drachenboot ganz gewiß nicht saaraufwärts schippern lassen, und kann nur jedem empfehlen, es ebenso zu halten. Selbst wenn die Ausstellung vor Ort tauglich sein sollte, die Präsentation ist freundlich formuliert unterirdisch.


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Jörn Staecker, Matthias Toplak (Hrsg) "die Wikinger", Propyläen 2020
 
Es gibt zwar einen Veranstaltungskalender, Eintrittspreise und irgendwo habe ich auch eine Museusadresse gefunden, aber findet man das Museum vor Ort auch wirklich?

Das Wikinger Museum Saarbrücken ist ein studentisches Projekt, das im Rahmen des Moduls „Online Marketing“ im 4. Semester des Studiengangs Digital Media Marketing an der Hochschule Kaiserslautern entwickelt wurde.​
Die angegebene Adresse des Museums ist bei Google Maps eine (nach den Satellitenbildern wohl aufgegebene) Reitanlage (also ein Lost Place).
 
aber findet man das Museum vor Ort auch wirklich?
[...]
Die angegebene Adresse des Museums ist bei Google Maps eine (nach den Satellitenbildern wohl aufgegebene) Reitanlage (also ein Lost Place).
Adresse: Am Schanzenberg 3, 66117 Saarbrücken​

> Lost Place(?), offensichtlich aufgegebene Reithalle
Mit dem ÖPNV: Haltestelle "Museumsplatz" (Linien 102, 124). Vom Hauptbahnhof Saarbrücken sind es nur 10 Minuten Fußweg.​

> Fußweg vom HBf = nach Google Maps 48 Minuten (Google Maps ist da, wenn es alle Wege kennt, wirklich gut (manchmal kennt Google Maps aber Schleichpfade oder auch Straßenquerungen nicht und berechnet den Fußmarsch höher, was hier aber nicht der Fall zu sein scheint)
Mit dem Auto: Nutzen Sie das Parkhaus "Schloss/Museum". Museumsbesucher parken in den ersten zwei Stunden vergünstigt.​
Vom Parkhaus am Schloss bzw. Museum sind es 40 Minuten Fußmarsch bis zur angegebenen Adresse
 
Das Wikinger Museum Saarbrücken ist ein studentisches Projekt, das im Rahmen des Moduls „Online Marketing“ im 4. Semester des Studiengangs Digital Media Marketing an der Hochschule Kaiserslautern entwickelt wurde.
...immerhin belegt es, dass Viertsemester des dringend benötigten und den Weltlauf erhellenden Studiengangs Digital Media Marketing in der Lage sind, eine Website mit katastrophal dämlichen KI-Bildchen auszustatten... ;););)

(ich bin noch im Berserkermodus vom Selbsttest :D der ist "raffiniert" gestaltet als multiple choice: wer berserkern will, der findet da sofort die nötigen Antworten)
 
...er könnte jetzt in den smalltalk (oder in den Orkus) siehe Zitat in #9 und Bild in #14
Lassen wir das Thema noch ein paar Wochen stehen, damit die Studis ihre Scheine (nennt man das noch so? Läuft ja alles digital heute) auch zum Ende des Semesters bekommen, auch wenn's ein wenig irreführend ist und eigentlich als SEO-Spam gelöscht gehört: ich habe heute meinen gnädigen Tag.
 
Lassen wir das Thema noch ein paar Wochen stehen, damit die Studis ihre Scheine (nennt man das noch so? Läuft ja alles digital heute) auch zum Ende des Semesters bekommen, auch wenn's ein wenig irreführend ist und eigentlich als SEO-Spam gelöscht gehört: ich habe heute meinen gnädigen Tag.

Jetzt haben wir noch 2x Themenwelt namens Fjordia aus SB. Ob das wirklich alles Studenten sind?
 
wie vermittelt man Geschichte heute so, dass es spannend bleibt, ohne in die reine Klischee-Falle zu tappen? Genau das testen wir aktuell mit unserem Projekt Wikinger Museum Saarbrücken.
Das stimmt nicht, oder mit wikingischer Deutlichkeit: das ist eine plumpe Lüge! Eure klicki-bunti-Wickie Testversion hat absolut kein Interesse an Geschichte, sondern das ganze Getue dient einzig dem hier:
Bildschirmfoto 2026-06-17 um 09.17.00.png


Bildschirmfoto 2026-06-17 um 09.22.52.png


erst alles anlügen (noch dazu mit gräßlich dämlichen KI-Kitschbildchen), den ganzen Klumpatsch gleich aufdringlich dreimal in einem Geschichtsforum posten - lernt man das im vierten Semester in der Vorlesung Online Marketing?
 
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