DUBY, Die Ritter

Dieses Thema im Forum "Rittertum und Kreuzzüge" wurde erstellt von Sissi, 14. April 2004.

  1. Sissi

    Sissi Neues Mitglied

    Hallo,

    ich hab mir heute das Buch "Die Ritter" von Geriges DUBY ausgeliehen. Hab zwar noch nciht alles gelesen, aber der Anfang ist schon gut. Er erzählt über das Ritterrum in Form einer Biographie, zwar wie ich finde für Kinder, aber doch erecht amüsant, auch für Erwachsene ;) Wer also was über Ritter und alles, was dazu gehört (Schwertleite, Tuniere, höfische Liebe) wissen will, sollt ehier anfangen.

    LG Sissi
     
  2. Titus_Livius

    Titus_Livius Gesperrt

    Dann schieß mal los über die Höfische Liebe. Die Schwertleite würde mich zwar auch interessieren, aber das findet dann Schini wieder nicht so toll, wenn wir in ein "Männerthema" rutschen. ;)
     
  3. Schini

    Schini Neues Mitglied

    "Die Ritter" ist wirklich ein Kinderbuch, aber mich erstaunt, wie gekonnt er die "Guines-Quelle" ausschlachtet, schließlich arbeitet er in mehreren seiner Werke auf dieser Basis...

    Ja, Georges Duby ist schon einer der ganz Großen gewesen... mir haben "Der Sonntag von Bouvines" und "Guilaume le Marechal oder der beste aller Ritter" ganz besonders gefallen, aber auch "Frauen im 12. Jahrhundert" und "Frau ohne Stimme" haben mich sicherlich beeinflußt. Ich habe jedenfalls methodisch sehr viel von ihm gelernt, vor allem Bescheidenheit und Konzentration auf die Quelle ;) .
     
  4. Schini

    Schini Neues Mitglied

    Bin ich hier die Parade-Emanze, oder was?

    Hier ist eine schöne Seite zur höfischen Knabenerziehung.

    «sich» sprach er «neve Tristan,
    sît dir nû swert gesegenet ist
    und sît dû ritter worden bist,

    nû bedenke ritterlîchen prîs
    und ouch dich selben, wer dû sîs.
    dîn geburt und dîn edelkeit
    sî dînen ougen vür geleit.
    wis diemüete und wis unbetrogen,

    wis wârhaft und wis wolgezogen;
    den armen den wis iemer guot,
    den rîchen iemer hochgemuot;
    ziere unde werde dînen lîp,
    êre unde minne elliu wîp;
    wis milte unde getriuwe
    und iemer dar an niuwe!
    wan ûf mîn êre nim ich daz,
    daz golt noch zobel gestuont nie baz
    dem sper unde dem schilte
    dan triuwe unde milte.»
    Gottfried von Straßburg: Tristans Schwertleite (Zeile 5022ff, Übersetzung)


    besonders gut gefällt mit, dass er alle Frauen ehren und minnen soll... :bussi:



    Die Schwertleite ist doch halb so schlimm, solange es sich nicht um eine jodelnde Wagner'sche Walküre handelt. ;) :engel: :p Die würde ich wirklich beißen...
     

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