Film >Ilia Muromez</1956

Ralf.M

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Gestern Abend habe ich mir mal den Film „Ilia Muromez“ komplett angesehen.
Ist ja kein "Schinken" aus der ideologischen Hexenküche von J. W. Stalin.

Diesen Film hatte ich, wenn ich mich recht erinnere, 1959 gesehen und in den 90igern habe ich seine „angeblichen“ sterblichen Überreste mumifiziert in den Asketenhöhlen im Kiewer Hölenkloster besichtigen können.
Der Film stammt von 1956 und ist der erste Chinemascope Film der UdSSR. Cinemascope ist ja ein Verfahren zur Breitbildaufnahme.

Dieser Ilia Muromez (es gibt auch die Schreibweise „Ilya Muromets“ ist eine wichtige Figur in der bylinischen russischen epischen Folklore, die im 18. und 19. Jahrhundert gesammelt wurden.

Byliny-Erzählungen basieren lose auf historischen Tatsachen, sind jedoch stark mit Fantasie oder Übertreibung verschönert. Das Wort bylina leitet sich von der Vergangenheitsform des Verbs „sein“ (russisch: был tr. byl) ab und bedeutet „etwas, das war“.
Siehe auch Beliny, Belina -> Bylina – Wikipedia

Der Film handelt ja in der Zeit wo Großfürst Wladimir I. Swjatoslawitsch, Beiname „Der Große“, regierte. Geboren um 960 - † 15. Juli 1015. Er war ab 11.Juni 978 bis zu seinem Tod Großfürst von Kiew.
Man findet diesen Großfürsten auch auf der ukrainschen Banknote 1,- Hrywnja. 1,- Hrywnja entspricht = 0,0221 Euro.

Hinzukommt, man hat wohl auch Probleme mit seinen Namen.
Man meint Ilia Muromez ist eigentlich der Ehrwürdige Ilya Pechersky.
Ilya Pechersky war, ein Mönchsheiliger der orthodoxen Kirche, der 1643 selig gesprochen wurde.
Elias von den Höhlen – Wikipedia
 
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für heutiges Publikum vielleicht langweilig, für seine Entstehungszeit eher nicht, für meine Generation auch noch nicht, wenn vielleicht etwas hausbacken. Interessant, dass Figuren wie der Großfürst gar nicht einmal so gut wegkamen.
 
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