StoneMan
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Moin,
1975 - Urlaub in Dänemark auf der Insel Møn. Eigentlich war ich wegen Fossilien dort.
Dann aber sah ich was der Bauer, bei dem ich wohnte, auf seiner Fensterbank liegen hatte.
Es war atemberaubend – Artefakt aus Feuerstein vom Feinsten.
Ich fragte den Bauer, ob ich auch auf seinen Feldern suchen durfte. Ich durfte und wurde fündig.
Der Acker bescherter mir sehr viele schöne Artefakte.
Klingen, Bohrer, Schaber, einen “ldsten af flække” (ein sogenannter Funkenlöser),
geschliffene Beilfragmente und einiges mehr.
Die Megafunde wie seine Dolche und Beile blieben aus.
So etwas zu finden war wohl dem Bauern vorbehalten.
Dachte ich zumindest bis ich diese Sichel 1984 auf seinem Acker fand.
Dieses Fragment haute mich fast um.
Ich brach meine Begehung sofort ab und ging nach Hause, das heißt, auf den Bauernhof
zurück, auf dem wir wohnten.
Unterwegs hielt ich die Sichel in meiner Hosentasche fest und ließ sie nicht einmal los.
Ab und an blieb ich stehen und schaute nach, ob es wahr war, dass ich so ein Ding in der Hand hielt.
Derartige Sicheln weisen oft eine hochglänzende Politur auf.
Dieser “Sichelglanz” entsteht durch die Ernte von Getreide und anderen
kieselsäurehaltigen Gräsern wie Schilf.
Dänisch: Fladehugget segl
Fundort: Møn / DK
Zeitstellung: 2350 bis 1700 v. Chr. Dolchzeit (dän. Dolktid, senneolitikum), die Blütezeit der Flintbearbeitung.
Leider ist diese verlinkte Website gehackt worden – aber es sind noch Reste erhalten.
https://web.archive.org/web/20171106011934/http://www.steinzeitwissen.de/funde/sichel
Der berühmte Dolch aus Hindsgavl datiert ebenfalls in diese Zeit.
Viel Spaß beim Ansehen
Gruß
Jürgen
PS.
Die Sichel wurde in Dänemark von mir gemeldet und dort registriert.
Peter Vang Petersen hatte mir derzeit den zuständigen Kontakt vermittelt.
1975 - Urlaub in Dänemark auf der Insel Møn. Eigentlich war ich wegen Fossilien dort.
Dann aber sah ich was der Bauer, bei dem ich wohnte, auf seiner Fensterbank liegen hatte.
Es war atemberaubend – Artefakt aus Feuerstein vom Feinsten.
Ich fragte den Bauer, ob ich auch auf seinen Feldern suchen durfte. Ich durfte und wurde fündig.
Der Acker bescherter mir sehr viele schöne Artefakte.
Klingen, Bohrer, Schaber, einen “ldsten af flække” (ein sogenannter Funkenlöser),
geschliffene Beilfragmente und einiges mehr.
Die Megafunde wie seine Dolche und Beile blieben aus.
So etwas zu finden war wohl dem Bauern vorbehalten.
Dachte ich zumindest bis ich diese Sichel 1984 auf seinem Acker fand.
Dieses Fragment haute mich fast um.
Ich brach meine Begehung sofort ab und ging nach Hause, das heißt, auf den Bauernhof
zurück, auf dem wir wohnten.
Unterwegs hielt ich die Sichel in meiner Hosentasche fest und ließ sie nicht einmal los.
Ab und an blieb ich stehen und schaute nach, ob es wahr war, dass ich so ein Ding in der Hand hielt.
Derartige Sicheln weisen oft eine hochglänzende Politur auf.
Dieser “Sichelglanz” entsteht durch die Ernte von Getreide und anderen
kieselsäurehaltigen Gräsern wie Schilf.
Dänisch: Fladehugget segl
Fundort: Møn / DK
Zeitstellung: 2350 bis 1700 v. Chr. Dolchzeit (dän. Dolktid, senneolitikum), die Blütezeit der Flintbearbeitung.
Leider ist diese verlinkte Website gehackt worden – aber es sind noch Reste erhalten.
https://web.archive.org/web/20171106011934/http://www.steinzeitwissen.de/funde/sichel
Der berühmte Dolch aus Hindsgavl datiert ebenfalls in diese Zeit.
Viel Spaß beim Ansehen
Gruß
Jürgen
PS.
Die Sichel wurde in Dänemark von mir gemeldet und dort registriert.
Peter Vang Petersen hatte mir derzeit den zuständigen Kontakt vermittelt.