Folgen des Merkantilismus

Dieses Thema im Forum "Wirtschaftsgeschichte" wurde erstellt von Gast, 17. Oktober 2005.

  1. Gast

    Gast Gast

    Also cih hab ne Frage: Was hatte die Wirtschaftsform des Merkantilismus für Folgen?
    vor allem in Bezug auf die Außenpolitik der Länder

    Schreib morgen ne Klausur und zu der Frage fällt mir nicht das meiste ein...
    vllt dass halt Konflikte entstanden, wenn Kolonien in Besitz genommen wurden, weil jeder ja Kolonien wollte
    und dass durch die Exporte der im Land hergestellten Waren so ne Art Konkurrenz enstand, weil doch, glaub ich zumindest, keine Spezialisierung erfolgte!?

    sind auch Kriege dadurch/oder indirekt dadurch enstanden?

    wäre dankbar, wenn ihr mir n paar Ideen geben könntet oder auch mir euer Wissen darüber mitteilt.

    Vielen Dank für jede Antwort und euer Bemühen
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Hm... komisch, das Lehrer immer Klausuren schreiben lassen, über Themen die so gaaaar nicht im Unterricht vorgekommen sind... *Ironie aus!* Merkantilismus bedeutet stark vereinfacht: Nach Möglichkeit nur Import von Rohstoffen, und nur Export von Fertigwaren. Wieso das zu multilateralen Konflikten führt und welche Maßnahmen zur Einhaltung merkantilistischer Vorgaben unternommen wurden, kannst Du Dir ja vielleicht selber denken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2005
  3. Gast

    Gast Gast

    Also die Frage hab ich mir ja so selber gestellt, die kommt nicht vom Lehrer.
    Was meinstn du mit den merkantilistischen Vorgaben?
    MIr fallen halt Zölle ein, oder dass die Preise von den Bauern, sprich deren Erzeugnissen, niedrig gehalten wurden, um den Arbeitern, die ja sehr geringe Löhne bekamen, ein Leben zu ermöglichen!?

    Vor allem so an außenpolitischen Folgen wär ich interessiert, steh da son bissl am Schlauch... außer dem was ich nach der Frage vorhin geschrieben hab
     
  4. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Der Handel mit den Kolonien wurde den jeweiligen Handelskompanien unterstellt. Sie durften als einzige Überseehandel betreiben. Sie brachten Rohwaren aus der Kolonie (z.B. Baumwolle) und lieferten die Fertigware (z.B. Kleider und Stoffe) wieder zurück. Der große Teil der Wertschöpfungskette lag daheim.
     
  5. Klaus P.

    Klaus P. Aktives Mitglied

    Aus der Konkurrenz um Absatzmärkte und Kolonien, die zu den unharmonischen Beziehungen zwischen protektionistischem Merkantilismus mit seinen Schutzzöllen (z.B. Frankreich) und Freihandel (z.B. GB) dazugehörten, entstanden natürlich auch internationale Konflikte, auch Kriege.
    Beispiele findest du sicher unter dem Suchbegriff "Kolonialkriege".
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Zölle sind schon mal ein guter Anfang. Merkantilismus ist aber keine frühe Form von sozialer Wirtschaftspolitik:
     
  7. Gast

    Gast Gast

    Danke schonmal für die erfolgten Anworten
    Aber damit die Arbeiter keinen Aufstand machten, mussten die Lebensmittel doch billig sein, weil er sich die ´doch auch leisten können musste, oder nicht?

    Wenn jemanden noch was zusätzliches einfällt, zur ersten Frage, bin ich weiterhin sehr dankbar.

    Noch eine kurzfristig aufgetauchte Frage: Was hatte im Merkantilismus die Kirche für ne Rolle?

    Wir haben so "Säulen" gezeichnet, wodrauf der Merkantilismus sozusagen aufbaut: Da waren also die Wirtschaft (ist ja sonnenklar), das stehende Heer (musste ja finanziert werden), der Hof (das leben am Hof mit den ganzen Adligen kostete ja auch ne Menge Geld) und eben die Kirche. Die weiß ich da nicht richtig einzuordnen.
    Ganz unten standen noch die Untertanen, ist auch nochvollziehbar.
     
  8. Arne

    Arne Premiummitglied

    Also ich würde den Wettlauf um Kolonien eher in der weiteren Differenzierung bearbeiten. Ich sehe darin nicht unbedingt ein wesentliches Element des Merkantilismus - das ging ja erst richtig los, als der Merkantilismus schon langsam durch neue Theorien abgelöst wurde.

    Wenn ich richtig liege, so ist doch der Merkantilismus - einfach ausgedrückt - der Versuch kaufmännisches Denken und Handeln auf die staatliche (Aussenwirtschafts-)Politik zu übertragen. Das heißt jeder Staat versucht größtmögliche Profite beim Aussenhandel zu erwirtschaften. So wie verschiedene Kaufleute sich gegenseitig als Konkurrenz sehen, sehen sich in der Folge auch die verschiedenen Länder als Konkurrenten. Verschärft wurde dieses Konkurrenzdenken dadurch, daß man damals davon ausging, daß jeder Gewinn eines Staates auf Kosten von Verlusten eines anderen Staates ging. Man sah den gesamten Handel als Kuchen, der nur einmal verteilt werden konnte. Erst später erkannte man, daß durch freien Handel dieser "Kuchen" auch wachsen kann, daß also viele, wenn nicht alle von einer freien Wirtschaft profitieren können.
    Wenn dir das klar ist, erkennst du, daß sich in der Hochzeit des M. die Staaten gegenseitig mißtrauisch belauerten, weil jeder Erfolg eines Staates automatisch den Schaden eines anderen darstellte.
     
  9. Louis le Grand

    Louis le Grand Neues Mitglied

    Das war das Schemata zum Absolutismus, nicht mit Merkantilismus verwechseln. Ergo hatte die Kirche nix zu suchen in der Wirtschaft. Es sei denn die Gründung von Kolonien trug zur Missionierung bei.

    Da ist es schwierig, nur den Merkantilismus als politischen Einflussfaktor zu benennen. Aber sicherlich spielten Handelsvorteile in Kriegen eine Rolle. Etwa beim Holländischen Krieg 1672-1678, wo Frankreich Holland angreift. Dies sicherlich auch, weil man die Holländer als größten ökonomischen Rivalen betrachtet.
     
  10. Gast

    Gast Gast

    Danke für eure Hilfe, auch wenn das jetzt doch nicht wirklich in der Klausur drankam.

    Hatten son politisches Testament von Karl dem Großen, in dem der halt so Strukturen des Merkantilismus in Preußen forderte.
    Dann sollte man des halt so erläutern und das Verhältnis von Preußen mit England, Spanien, Frankreich, Russland und Polen versuchen darzustellen.
     
  11. hyokkose

    hyokkose Gast

    Gemeint ist wohl Friedrich der Große.
     
  12. Gast

    Gast Gast

    uups, wie peinlich, natürlich friedrich der große^^
     

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