Der Sternenhimmel verschiebt sich doch aus Erdsicht aufgrund der Umlaufbahn und Neigung der Erdachse jeden Tag etwas.
Der Sternenhimmel verschiebt sich eigentlich nicht (stimmt auch nicht ganz) sondern die Erde dreht sich in 23h 56min und 4sec um die eigene Achse (=Sternentag).
Da sie sich auch um die Sonne bewegt, muss sich jeden Tag ein bisschen weiter drehen (=Sonnentag, 24h).
Deshalb sehen wir im Winter andere Sternbilder als im Sommer, z.B. Orion im Winter. Den Orion z.B. sieht man im Sommer nicht, weil da Tag ist.
So einfach ist die Sache dann aber nicht.
Zusätzlich zu dieser Bewegung "taumelt" die Erde bei ihrer Drehung wie ein Kreisel, was sie ja auch ist. Das nennt man die Präzessionsbewegung.
Dadurch sah der Himmel zur Zeit der Pyramiden anders aus als heute, der Polarstern war eben nicht im Norden.
Den Standort der Sterne damals kann man mit einer recht komplizierten Formel berechnen. Ich habe das damals beim Stern Antares gemacht, um so die Orientierung und deren Verschiebung zu berechnen (Buch Seite 65).
Inzwischen kann man im Programm "Stellarium" auch das Jahr einstellen. Mann kann sich dann einen Stern suchen der damals bei einem Azimuth (=Az) von 135 Grad eine Altitude (=Alt) von 42 Grad hat und dann bei 225 Grad Az noch einmal.. Das entspricht einer Deklination von etwa 7 Grad. So kann man zu jeder Zeit im Jahr einen entsprechend Stern finden.
beim Setzen des cornerstones entlang der Kante zu peilen
Hat man so auch sicher gemacht. Die Peilung nach den Sternen diente vor allem zur Überprüfung. Sie war ja recht einfach durchzuführen, ebenso wie alle andern von mir vorgeschlagenen Methoden zur Einmessung der Pyramiden.