Geschichte der EG

Dieses Thema im Forum "Wirtschaftsgeschichte" wurde erstellt von Gast, 9. September 2005.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo Leute,

    ich bin seit einiger Zeit auf der Suche nach einer eigentlich ganz simplen Frage: Wann entstand die EG?
    Ich suchte im Internet bei Wikipedia, im Geschichtslexikon... Doch je mehr ich fand, desto verwirrender wurde es.

    So steht zum Beispiel in Wikipedia über die EG:
    "Mit der Gründung der Europäischen Union (was ja 7.2.92 wäre) wurde die EWG in „Europäische Gemeinschaft“ umbenannt und aus dem EWG-Vertrag wurde der EG-Vertrag."

    über die EWG stand hingegen:
    "1967 wurden die Montanunion, die EWG und EURATOM zu den Europäischen Gemeinschaften zusammengefasst. Mit dem Vertrag von Maastricht wurde die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft Teil der Europäischen Union."

    und im Geschichtsduden:
    gemeinsame Bezeichnung für 1952 gegründete EGKS sowie mit den Römischen Verträgen entstandene EWG und die EAG. Seit 1967 erhielten die Gemeinschaften gemeinsame Organe, blieben aber nach wie vor nebeneinander, mit eigener Rechtspersönlichkeit und Zuständigkeit bestehen.

    Klar ist, dass die EWG in die EG umbenannt wurde. War es:
    a) 1967 als die die EAG, die EWG und EGKS zusammengefasst wurden? (Fusionsvertrag)
    b) oder wurde die EWG bei der Gründung der EU in EG umbenannt (1992), wodurch es nie einen wirklich "eigenen" Vertrag der EU gab, sondern sie sofort die erste Säule der EU war?

    Vielen Dank für eure Hilfe, Tobias
     
  2. Schini

    Schini Neues Mitglied

    Am besten stellst du dir die EU wie das Wurzelwerk eines Baumes vor. EGKS, EURATOM und EWG werden als eigene Entitäten gegründet, dann mit dem Fusionsvertrag unter ein Dach gebracht und dieses EWG-Dach schließlich Teil des EU-Gebildes. Um die Verwirrung voll zu machen, wurden die EWG-Gründungsverträge immer wieder durch Verträge abgeändert, sodaß der heute gültige "Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft" (Unterzeichnung 25.3.1957, Inkrafttreten 1.1.1958) die Basis des Gemeinschaftsrechts bildet. Ich vermute, dass die Umbennung der EWG in EG endgültig mit dem Vertrag von Maastricht geschah, allerdings darf man nicht vergessen, dass EG sowohl die Abkürzung von "Europäische Gemeinschaft" als auch von "Europäische Gemeinschaften" sein kann.

    Aber ganz genau kann ich die Frage nicht beantworten. Frag doch mal die zuständigen Stellen: http://www.europarl.de/index.php?psize=1280&rei=9&dok=449
     
  3. Klaus P.

    Klaus P. Aktives Mitglied

    Hier eine kleine Auswahl von Internet-Links zur EU

    http://europa.eu.int
    Der zentrale Europaserver – zugleich Homepage aller europäischen Institutionen
    http://www.eu-kommission.de
    Homepage der EU-Kommission in der BRD mit vielfältigen aktuellen Infos
    http://ww.newsroom.de/eu-kommission
    virtuelle Pressestelle mit EU-News, Foto-, Video- und Radioarchiven und Nachrichten im Emailservice
    http://europa.eu.int/euro
    Antworten, Tips und Dokumente zur gemeinsamen Währung
    http://www.echo.lu/edic
    Übersetzungshilfe für Begriffe/Abkürzungen zum Thema Europa in europ. Sprachen
    http:// europa.eu.int/eur-lex
    grundlegende Verträge und das geltende Recht zum Runterladen sowie Amtsblätter (C,L)
    http:// europa.eu.int/geninfo/query-en.htm
    diese Suchmaschine findet Begriffe und Begriffskombinationen auf dem EUROPA-Server
    http:// europa.eu.int/en/comm/eurostat/eurostat.html
    bietet Informationen u. Kurzberichte des Statistischen Amtes der EU in Luxemburg
    http:// europa.eu.int/en/comm/dg22/leonardo.html
    Ausbildungspartnershaften, Austauschprogramme für Berufsschüler u. junge Arbeitneh-mer, Ausschreibungen
    http://www.europarl. eu.int
    Server des Europaparlaments mit Berichten und Dokumenten
    http://www.cedefop
    Europ. Zentrum für die Förderung der Berufsausbildung in Thessaloniki
    http://www.cordis.lu
    Datenbanken mit Informationen über europ. Forschungsprogramme und -projekte
    http:// europa.eu.int/en/comm/dg22/socrates.html
    dies Rahmenprogramm fördert die Hochschulbildung (ERASMUS), die Schulbildung
    (COMENIUS) u. Fremdsprachenerwerb (LINGUA)
    http://www.eea.dk
    hier hat sich die EU-Umweltagentur ein virtuelles Biotop geschaffen
    http:// europa.eu.int/citizens
    Freizügigkeit, Leben und Arbeiten in einem anderen EU-Land
    http://www.europarl.eu.int/home/default_de.htm
    die Mitglieder des EuropäischenParlaments (1999-2004) nach Fraktionen

    Zur Geschichte der EU (aus verschiedenen Quellen):
    1946
    Am 19.September 1946 forderte Winston Churchill in Zürich die Schaffung der „Vereinigten Staaten von Europa“, wobei er ein Zusammengehen Frankreichs mit Deutschland als vordring-lich ansah und Großbritannien in der Rolle des außenstehenden Förderers
    1950
    Am 9.Mai verkündete der französ. Außenminister Robert Schu-man einen von ihm und Jean Monnet entwickelten Plan, „die Gesamtheit der deutsch-französischen Produktion von Kohle und Stahl unter eine gemeinsame oberste Autorität innerhalb einer Organisation zu stellen, die der Mitwirkung anderer Staaten Europas offensteht.“ Dieser Schuman-Plan gilt als Grund-stein zur Bildung der EG/EU
    1951
    Am 18.April unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien und die Benelux-Staaten in Paris den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS = „Montanunion“) und begannen damit eine gemeinsame Politik im Wirtschaftsbereich. Erstmals wurde staatl. Souveränitätsrechte an eine internationale Organisation abgetreten. Sitz der „Hohen Kommission“ wurde Luxemburg.
    1952
    Am 23.Juli trat der EGKS - Vertrag in Kraft.
    1953
    Der Entwurf eines Vertrages über eine Europäische Politische Gemeinschaft scheiterte mit der Nichtratifizierung des bereits 1952 unterzeichneten Vertrages über eine Europäische Vertei-digungsgemeinschaft (EVG) durch die französ. Nationalver-sammlung (August 1954)
    1955
    Auf der EGKS-Konferenz in Messina beschlossen die Außen-minister einen erneuten Vorstoß zur „Schaffung eines vereinigten Europa“. 27.Februar: Bundestag stimmt Pariser Verträgen zu
    1956
    Ein Ausschuss unter Vorsitz des belgischen Außenministers Paul Henri Spaak legte einen Bericht vor, der Verhandlungs-grundlage der späteren Römischen Verträge wurde.
    1957
    Am 25.März gründeten die sechs EGKS-Staaten mit dem Abschluss der Römischen Verträge die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom). Die EWG weitete ihre wirtschaftl. Zusammenarbeit auf Bereiche wie Landwirtschaft, Fischerei, Verkehrswesen, Wettbewerbsrecht, und Außenhandel aus. Sie beschlossen, innerhalb von zwölf Jahren einen Gemeinsamen Binnenmarkt zu schaffen ( was erst 1993 ! erreicht wurde).
    1961
    Im August bewarben sich Irland, Großbritannien und Dänemark um eine Aufnahme in die EWG.
    1961/62
    Der Fouchet-Ausschuss verhandelte französ. Vorschläge über eine Europäische Politische Gemeinschaft, die am 17.April 1962 scheiterten.
    1963
    Am 28.Januar scheiterten die im November 1961 begonnenen Beitrittsverhandlungen mit Großbritannien.
    1964
    1965
    Der Vertrag über den Zusammenschluss der drei Gemein-schaften EGKS, EWG und Euratom wurde unterzeichnet (Fusionsvertrag) Frankreich betrieb zwischenzeitlich eine Politik des „leeren Stuhles“.
    1967
    Am 10. Mai stellte Großbritannien einen zweiten Mitgliedsantrag. Norwegen und Schweden folgten. Am 1.Juli trat der Fusionsvertrag in Kraft. Die Organe der drei Gemeinschaften wur-den damit vereinheitlicht.
    1968
    Am 1.Juli vollendete die EWG die Zollunion und führte einen gemeinsamen Außenzoll ein.
    1969
    Am 1.Dezember beschloss der EG-Gipfel von Den Haag einen Stufenplan für eine Wirtschafts-und Währungsunion. Ab 1980 sollte es eine gemeinsame Währung geben. Zudem wurde eine Kommission unter Leitung des Belgiers Etienne Davignon mit der Ausarbeitung eines Planes zur engeren Abstimmung der Außenpolitik der Mitgliedsstaaten beauftragt.
    1970
    Dem Davignon-Bericht entspringt im Oktober der Luxemburger Bericht, der zur europäischen politischen Zusammenarbeit (EPZ) mit regelmäßigen Konsultationen der EG-Außenminister führte. Am 30.Juni begannen die Beitrittsverhandlungen mit Großbritannien, Irland, Dänemark und Norwegen. Im Oktober wurde der sog. Werner-Plan als erster Vorschlag zur Ver-wirklichung der Wirtschafts-und Währungsunion vorgelegt.
    1971
    Im März wurde der Werner-Plan verabschiedet, scheiterte aber schnell an den Auswirkungen des Zusammenbruchs des auf dem Dollar-Gold-Standard beruhenden Weltwährungssystems und dem Ende weltweit fester Wechselkurse.
    1972
    Am 21.März wurde der Europäische Währungsverbund gegründet und damit die Europäische Währungsschlange, ein erster Versuch, die EG-Wechselkurse untereinander stabil und dem US-Dollar gegenüber flexibel zu halten.
    1973
    Am 1.Januar traten Großbritannien, Irland, und Dänemark der EG bei. Die Norweger lehnten in einer Volksabstimmung ei-nen Beitritt ab.
    1974
    Die EG erhielt Beobachterstatus bei der UN-Vollversammlung.
    1975
    Der Tindemans-Bericht (nach dem damaligen belg. Minister-präsidenten) über vertiefte Europäische Union blieb zunächst folgenlos. Am 12.6. beantragte Griechenland d. Mitgliedschaft.
    1977
    Am 28.März beantragte Portugal die Mitgliedschaft und am 28.Juli Spanien.
    1979
    Am 13.März löste das Europäische Währungssystem, entstanden auf Drängen d.franz. Präsidenten Giscard d'Estaing und d. Bundeskanzlers H.S chmidt, mit der neuen Rechen-und Wäh-rungseinheit „Ecu“ den alten Währungsverbund ab. Vom 7.-10.Juni fanden in allen EG-Staaten erstmals Direktwahlen zum Europäischen Parlament statt.
    1981
    Am 10.Januar wurde Griechenland zehntes EG-Mitglied.
    1983
    „Feierliche Deklaration zur Europäischen Union“der Staats-und Regierungschefs zur Stärkung u. Ausbau der Zusammenarbeit in Stuttgart
    1984
    Der von Altiero Spinelli eingebrachte Vertragsentwurf zur Gründung der Europäischen Union (EU) wurde mit großer Mehrheit im Europäischen Parlament angenommen.
    1985
    Weißbuch für die Vollendung des Binnenmarktes bis 1992 veröffentlicht. Am 14.Juni wurde das erste Schengener Abkom-men unterzeichnet. (Schengen I)
    1986
    Mit dem 1.Januar waren Spanien und Portugal Mitglieder der EG. Am 28.Februar wurde mit der Einheitlichen Europäischen Akte (EEA) die erste umfassende Erweiterung und Änderung der Gründungsverträge von 1957 mit dem Ziel eines grenzenlosen Binnenmarktes unterzeichnet.Neue EG-Bereiche wie Umweltfragen wurden festgeschrieben.
    1987
    Die Türkei stellte den Antrag auf Mitgliedschaft. Am 1.Juli trat die EEA in Kraft.
    1988
    Die Staats-und Regierungschefs sprachen sich für eine Währungsunion aus und beauftragten eine Expertengruppe unter Leitung des Brüsseler Kommissionspräsidenten Jacques Delors, einen Plan zu erarbeite.
    1989
    Am 17.Juni beantragte Österreich den Beitritt zur EG. Am 26./27.Juni nahmen die EG-Staats und Regierungschefs die von der Delors-Gruppe erarbeiteten Vorschläge über einen Dreistufenplan zur Wirtschafts-und Währungsunion als Leitfaden an.
    1990
    Am 19.Juni wurde das Schengener Durchführungsabkommen (Schengen II) unterzeichnet. Am 1.Juli begann die erste Stufe der Währungsunion: Geld-und Kapitalverkehr wurden liberali-siert. Im Juli bewarben sich Zypern und Malta um die Mitgliedschaft.
    1991
    Am 1.Juli beantragte Schweden die Aufnahme in die EG. Am 9./10.Dezember vereinbarten die Staats-und Regierungschefs im niederländischen Maastricht, bis 1999 eine Wirtschafts-und Währungsunion und eine Politische Union zu verwirklichen.
    1992
    Am 7.Februar unterzeichneten die Mitgliedsstaaten den Ver-trag über die Europäische Union (Maastricht-Vertrag). Finnland (18.März), die Schweiz (26.Mai) und Norwegen (25. No-vember) stellten Beitrittsanträge. Der Schweizer Antrag ruhte allerdings wegen einer negativen Volksabstimmung.
    1993
    Mit dem 1.Januar war der Binnenmarkt im Prinzip verwirklicht. Am 1.November trat nach Ratifizierungsproblemen in verschiedenen Staaten der Maastricht-Vertrag in Kraft und damit entstand aus der EG die Europäische Union (EU). Neue Aufgabenfelder kamen für die Politischen Union hinzu: Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Industrie, Entwicklungshilfe, Außen-und Sicherheitspolitik, Justiz, Inneres. Modernisierung einiger Entscheidungsmechanismen...

    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiter helfen.
     
  4. Gast

    Gast Gast

    @Schini:

    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich denke den Rest habe ich im großen und ganzen verstanden -> http://home.arcor.de/tobias-huppertz/Downloads/EG.JPG ausser: die Umbenennung der EAG nach EURATOM, wird die auch mit der Gründung der EG vollzogen?

    Vielen Dank, Tobias

    PS: die Frage ist raus, ich werde die Antwort natürlich hier posten.
     
  5. Dernburg

    Dernburg Neues Mitglied

    der Ursprung war war die Montanunion 1952, die EWG wurden von den sechs
    Gründungsstaatten 1957 auf dem römischen Kapitol gegründet
     
  6. Gast

    Gast Gast

    @Klaus P.:
    Also die wichtige Daten wären dann:
    1965
    Der Vertrag über den Zusammenschluss der drei Gemein-schaften EGKS, EWG und Euratom wurde unterzeichnet (Fusionsvertrag) Frankreich betrieb zwischenzeitlich eine Politik des „leeren Stuhles“.

    1967
    Am 10. Mai stellte Großbritannien einen zweiten Mitgliedsantrag. Norwegen und Schweden folgten. Am 1.Juli trat der Fusionsvertrag in Kraft. Die Organe der drei Gemeinschaften wur-den damit vereinheitlicht.

    1969
    Am 1.Dezember beschloss der EG-Gipfel von Den Haag einen Stufenplan für eine Wirtschafts-und Währungsunion.[...]

    Da es 1969 schon einen EG-Gifel gibt, müsste die EG mit der Zusammenführung geschehen, oder? Aber wieso hast du dann "damit entstand aus der EG die Europäische Union (EU)" fett markiert? Oder war meine Frage zu undeutlich?
    Ich verzweifel noch an so einer blöden Frage.

    Könntet ihr es nochmal bitte versuchen?
    Vielen Dank, Tobias
     
  7. Gast

    Gast Gast

    Ich habe eine Antwort auf meine Mail bekommen und wollte euch an ihr "teilhaben":

    Sie haben Recht, die unterschiedlichen Bezeichnungen der Verträge sind verwirrend. Orientieren können Sie sich an den folgenden Verträgen:

    1. Den Vertrag über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS=Montanunion), der am 18. April 1951 in Paris unterzeichnet worden ist, am 23. Juli 1952 in Kraft getreten und am 23. Juli 2002 ausgelaufen ist;

    2. Den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG);

    3. Den Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom), der (wie auch der EWG-Vertrag) am 25. März 1957 in Rom unterzeichnet worden und am 1. Januar 1958 in Kraft getreten ist. Diese Verträge werden oft als "Verträge von Rom" bezeichnet. Der Ausdruck "Vertrag von Rom" bezeichnet nur den EWG-Vertrag;

    4. Den Vertrag über die Europäische Union,der am 7. Februar 1992 in Maastricht unterzeichnet worden und am 1. November 1993 in Kraft getreten ist. Durch den Vertrag von Maastricht wurde aus der "Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft" die "Europäische Gemeinschaft". Für einige Bereiche, z.B. "Verteidigung" und "Justiz und Inneres", wurden neue Formen der Zusammenarbeit zwischen den Regierungen der Mitgliedstaaten eingeführt. Durch Eingliederung dieser zwischenstaatlichen Zusammenarbeit in das bestehende "Gemeinschaftssystem" wurde durch den Vertrag von Maastricht eine neue politische und wirtschaftliche Struktur geschaffen, die drei "Säulen" umfasst: Die Europäische Union (EU).

    Also:
    Bis 1992 wurden die drei Verträge EGKS, Euratom und EWG auch als "Europäische Gemeinschaften" (Mehrzahl!) bezeichnet. Auf diesen drei Verträgen basierte die Arbeit der Organe der "Gemeinschaften". Mit dem Vertrag von Maastricht wurde die Europäische Union gegründet und eine neue Struktur eingeführt. Der EWG Vertrag wurde zum EG-Vertrag (EGV) und auf ihm basiert heute die Arbeit der Organe. Zusätzlich wurde mit dem Vertrag von Maastricht der Vertrag zur Gründung der Europäischen Union unterzeichnet. Auf diesem EUV basiert die Struktur der EU. Strukturell ist es so zu sehen, dass der EUV der Mantelvertrag ist, der die drei Säulen umfasst, umschreibt und allgemein die Ziele der EU festlegt, wohingegen der EGV die erste Säule im Detail regelt. Und in der ersten Säule handelt es sich um die Politikbereiche, die von den Nationalstaaten teilweise oder ganz an die EG abgetreten wurden, hier sind auch Europäisches Parlament, Kommission, Ministerrat und die anderen Organe verankert.

    Viele Grüße, Tobias
     

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