Geschichte und Funktion des Schornsteins

Dieses Thema im Forum "Geschichte der Naturwissenschaften" wurde erstellt von Gegenkaiser, 23. Juli 2007.

  1. Gegenkaiser

    Gegenkaiser Gesperrt

    Wann kamen Schornsteine auf, wo waren sie verbreitet und welche Vor- und Nachteile besassen sie gegenueber anderen Formen der Feuerstelle und des Rauchabzugs?
     
  2. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Der Vorteil besteht im entstehenden Zug. Und natülich qualmt die Bude nicht so zu, wie es mit einer Öffnung im Dach der Fall war.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juli 2007
  3. Louis le Grand

    Louis le Grand Neues Mitglied

    Die ersten Rauchabzüge müssten bei der Metalverarbeitung und dem Backen von Brot (Schmelz-, Brenn- und Backofen) aufgekommen sein. Also vermutlich aus dem Gebiet des östlichen Mittelmeers und Mesopotamiens, also dort, wo es die ersten seßhaften Bauernkulturen gab. So meine Vermutung.
     
  4. florian17160

    florian17160 unvergessen


    Die ersten Beobachtungen und die sich daraus resultierenden Schlussfolgerungen dürften sich schon in einer Höhle, wo die Menschen Feuer gemacht haben, ergeben haben. So, meine Vermutung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Juli 2007
  5. Louis le Grand

    Louis le Grand Neues Mitglied

    Aber in Höhlen gab es wohl keine Schornsteine/Rauchabzüge, bei einer Art Ofen aber schon. In der Höhle zog das Zeug dann einfach raus. Mächtig verqualmt muss es da auch gewesen sein. ;)
     
  6. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Das ist nicht zwingend der Fall. Rauchhäuser wurden noch bis ins 19.Jh. hinein gebaut, der Abzug ist dann nicht durch das Dach sondern irgendwo an der Fassade. Selbst wenn das funktionierte, war man ganz gut durchgeräuchert, das ist zumindest meine Erfahrung aus der Belebung solcher Gebäude.
     
  7. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    Grüezi

    Die Sache mit dem Kamin ist sehr interessant. Bei den mit Stroh, Schilf oder Schindeln gedeckten Dächern war es wichtig, den Rauch in den Dachraum zu leiten. Der Rauch vertrieb das Ungeziefer und hielt den Dachstuhl trocken. Grad zum Beispiel im Schwarzwald oder im Emmental, wo die Dächer weit herunter gezogen wurden, war das wichtig.
    Mit dem aufkommen von Kaminen (wegen des Brandschutzes) verschlimmerte sich der Zustand der Dächer markant. Nun mussten (konnten) die Dächer mit Ziegeln gedeckt werden, diese sind nicht so anfällig auf Ungeziefer und Feuchtigkeit. Sie sind aber schwerer als Strohdächer. Und bei den steilen Dachneigungen sind die nicht einfach zu befestigen...

    Gruss
    pelzer

    .
     
  8. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Gemauerte Kamine gab es im frühmittelalterlichen dt. Wohnhäusern nicht (zumindest sagt/zeigt das das Museumsdorf Düppel). Dort wurde der Rauch wohl durch ein Loch im Dach abgeleitet. Das Prinzip des Zuges muss aber von Öfen (ob zumbacken, Metall schmelzen etc.) her bekannt gewesen sein.

    EDIT: Ich sehe gerade, plezer hat sogar eine Erklärung dafür.
     

Diese Seite empfehlen