Gießkannen

Norma

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
weiß jemand etwas darüber, wie man früher kleinere Beete, Kübel, etc. gegossen hat?
Gießkannen aus Metall gibt es seit etwa Mitte des 19. Jhs. Aber auch vorher muss es ja möglich gewesen sein, kleinere Flächen vorsichtig zu bewässern. Also nicht mit Eimern oder mit Bewässerungssystemen, sondern eben mit etwas, das in der Funktion der Gießkanne ähnelt. Ich habe etwas zu Gießtöpfen gefunden, Tontöpfe mit perforiertem Boden, aber nichts dazu, seit wann oder in welcher Form es diese Gefäße gab.
Kann mir jemand weiterhelfen?
Vielen Dank und lieben Gruß
Norma
 
Äh, so ganz verstehe ich die Frage nicht, man hat Ledereimer benutzt, Fässer aus denen mit Holzkellen geschöpft wurde.

Bei kleinen Saatbeeten wird es auch möglich gewesen sein, hier vorsichtig zu befeuchten.
 
Das war meine Frage. Ich wollte nur wissen, ob es zusätzlich Informationen über diese Gießtöpfe gab. Ich habe die Information von der Website einer Firma, die Gießkannen herstellt. Dort geben sie einen kurzen historischen Abriss über Gießkannen und erwähnen eben diese Töpfe. Ich schreibe einen Roman, der in einer Zeit angesiedelt ist, die ungefähr unserem Spätmittelalter/Frührenaissance entspricht, und da will ich die Leute nicht mit Gießkannen durch ihr Gärtlein schicken, wenn es die eben noch nicht gab.
 
Gießkannen aus Metall gibt es seit etwa Mitte des 19. Jhs.
auszug aus dem großen grimm:
1792535854042.png
 
jschmidt: Interessant! Vielen Dank für den Beitrag. Da sieht man wieder, dass man doch immer zuerst im Grimm nachlesen sollte ;)
Die Erklärungen weisen jedoch vor allem auf ein Gerät hin, das bei Tisch benutzt wurde, um die Hände zu reinigen, in Verbindung mit einem Becken, also eher ein kleineres Format. Was natürlich nicht bedeutet, dass man damit nicht auch Blumen gießen in der Wohnung gießen konnte. Ob es auch im Garten eingesetzt wurde, geht aus dem Eintrag nicht hervor. Bei der Info von der Website ging es ausdrücklich um die großen Gartengießkannen.
 
Natürlich kennen wir alle die Gießkannen bei Carl Spitzweg:



Sie sind fast emblematisch für die nostalgische Beschreibung der Idylle, aber sie sind auch industrielles high tech und werden nicht billig gewesen sein.

Interessant ist, wie sehr und wie oft Spitzweg in vielen seiner Bilder maltechnisch brillant die technischen Details der Spenglerarbeiten (Regenrinnen, Traufen, Fallrohre), Schlosserarbeiten (Gitter, Beschläge, Zuganker) und andere Metallarbeiten (z.B. Bronzeplaketten) beschreibt.

 
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