Während Gustav Stresemann wohl eher versucht hatte, den Versailler Vertrag auf friedlichem Wege abzuschaffen, arbeitete zeitgleich Hans von Seeckt an einer heimliche Aufrüstung der Reichswehr. Dies wurde spätestens 1926, dem Jahr der Verleihung des Friedensnobelpreises an Stresemann, publik...
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Hans von Seeckt war einerseits Gegner des Nationalsozialismus. Andererseits baute er die Reichswehr zu einer größeren Parallelstruktur im Staatsgefüge aus.
Er machte sich über die soldatische Ausbildung Gedanken, woraus später die Wehrmacht erfolgreich zurückgriff. Zudem erarbeitete er ein geheimes Aufrüstungskonzept, den "Großen Plan" von 1925, der zu einer Truppenstärke entsprechend der Wehrmacht zu Beginn des 2. Weltkriegs führen sollte.
Zudem war er daran interessiert, zum Reichspräsident gewählt zu werden.
Wenn man das alles zusammen nimmt: Wohin strebte von Seeckt insgesamt? Wie war sein Verhältnis zu Stresemann? Hätte er realistische Wahlchancen gehabt, wenn Ebert 1-2 Jahre länger gelebt hätte? Hätte er nach einer Wahl dann seinen "Großen Plan" umsetzen können? Oder wäre ihm jemand wie Scheidemann in die Quere gekommen? Falls er es geschafft hätte, die Reichswehr bis 1932 auf die "Sollstärke" zu bringen, was hätte er dann damit gemacht?
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Hans von Seeckt – Wikipedia
Hans von Seeckt war einerseits Gegner des Nationalsozialismus. Andererseits baute er die Reichswehr zu einer größeren Parallelstruktur im Staatsgefüge aus.
Er machte sich über die soldatische Ausbildung Gedanken, woraus später die Wehrmacht erfolgreich zurückgriff. Zudem erarbeitete er ein geheimes Aufrüstungskonzept, den "Großen Plan" von 1925, der zu einer Truppenstärke entsprechend der Wehrmacht zu Beginn des 2. Weltkriegs führen sollte.
Seeckt betonte in der Ausbildung der Reichswehr Verantwortungsfreudigkeit, Initiative und Führen durch Auftrag.[6] Im Zentrum seiner Truppenausbildung standen das Gefecht der verbundenen Waffen und der Bewegungskrieg mit besonderer Betonung von Flankenangriffen.[7] Seeckts Ausbildungsgrundsätze waren eine wesentliche Grundlage der Erfolge der späteren Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.[8]
Ein detailliertes Aufrüstungskonzept für die Reichswehr bis zu einer Truppenstärke, die der zu Beginn des Zweiten Weltkrieges entsprach, der sogenannte „Große Plan“ von 1925, wurde in Seeckts Auftrag unter strengsten Geheimhaltungsvorkehrungen ausgearbeitet.
Zudem war er daran interessiert, zum Reichspräsident gewählt zu werden.
Seeckt plante, beim Ende der Amtszeit Eberts selbst für das Amt des Reichspräsidenten zu kandidieren, und ließ dazu von seinen Mitarbeitern, darunter Kurt von Schleicher, Vorbereitungen treffen. Eberts frühzeitiger Tod am 28. Februar 1925 verhinderte diesen Plan jedoch, da die Vorbereitungszeit nach Schleichers Ansicht noch nicht ausgereicht hatte.
Wenn man das alles zusammen nimmt: Wohin strebte von Seeckt insgesamt? Wie war sein Verhältnis zu Stresemann? Hätte er realistische Wahlchancen gehabt, wenn Ebert 1-2 Jahre länger gelebt hätte? Hätte er nach einer Wahl dann seinen "Großen Plan" umsetzen können? Oder wäre ihm jemand wie Scheidemann in die Quere gekommen? Falls er es geschafft hätte, die Reichswehr bis 1932 auf die "Sollstärke" zu bringen, was hätte er dann damit gemacht?
Rückblickend auf die Rüstungspolitik in der Weimarer Republik ergibt sich jedoch zweifelsfrei die Tatsache, dass eine langfristige und umfassende Rüstungsplanung nicht erst mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten, sondern schon in der Zeit der Weimarer Republik mit dem ersten und zweiten Rüstungsprogramm einsetzte.