Hatschepsut: Edelmetallsüchtige oder Handelsblüte?

Dieses Thema im Forum "Das Alte Ägypten" wurde erstellt von Kamara, 4. Januar 2013.

  1. Kamara

    Kamara Neues Mitglied

    Hallo Leute:winke:,

    In diesem Thema geht es um Hatschepsuts Regierungszeit.

    Diese hat ihrem Neffen den Thron entrissen und sich selber krönen lassen.
    (Ob das oben Genannte wirklich so gut war...)

    Nun ja, die erste Pharaonin Hatschepsut-Maatkare hat erstmal ihre Macht mit Hilfe von Hapuseneb, dem Hohepriester des Amun sowie Senmut, der mit den über 80 Titeln gefestigt. Dann hat sie Schiffe nach Punt geschickt, die ca. 3 Jahre später erfolgreich, und mit Schätzen beladen zurückgekehrt sind. So haben die Pharaonen eine neue Einnahmensquelle gefunden...

    Allerdings ist z.B. auch bekannt, dass sie riesige Pylonen mit Elektrum ( Legierung aus Gold und Silber) überziehen lassen wollte, aber da ihre Schatzkammern auch nicht unendlich viele Edelmetalle beherbergten,
    musste sie in Folge dessen ständig die Steuern erheben.

    Also, jetzt möchte ich wissen, ob ihr findet, dass sie ein Segen oder eine Plage für Ägypten war.

    Freue mich über viele Meinungen

    Danke im voraus

    Kamara:winke:
     
  2. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Gut, dann definieren wir mal die soziale Basis von "Gerecht" bzw. "Gerechtigkeit", ohne in die Theorie einzusteigen. Vereinfacht gesprochen ist es ein Zustand, in dem es eine gewisse Form der Verteilungsgerechtigkeit gibt und bedeuten würde, dass der Handel und der damit zusammenhängende wirtschaftliche Erlös = Reichtum eine maximale Verteilung in der "normalen Bevölkerung" finden würde.

    Dann wäre der Herrscher ein "gerechter" Herrscher im Sinne des materiellen Wohlstand. Daneben ergibt sich die Frage der Art der politischen Herrschaft und der damit zusammenhängenden "politischen Gerechtigkeit" gegenüber seinen Untertanen und der Sicherung des Friedens bzw. die Art der Sicherung des Landes bzw. des Friedens gegen aggressive Nachbarn.

    Nimmt man diese Aspekte zusammen dann hat man einen gütigen und einen weisen Herrscher. Und dieser Zustand ist in der Historie allerdings selten anzutreffen und sofern er vorhanden ist, somit ein "Segen" für das Volk. Im gegenteiligen Fall ist Herrschaft für das normale Volk ein "Fluch", oder eine Plage. Ob das normale Volk, damals in Ägypten, es auch so wahrnimmt, hängt allerdings von einer Vielzahl kultureller Rahmenbedingungen ab.

    Deswegen die Frage zurück: "Treffen diese Voraussetzungen auf die "Edelmetallsüchtige" zu??"
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2013
  3. Kamara

    Kamara Neues Mitglied

    Die Definition eines "Edelmetallsüchtigen" ist so oder so zu verstehen:
    Die Entdeckung des Landes Punt war in erster Linie eine Bereicherung für sie.
    Aber durch die Entdeckung eröffneten sich auc für das Volk Möglichkeiten, denn nun konnten sie andere Gewürze, oder z.B. fremdartige Tiere kaufen.
    Indirekt hilft sie damit auch Seeleuten und Händlern. Und nun konnte sie ihre eigenen Leute bezahlen (Soldaten)
     

Diese Seite empfehlen