Hitlers persönlichen Kontakten zu Juden

ViktorVW

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In den USA ist beim Verlag TrineDay ein umfangreiches Buch erschienen, das ausschließlich Hitlers persönlichen Kontakten zu Juden oder Personen jüdischer Herkunft gewidmet ist. Das Buch trägt den Titel Hitler’s Jewish Biography (auf Deutsch: Hitlers jüdische Biografie) und wurde von Thomas Frederik verfasst. In neunzig Kapiteln werden zahlreiche jüdische Personen vorgestellt, zu denen Hitler offenbar freundschaftliche Beziehungen unterhielt. Das Werk stützt sich auf authentische historische Quellen, die überprüft werden können.

So hatte Hitler beispielsweise einen jüdischen Vermieter (Hugo Erlanger), einen jüdischen Leibwächter und Privatchauffeur (Emil Maurice), einen jüdischen Wahrsager, der seine Zukunft voraussagte (Erik Jan Hanussen), und eine jüdische Privatköchin (Marlene von Exner). Als letztere entlassen wurde, nachdem ihre jüdische Herkunft in Hitlers Umfeld bekannt geworden war, zeigte Hitler darüber große Unzufriedenheit und versprach ihr zum Abschied, sie vor Verfolgung zu schützen.

Es gab sogar prominente Juden, die im Dienste von Hitlers politischen Erfolgen eingesetzt wurden. Ein auffälliges Beispiel dafür ist Margherita Sarfatti. Sie war die Tochter eines jüdischen Bankiers und über viele Jahre die Geliebte Mussolinis, dem sie auch politisch den Weg ebnete. Als Hitler später mit Mussolini ein Bündnis schmieden wollte, hielt der italienische Diktator ihn zunächst auf Abstand, da er Hitler nicht ausstehen konnte. Erst als Sarfatti (über Hermann Göring) eingeschaltet wurde, um auf Mussolini einzuwirken, gewährte dieser Hitler Zugang, und eine politische sowie militärische Zusammenarbeit kam zustande.

Kurzum: Dieses Buch fügt all dem, was wir bereits über Hitler wussten, eine neue Dimension hinzu. Wer von Ihnen wusste davon?
 
Ein auffälliges Beispiel dafür ist Margherita Sarfatti. Sie war die Tochter eines jüdischen Bankiers und über viele Jahre die Geliebte Mussolinis, dem sie auch politisch den Weg ebnete. Als Hitler später mit Mussolini ein Bündnis schmieden wollte, hielt der italienische Diktator ihn zunächst auf Abstand, da er Hitler nicht ausstehen konnte. Erst als Sarfatti (über Hermann Göring) eingeschaltet wurde, um auf Mussolini einzuwirken, gewährte dieser Hitler Zugang, und eine politische sowie militärische Zusammenarbeit kam zustande.

Das wundert mich jetzt allerdings:

Sarfatti und Schulenburg schätzten einander sehr. In ihren zahlreichen Gesprächen warnte sie vehement vor einem Bündnis zwischen Deutschland und Italien. Darin sah sie lange vor der Machtergreifung Hitlers «eine Lebensgefahr für den Faschismus».
 
Autor Thomas Frederik stützt sich auf eine maßgebliche Quelle: die Biografie von Sarfatti, verfasst von Philip V. Cannistraro und 1993 in New York auf Englisch unter dem Titel „Il Duce's Other Woman: The Untold Story of Margherita Sarfatti, Benito Mussolini's Jewish Mistress, and How She Helped Him Come to Power“ veröffentlicht (deutsche Übersetzung des Titels: „Die andere Frau des Duce: Die Geschichte von Margherita Sarfatti, Benito Mussolinis jüdischer Geliebter, und wie sie ihm half, an die Macht zu kommen“).

Auf Seite 414 dieses Buches (laut den Quellenrecherchen von Thomas Frederik) wird erläutert, dass Schulenberg Sarfatti in Rom traf, um sie zu bitten, Mussolini dazu zu bewegen, ein Abkommen mit Hitler zu schließen. Dieser Bitte kam sie nach.

Persönlich bin ich der Ansicht, dass diese Verwicklung später unter den Teppich gekehrt wurde (sprich: in den Geschichtsbüchern nicht mehr erwähnt oder wiederholt wurde), und zwar aufgrund ihrer politischen Brisanz, da es sich um die Vorstellung handelt, dass eine jüdische Person konstruktiv zur Entstehung der Achsenmächte beigetragen haben könnte...
 
Hermann Göring wird der Satz zugeschrieben: "Wer Jude ist, bestimme ich." - was eine gewisse Willkür offenlegt, denn nach den strengen rassenantisemitischen Denkweisen der Nazis wäre das eigentlich nicht möglich gewesen. Dennoch gab es Personen, für die Ausnahmen gemacht wurden.

jüdische Personen vorgestellt, zu denen Hitler offenbar freundschaftliche Beziehungen
Okay, schauen wir uns das mal an:

So hatte Hitler beispielsweise einen jüdischen Vermieter (Hugo Erlanger),
Den Hitler freundlich grüßte, wenn er ihn im Hausflur traf. Es nutzte Erlanger aber nicht viel, er verlor sein Haus trotzdem und kam nach der Reichspogromnacht nach Dachau. Dass er den WKII überlebte, ist seiner katholischen Ehefrau zu verdanken. Man kann das mit Victor Klemperer vergleichen, der bekam seinen Deportationsbefehl in Dresden auch erst im Februar 1945 (er hatte ebenfalls eine 'arische' Ehefrau) und nutzte die Luftangriffe auf Dresden, um aus der Stadt zu fliehen, mit seiner Frau schlug er sich nach München durch, wo sie von Freunden aufgenommen wurden. Bei Hugo Erlanger ist also auch zu unterstellen, dass er vermutlich, wenn der Krieg noch länger gelaufen wäre und die Ostfront später zusammengebrochen wäre, irgendwann einen Deportationsbefehl erhalten hätte.

einen jüdischen Leibwächter und Privatchauffeur (Emil Maurice),
Emil Maurices Urgroßmutter war Jüdin, das hätte im Normalfall gereicht, um ihn aus der SS auszuschließen, aber keine Verfolgung als Jude bewirkt. Er war nach NS-Rassenlehre kein Jude. Zudem "alter Kämpfer", seit 1919 "dabei".

einen jüdischen Wahrsager, der seine Zukunft voraussagte (Erik Jan Hanussen),
Der 1933 von einem SA-Sturm ermordet wurde. Die Täter wurden verhört, aber nicht gerichtlich belangt. Der eigentliche Mörder, Steinle, trat aus der SA aus und in die SS (Leibstandarte) ein.

und eine jüdische Privatköchin (Marlene von Exner).
War nach NS-Rassegesetzen ein "Mischling zweiten Grades" und somit nicht der Verfolgung ausgesetzt.


Von den vier (Sarfatti nehme ich hier aus, weil sie und H. sich ja offensichtlich nie begegnet sind) hier vorgestellten Personen waren zwei jüdisch und zwei nichtjüdisch, eine Person war "Mischling zweiten Grades", die andere nicht einmal das. Diese zwei hatten - aufgrund ihrer Herkunft - keinerlei Verfolgung zu befürchten. Den anderen beiden nutzte ihre persönliche Bekanntschaft zu Hitler genau nichts.
 
 
Emil Maurice und Hitlers Nichte:
Im Dezember 1927 bat Emil Maurice – Hitlers Chauffeur und Mitbegründer der SS – seinen Chef und Freund Adolf Hitler um die Hand von dessen Nichte Geli Raubal.
Hitler war außer sich vor Wut. Er verlangte, dass die beiden sich für zwei Jahre trennen und sich nur noch unter Aufsicht sehen durften. Im Januar 1928 entließ Hitler Maurice fristlos.

Das Motiv: Lange Zeit galt Eifersucht als Hitlers Hauptmotiv. Spätere Forschungen zeigten jedoch, dass Hitler auch erfuhr, dass Maurice jüdische Urgroßeltern hatte, was für den fanatischen Antisemiten Hitler einen Skandal darstellte.
 
Auf der englischsprachigen Website, die speziell diesem Buch gewidmet ist (hitlerbiography com), findet sich eine chronologische Übersicht über Hitlers Kontakte zu Juden. Ich gebe hier eine Übersetzung ins Deutsche wieder. Bitte beachten Sie: Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem gesamten Inhalt des umfangreichen Buches:

1903–1904: Hitler und Ludwig Wittgenstein – der später als Philosoph bekannt werden sollte – besuchten dieselbe Schule in Linz, Österreich. Um zu verhindern, dass die wohlhabende Familie Wittgenstein unter Verfolgung zu leiden hatte, sorgte Hitler später persönlich dafür, dass die Familienmitglieder (die alle jüdisch waren) „arische Geburtsurkunden“ erhielten. “

1905: Ab seinem siebzehnten Lebensjahr gesteht Hitler einem Mädchen aus seiner Nachbarschaft, das er als Stephanie Isak kennt, seine Liebe. Trotz ihres jüdisch klingenden Nachnamens geht er ihrer Herkunft nie auf den Grund. Die Liebe schwelt jahrelang, entwickelt sich jedoch nie zu einer Romanze, da er zu unsicher ist, um auf sie zuzugehen. Er schickt ihr lediglich Liebesbriefe und beobachtet sie weiterhin aus der Ferne.

1907: Als Hitlers Mutter an Krebs stirbt, dankt er dem jüdischen Hausarzt der Familie überschwänglich für die gute Versorgung seiner Mutter. Dr. Bloch erhält sogar eine Grußkarte vom jungen Hitler, die dieser selbst mit einer Zeichnung (!) illustriert hat. Dank Hitlers Intervention bleibt der Arzt von der Judenverfolgung verschont. Im Jahr 1940 gelingt dem Arzt sogar die Flucht nach Amerika – mit einem Empfehlungsschreiben des nationalsozialistischen Ärzteverbandes (!) in der Tasche, wahrscheinlich auf Empfehlung Hitlers selbst.

Zwischen 1907 und 1913: Hitler und sein Freund Kubizek sind begeisterte Stammgäste bei Musikabenden, die im Haus der wohlhabenden jüdischen Familie Jahoda organisiert werden.


1907–1913: Hitler wird Stammgast im Wiener Café Central, zu dessen Kundschaft viele bekannte jüdische Schriftsteller zählen (darunter Leo Perutz, Egon Friedell und Stefan Zweig) . Ein weiterer Stammgast ist Theodor Herzl, der spätere Gründer des Staates Israel. Ebenso wie der berühmte Psychologe Sigmund Freud, der ebenfalls jüdisch ist. Am Ende des Zweiten Weltkriegs entdeckt ein amerikanischer Soldat an der Wand von Freuds Praxis ein Gemälde, das eindeutig von … A. Hitler signiert ist! Das bedeutet, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich die beiden kannten, und mehr noch, dass Hitler möglicherweise eine Zeit lang von Freud behandelt wurde und (aus Geldmangel) mit Naturalien bezahlt hat, nämlich mit einem von ihm selbst gemalten Landschaftsbild!

(Quelle: hitlerbiography.com, gewidmet dem Buch von Thomas Frederik: Hitler's Jewish Biohraphy)
 
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Zwischen 1907 und 1913: Hitler besucht mit seinem Freund Kubizek einen Gottesdienst in einer jüdischen Synagoge. Kurz darauf erzählt er seinem Freund, dass er Wilhelm Marrs Antisemitischer Liga beigetreten ist. Marr war ein deutscher Journalist (und Kaufmann), der von Prof. Sander L. Gilman in seinem Buch Jewish Self Hatred als Sohn eines getauften Juden beschrieben wurde. Marr prägte den Begriff „Antisemitismus“, den er erstmals (1881) in einem Artikel in einer Wiener Zeitung verwendete, deren Eigentümer … ein Jude war! Marr forderte, alle Juden aus Europa nach Palästina zu vertreiben, wo sie seiner Meinung nach hingehörten. Trotzdem war er dreimal verheiratet, jedes Mal mit einer anderen jüdischen Frau, und hatte mehrere jüdische Geschäftspartner…

1908: Als der jüdische Komponist Gustav Mahler, ehemaliger Direktor der Wiener Oper, aufgrund des zunehmenden Antisemitismus in der Bevölkerung und unter Meinungsmachern unter Beschuss geriet, verteidigte Hitler ihn weiterhin offen und erklärte, er erkenne in ihm „einen würdigen Interpreten Wagners“.

1908: Hitler ist regelmäßiger Gast im Wiener Café Branntweiners, das von einem Juden namens Jakob Wasserberg geführt wird.
1908: Zusammen mit seinem Jugendfreund Kubizek besucht Hitler ein Theaterstück des jüdischen Schriftstellers Frank Wedekind. Nach der Vorstellung zerrt er seinen Freund ins Rotlichtviertel, um ihm einen Vortrag über die Gefahren der Prostitution zu halten. Der weltberühmte Holocaust-Überlebende und Jäger von Nazi-Kriegsverbrechern Simon Wiesenthal kam später zu dem Schluss, dass Hitler sich bei einem Besuch bei einer jüdischen Prostituierten mit Syphilis angesteckt habe. Laut Wiesenthal war dies Hitlers Motiv, den Holocaust aus Rache durchzusetzen. Wer Mein Kampf liest, wird feststellen, dass Hitler der Syphilis und ihrem „Verursacher“, der Prostitution, ganze Seiten widmet, sie als „jüdische Probleme“ bezeichnet und als Lösung vorschlägt, „die Ursache zu vernichten!“ Als Hitler berühmt wird, wählt er Theodor Morrell als seinen Leibarzt. Bis dahin war Morrell als Spezialist für Geschlechtskrankheiten bekannt. Von dem Moment an, als Hitler sein Patient wurde, verschwand das Schild an seiner Haustür, auf dem dies vermerkt war, auf mysteriöse Weise … Vor dieser Zeit wurde Morrells Haus oft mit dem Wort „Jude“ beschmiert, wegen seines ausgeprägt jüdischen Aussehens und der Tatsache, dass er viele Juden zu seinen Patienten zählte. Mit dem Eintreffen Hitlers als seinem wichtigsten Patienten endeten diese Schikanen schlagartig.

Um 1909: Als Hitler in finanzielle Not gerät, nimmt er dankbar die jüdischen Suppenküchen und andere jüdische Wohltätigkeitseinrichtungen in Anspruch, die Wien zu bieten hat.

1909–1913: Der junge Künstler Hitler schließt einen Geschäftsvertrag mit dem Wiener Juden Jakob Altenberg, einem Rahmenmacher, um seine Gemälde in dessen Laden zu verkaufen. Als Hitler beschließt, in einer Männerpension in der Meldemanstraße zu wohnen, zählt er mehrere Juden zu seinen Freunden: Josef Neumann (einen Kupferreiniger), Siegfried Löffner (einen Verkäufer) und Simon Robinson (einen Schlosser). Letzterer leiht Hitler sogar regelmäßig Geld, wenn dieser knapp bei Kasse ist...

(Quelle: hitlerbiography.com, gewidmet dem Buch von Thomas Frederik: Hitler's Jewish Biohraphy)
 
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1909: Hitler besucht Jörg Lanz von Liebenfels, den Herausgeber seiner Lieblingszeitschrift Ostara, die rassistische Botschaften verbreitet. Lanz wird als Erster das Hakenkreuz als Logo verwenden, noch bevor die NSDAP gegründet wird, und verschweigt, dass seine Mutter eine Jüdin namens Katherine Hoffenreich war. Nach dem Krieg erklärte Lanz, Hitler habe seine rassistischen Ideen gestohlen, „obwohl er [Hitler] selbst einer minderwertigen Rasse angehörte“. Damit schien er anzudeuten, dass er wusste, Hitler sei kein Arier.

1911 oder 1912: Hitler betritt zum ersten Mal das Geschäft des Juden Samuel Morgenstern. Wie ein anderer Wiener Jude (Jakob Altenberg) wird auch Morgenstern beginnen, Hitlers Gemälde zu verkaufen.

22. März 1912: Hitler besucht in Wien einen Vortrag seines Lieblingsautors Karl May. Während des Vortrags bekundet der Schriftsteller lautstark seine Sympathie für das Judentum. Es hat sich gezeigt, dass Hitler dies nicht störte, denn als KarlMay kurz darauf stirbt, nimmt Hitler (am 3. April 1912) unter Tränen an der Beerdigung seines Idols teil. Im Jahr 1942 kann eine Gedenkfeier an Mays Grab anlässlich seines 100. Geburtstags nicht stattfinden, als die Nazis entdecken, dass der Schriftsteller neben seinem engen jüdischen Freund Richard Plöhn begraben ist. Doch selbst diese Tatsache war für Hitler kein Grund, seinen Lieblingsschriftsteller aufzugeben. Ein Jahr später (1943) ließ er nicht weniger als 300.000 Exemplare von Mays berühmtestem Buch, Winnetou, auf Staatskosten drucken, um sie kostenlos an seine Soldaten an der Ostfront zu verteilen!

Nach 1912: Hitlers Halbbruder Alois Hitler Junior, mit dem er als Kind aufgewachsen war, zog nach Liverpool (Vereinigtes Königreich) und arbeitete dort als Kellner in einem jüdischen Café.

Sommer 1916: Hitler trat in die deutsche Armee ein und stand unter dem Kommando des Juden Ernst Moritz Hess. Im August 1940 sandte Himmler als Chef der SS einen Brief an die Gestapo, in dem er sie anwies, dem Juden Hess auf Hitlers Wunsch Schutz zu gewähren. Hess überlebte den Krieg und begann anschließend eine Laufbahn bei der Eisenbahn, nachdem er eine Ernennung zum Richter abgelehnt hatte.
Der Soldat Hitler hat an der Front einen jüdischen Vorgesetzten, Leutnant Hugo Gutmann, der von seinem Rekruten sehr begeistert ist. Er schlägt ihn für eine Auszeichnung vor, das Eiserne Kreuz erster Klasse, das Hitler anschließend erhält. Hitler wird diese Medaille für den Rest seiner Laufbahn bei allen Anlässen weiterhin mit Stolz tragen. Während des Zweiten Weltkriegs gelingt Gutmann die Flucht nach Amerika. Einer amerikanischen Zeitung zufolge geschah dies mit Hilfe von Hitlers Adjutanten. Übrigens verbrachte Hitler seine gesamte Freizeit bei den Truppen damit, einen von ihm gekauften Kunstführer über Berlin zu lesen, der von einem bekannten Juden verfasst worden war: Max Osborn. Während seiner Amtszeit als Diktator wird dieser Führer Hitler dazu inspirieren, große Bauprojekte in Angriff zu nehmen … in Berlin.

(Quelle: hitlerbiography.com, gewidmet dem Buch von Thomas Frederik: Hitler's Jewish Biohraphy)
 
14. Oktober 1918: Als Soldat an der Front des Ersten Weltkriegs fällt Hitler einem britischen Angriff mit Giftgas zum Opfer, das zuvor vom jüdischen Chemiker Fritz Haber erfunden worden war. Ich, Hitler, fiel in der Nähe von Ypern einem britischen Angriff mit einem Giftgas zum Opfer, das zuvor vom jüdischen Chemiker Fritz Haber erfunden worden war. Während des Zweiten Weltkriegs setzten die Nazis eine Variante desselben tödlichen Gases – Zyklon B – in großem Umfang ein, um die Juden zu vergasen…

Oktober 1918: Der Soldat Hitler, der behauptet, nach einem Giftgasangriff auf dem Schlachtfeld erblindet zu sein, wird in die Klinik in Pasewalk verlegt. Bei seiner Ankunft wird er gründlich von dem jüdischen (!) Neurologen Dr. Karl Kroner untersucht, der in der Krankenakte vermerkt, dass seiner Meinung nach Hitler an Hysterie litt. Er überweist ihn zur Behandlung an seinen Kollegen Dr. Edmund Forster, der vom jüdischen Psychologen Sigmund Freud beeinflusst war, der 1895 sein Buch Studien über Hysterie veröffentlicht hatte. Forster wandte bei Hitler eine vom jüdischen Freud verschriebene Behandlungsmethode für Hysterie an: Suggestion durch Hypnose. Die Behandlung war auf wundersame Weise erfolgreich: Der schwache, blinde Hitler verwandelte sich augenblicklich in einen starken, sehenden Krieger mit einer Berufung! Diese Verwandlung sollte der jüdische Schriftsteller Ernst Weiss (der mit der Krankenakte vertraut war) in seinem Roman Ich, der Augenzeuge beschreiben, mit dessen Niederschrift er 1938 beginnen würde.

21. Februar 1919: Der jüdische Militante Anton von Arco auf Valley ermordet auf offener Straße den jüdischen Kommunistenführer Kurt Eisner, den damaligen Ministerpräsidenten von Bayern.
Von Arco hatte zuvor versucht, der Thule-Gesellschaft beizutreten, einer radikalen nationalistischen Gruppe, aus der die politische Partei DAP hervorging, die weniger als ein Jahr später in NSDAP umbenannt wurde. Da ihm die Mitgliedschaft verweigert worden war, wollte Arco mit seinem Anschlag auf Eisner – der von der Thule-Gesellschaft als Feind angesehen wurde – Eindruck machen und so doch noch die Anerkennung erlangen, die er suchte. Diese Mission gelang ihm: Trotz seiner jüdischen Herkunft wurde er von den Nationalisten zum Helden erhoben. Durch die Beseitigung Eisners ebnete er den Weg für den Aufstieg der Nationalsozialisten.

Februar 1919: Hitler wird fotografiert, wie er mit einem schwarzen Armband am Trauerzug für den ermordeten jüdischen Kommunistenführer Kurt Eisner teilnimmt. Historiker sind sich uneinig über Hitlers Motiv für diese Teilnahme: War er als Spion tätig oder als jemand, der sich politisch noch orientierte und eine Zeit lang erwog, sich den (jüdischen) Kommunisten anzuschließen?

1919: Der Schriftsteller Alfred Rosenberg emigriert aus Estland (damals Teil des Russischen Reiches) nach München, um sich der radikal-nationalistischen Thule-Gesellschaft anzuschließen. Er bringt ein Exemplar eines berüchtigten Buches mit, das behauptet, eine geheime jüdische Elite sei aktiv, die die ganze Welt erobern wolle, indem sie neue Kriege auslöse, um Länder und Völker gegeneinander aufzuhetzen. Titel: Die Protokolle der Weisen von Zion. Indem er die Thule-Gesellschaft auf dieses Buch aufmerksam macht, sammelt er Pluspunkte und wird später Chefredakteur des „Völkischen Beobachters“, der Zeitung der NSDAP. In seinen eigenen Beiträgen für diese Zeitung wettert er ununterbrochen gegen das Judentum. Hitler beförderte ihn daraufhin zum Parteideologen, trotz Rosenbergs jüdisch klingendem Nachnamen. Der jüdische Journalist Franz Szell, der in Rosenbergs Heimatstadt lebte, recherchierte dessen Abstammung und entdeckte jüdische Wurzeln. Sogar die Vatikanzeitung L’Osservatore Romano berichtete darüber in ihrer Ausgabe vom 15. September 1937. Ernst Hanfstaengl erwähnt in seinen Memoiren, dass Rosenberg einen jüdischen Assistenten namens Holoschi hatte. Hermann Göring hingegen fand heraus, dass Rosenberg eine Liebesbeziehung mit einer Jüdin namens Lisette Kohlrausch hatte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Rosenberg von Hitler zum „Minister für den Osten“ ernannt. Gerade dort, in den besetzten osteuropäischen Gebieten, sollten die meisten jüdischen Opfer des Holocaust ihr Leben verlieren … Als direkt Verantwortlicher dafür wurde Rosenberg vom Nürnberger Tribunal zum Tode verurteilt.

1919: Der Forscher Dietrich Bronder schreibt in seiner historischen Studie Bevor Hitler kam, dass Hitler 1919 vom jüdischen Abenteurer Ignaz Trebitsch-Lincoln eine Spende in Höhe von 30.000 Mark erhielt, die zur Gründung der NSDAP-Parteizeitung Völkischer Beobachter verwendet wurde. Im Jahr 1925 erwog Hitler, seinen Parteideologen Alfred Rosenberg durch Trebitsch-Lincoln zu ersetzen. Selbst nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bot Trebitsch-Lincoln (der damals im Fernen Osten tätig war) Hitler weiterhin seine Dienste an.

Anfang der 1920er Jahre wandte sich Hitler persönlich an den halbjüdischen Komponisten Walter Braunfels (dessen Musik er angeblich liebte) und fragte ihn, ob er bereit wäre, eine Hymne für die noch junge NSDAP zu schreiben. Der Komponist lehnte ab, und Hitler wurde abgewiesen. Stephan Braunfels (der Enkel des Komponisten) ließ diesen Vorfall 2011 von der Zeitung The New York Times im Anschluss an ein Interview über das Leben seines Großvaters veröffentlichen.

(Quelle: hitlerbiography.com, gewidmet dem Buch von Thomas Frederik: Hitler's Jewish Biohraphy)
 
Anfang der 1920er Jahre: Hitler beginnt, die Musik von Richard Wagner zu verehren, und sucht Kontakt zur Familie Wagner, mit der er sich anfreunden wird. Hitler betrachtete Wagner als sein großes Idol, obwohl Wagner in seinen frühen Jahren als
„jüdischer Bastard“ bekannt war. Wagners Mutter hatte eine außereheliche Affäre mit einem jüdischen Schauspieler namens Richard Geyer. Als Richard Wagner erst wenige Monate alt war, starb sein offizieller Vater an Typhus. Mutter und Kind zogen zu dem jüdischen Schauspieler, und in den ersten vierzehn Jahren seines Lebens war Richard Wagner als Richard Geyer bekannt. Da der Schauspieler das Kind oft zu Theateraufführungen mitnahm, entwickelte der kleine Richard eine Liebe zur Bühne, die ihm später als Opernkomponist zugutekommen sollte. Als seine ersten Werke wenig Erfolg hatten, wandte sich Wagner an den äußerst erfolgreichen jüdischen Komponisten Giacomo Meyerbeer, in der Hoffnung, dieser würde seiner Karriere Auftrieb geben. Als Wagner von Meyerbeer zurückgewiesen wird, verwandelt er sich in einen fanatischen Antisemiten. Später im Leben, als Wagner einen Stapel Liebesbriefe findet, die seine Mutter und der jüdische Geyer sich um die Zeit seiner Geburt herum geschrieben hatten, beginnt Wagner zu vermuten, dass Letzterer sein leiblicher Vater sein könnte. Friedrich Nietzsche war davon bereits überzeugt, ebenso wie der berühmte jüdische Verleger Ullstein. Als er eines Tages Besuch von der Gestapo erhielt, die verlangte, alle Informationen über Juden aus den Archiven zu entfernen und zu verbrennen, antwortete er lakonisch: „Was sollen wir mit Richard Wagner machen? Es besteht kein Zweifel, dass er der Sohn – natürlich unehelich – des Juden Geyer war.“

3. Juni 1920: Hitlers Halbschwester Angela Raubal wird als Küchenchefin an der jüdischen Schule Mensa Academica Judaïca in Wien eingestellt. Sie wird dort bis 1923 arbeiten, und es gibt Zeugnisse, dass sie ihre jüdischen Schüler leidenschaftlich vor antisemitischen Schikanen schützte. Diese Tatsache hinderte Hitler nicht daran, sie und ihre Tochter Geli viele Jahre lang finanziell zu unterstützen. Ab 1928 beschäftigte Hitler sie als Haushälterin für sein Chalet in Berchtesgaden.

1921: Von 1921 bis 1929 (acht Jahre lang!) zahlte Hitler Miete an einen jüdischen Vermieter: Hugo Erlanger. Erlanger erklärte später, er habe Hitler durchaus sympathisch gefunden. Sie sahen sich fast täglich und unterhielten sich oft über dies und das. „Er hat mir nie das Gefühl gegeben, dass er auf mich herabblickte“, sagte Erlanger später.

1922: Der berühmte Autor Bertolt Brecht wird Zeuge einer zufälligen Begegnung Hitlers mit dem berühmten jüdischen Schriftsteller Lion Feuchtwanger (dem Autor von Jud Süß) in einem Café und ist erstaunt zu sehen, wie Hitler den bekannten Juden mit größtem Respekt behandelt und ihm sogar in den Mantel hilft...

1923: Es kursierten Gerüchte, Hitler habe sich mit einer Frau jüdischer Abstammung verlobt. Gemeint war Erna Hanfstaengl, die Schwester von Hitlers gutem Freund und Pressesprecher Ernst „Putzi“ Hanfstaengl, die eine jüdische Großmutter mit dem jüdischen Familiennamen Heine hatte. Hitler ließ in einer Zeitung eine Anzeige schalten, in der er erklärte, er sei nicht verlobt, und betonte zudem, dass die Dame, mit der er in Verbindung gebracht wurde, nicht jüdischer Abstammung sei. ..

1923: Hitler plant einen Staatsstreich im Löwenbraukeller und im Burgerbräukeller, die beide zum Gastronomieimperium des jüdischen Bierbrauers Joseph Schülein gehören. Auch Jahre nach dem gescheiterten Putsch nutzte er diese beiden Lokale weiterhin als regelmäßigen Treffpunkt mit seinen Männern, obwohl dort ausschließlich jüdisches Bier ausgeschenkt wurde. Um die guten Beziehungen nicht zu stören, überschüttet der jüdische Brauer den örtlichen NSDAP-Führer Christian Weber mit Bestechungsgeldern und Geschenken.

1923: Als Teilnehmer am gescheiterten Hitler-Putsch wird Hermann Göring verwundet. Er flieht und kann sich im Haus des jüdischen Möbelherstellers Robert Ballin verstecken. Ballins Frau und Schwester hatten eine medizinische Ausbildung und leisteten Göring Erste Hilfe.
Jahre später, als diese jüdische Familie im Konzentrationslager Dachau inhaftiert ist, sorgt Göring persönlich dafür, dass sie freigelassen werden. (Übrigens bestellte Hitler die Möbel für seine Privatresidenz am Prinzregentenplatz bei derselben jüdischen Firma. Auch seine Vorhänge kaufte er im Stoffgeschäft der jüdischen Brüder Wallach… ). Um der Verhaftung zu entgehen, tauchte Göring im Schloss seines jüdischen Paten Hermann Epenstein unter, der eine langjährige Liebesbeziehung mit Görings Mutter gehabt hatte. Görings jüngerer Bruder Albert ähnelte Epenstein äußerlich so sehr, dass Gerüchte kursierten, er könnte Alberts leiblicher Vater gewesen sein. Ob wahr oder nicht – als Albert Göring nach dem Krieg vor dem Nürnberger Tribunal erschien, wurde er freigelassen, nachdem er nachgewiesen hatte, dass er 34 Juden das Leben gerettet hatte. In seiner Biografie über Hitler erwähnt der jüdische Journalist Konrad Heiden, dass Hermann Göring in seinen jungen Jahren bei dem wohlhabenden jüdischen Geschäftsmann und Industriellen Camillo Castiglione beschäftigt war.

(Quelle: hitlerbiography.com, gewidmet dem Buch von Thomas Frederik: Hitler's Jewish Biohraphy)
 
1923: In Mein Kampf stellt Hitler Karl Marx als das Aushängeschild des internationalen Judentums dar, das bekämpft werden muss. Marx (der aus einer Rabbinerfamilie stammte) hatte sich jedoch schon lange vor Hitler selbst vom Judentum abgewandt und sogar antisemitische Ansichten geäußert. In seinem Aufsatz Zur Judenfrage (1843) argumentierte Marx, dass Juden keine Gleichberechtigung verdienten, sondern „verschwinden sollten“...

1923: Hitler holt sich Rat in geopolitischen Fragen bei einem ehemaligen Lehrer seines Mitstreiters Rudolf Hess: Karl Haushofer, der Hitler rät, eine Politik des Lebensraums zu verfolgen. Haushofer ist mit Martha Doss verheiratet, die Jüdin ist, und gemeinsam haben sie einen Sohn, Albrecht Haushofer. Als Albrecht und seine Mutter Ende der 1930er Jahre als Juden verfolgt werden, sorgt Hess persönlich dafür, dass sie Schutz erhalten. (Bis bekannt wird, dass Albrecht an einer Verschwörung zum Sturz des Regimes beteiligt ist.) In ihren Memoiren enthüllte Bertha Spafford Vester (Tochter von Horatio Spafford, der eine religiöse Kommune in Jerusalem leitete), dass Rudolf Hess (der in der ägyptischen Stadt Alexandria geboren wurde) als Kind in Jerusalem aufwuchs, als sein Vater dort für eine gewisse Zeit zum Vizekonsul ernannt wurde.

8. November 1923: Hitler nutzt die Automarke Mercedes zum ersten Mal „offiziell“ als sein Dienstfahrzeug. Sein erster Mercedes ist rot, und er wird darin zum Bürgerbraukeller gefahren, wo er einen Staatsstreich versuchen wird. Für den Rest seiner Karriere wird er diese Automarke weiterhin als „die Automarke des Führers und des Dritten Reiches“ bewerben. Es scheint ihn nicht zu stören, dass Mercedes nach Mercedes Jellinek benannt ist, der jüdischen Tochter des ersten wohlhabenden Käufers des Automodells (nachdem es erst 421 Tage auf dem Markt war). Ihre beiden Großeltern waren Rabbiner. Hitler unternahm nie den Versuch, den Namen „seiner“ Automarke zu ändern.

1924: Nach seinem gescheiterten Putsch verbüßte Hitler seine Haftstrafe in Landsberg, zusammen mit Emil Maurice, einem seiner frühesten Weggefährten. Sie wurden enge Freunde, und Maurice fungierte als Hitlers Leibwächter, Fahrer und Vertrauter. Emil Maurice wurde zudem Mitbegründer der gefürchteten SS. Als Hitler später „entdeckt“, dass Maurice jüdischer Abstammung ist, lässt er ihn nicht im Stich und schützt ihn weiterhin. Maurice erhält sogar eine Beförderung nach der anderen, und sein Gehalt wird deutlich erhöht. Hitler zwang Himmler, Maurice und seinen Brüdern den Titel „Ehrenarier“ zu verleihen.

Bis 1930: Hitlers Schwester Paula Hitler arbeitete als Schreibkraft bei einer jüdischen Versicherungsgesellschaft.

1931: Hitler gibt dem jüdischen Journalisten Max Fraenkel ein Interview, das am 23. Januar 1931 in der amerikanischen Wochenzeitschrift The Jewish Criterion erscheint.

1932: Hitlers rechte Hand Joseph Goebbels veröffentlicht eine Broschüre, in der er das Gerücht widerlegt, er selbst habe jüdische Vorfahren. In seiner Jugend bewunderte er Juden so sehr, dass er in der Schule den Spitznamen „der Rabbi“ erhielt. Seine Lieblingslehrer waren Juden, und er promovierte mit Hilfe eines jüdischen Mentors. Nach Abschluss seines Studiums wollte er als Schriftsteller oder Journalist berühmt werden. Er bewarb sich bei zwei jüdischen Zeitungen – dem Berliner Tageblatt und der Vossischen Zeitung –, wurde jedoch abgelehnt. Als er dem jüdischen Verlag Ullstein den Entwurf eines Romans schickte, wurde er ebenfalls abgelehnt. Von da an scheint sich seine Zuneigung zu Juden in blinden Hass auf Juden zu verwandeln. Als seine Freundin, die Lehrerin Else Janke, ihm erzählt, dass sie halb jüdisch ist, beendet er die Beziehung. Später heiratet er Magda Behrend, die die Tatsache verschweigt, dass sie bei einem jüdischen Stiefvater, Richard Friedlander, aufgewachsen ist. Seit ihrem neunten Lebensjahr wuchs Magda als Magda Friedlander auf. Ihre erste Liebe war Victor Arlosoroff, ein jüdischer Zionist, der nach Palästina gezogen war, um die Gründung des Staates Israel vorzubereiten … Goebbels’ Ehe mit Magda wurde von Hitler gebilligt. Magda und Hitler sind wahnsinnig ineinander verliebt; Magda vergöttert Hitler sogar, und Hitler kann nicht widerstehen, sie oft zu besuchen, auch wenn ihr Ehemann Joseph nicht zu Hause ist. Magdas Verehrung für Hitler ist so groß, dass sie all ihre Kinder – insgesamt sechs – mit Namen benennt, die mit dem Buchstaben „H“ für Hitler beginnen. Goebbels ist vor Eifersucht außer sich, wagt es aber nicht, etwas dagegen zu unternehmen. Da Hitlers geliebte Eva Braun aufgrund ihres jungen Alters im Hintergrund gehalten wird, tritt Magda Goebbels bis 1945 als „First Lady“ des Dritten Reiches in den Vordergrund. Im Jahr 1946 erzählte Hitlers Frau dem Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten, Otto Meissner, dass Magda ihr persönlich anvertraut habe, es sei nicht Goebbels, sondern Hitler gewesen, der ihr den Sohn Helmut gezeugt habe! Im Jahr 2016 entdeckte der Historiker Oliver Hilmes in Berliner Archiven ein Dokument, aus dem hervorgeht, dass Magda Goebbels’ leiblicher Vater … ihr Stiefvater, der Jude Richard Friedlander, war! Kurz gesagt: Hitler hatte nicht nur eine heimliche Beziehung zu einer jüdischen Frau – Goebbels’ Ehefrau –, sondern zeugte höchstwahrscheinlich auch ein Kind mit ihr!

(Quelle: hitlerbiography.com, gewidmet dem Buch von Thomas Frederik: Hitler's Jewish Biohraphy)
 
1932: Hitler verliebt sich tief in die erfolgreiche deutsche Schauspielerin Renate Müller. Als er sie von der Gestapo beschatten lässt, berichten diese Hitler, dass sie eine heimliche Liebesbeziehung mit dem Sohn eines jüdischen Bankiers, Georg Deutsch, unterhält. Renate Müller wird später unter mysteriösen Umständen sterben, nachdem sie aus dem Fenster ihres eigenen Hauses gestürzt ist.

1932: Hitler wendet sich an die Schauspielerin und Filmemacherin Leni Riefenstahl und bittet sie, seine Propagandafilme zu drehen. Sie willigt ein, obwohl ihr Entdecker ein jüdischer Bankier (Heinrich Richard Sokal) war, der ihre ersten Filme finanzierte und produzierte und mit dem sie eine langjährige Liebesbeziehung hatte. Mit Filmen wie Triumph des Willens (1935) und Olympia (1936) machte sie das Dritte Reich in den Augen von Millionen von Zuschauern attraktiver. Es gibt Hinweise darauf, dass Riefenstahl ihre Abstammungsurkunde gefälscht hat, um die Tatsache zu verbergen, dass sie eine jüdische Großmutter hatte. Dies wird in einer kürzlich erschienenen Biografie über sie erwähnt. Auch Hitlers jüdischer Nachbar Edgar Feuchtwanger erwähnte dies in seinen Memoiren (Hitler, mein Nachbar): „Danach soll Hitler Leni Riefenstahl, die genug davon hatte, verlassen haben – oder vielmehr soll er sie verlassen haben, als sich herausstellte, dass einer von Lenis Großeltern jüdisches Blut hatte.“

1932: Hitler ernennt den jüdischen Hellseher Erik Jan Hanussen zu seinem persönlichen Wahrsager und konsultiert ihn häufig. Hanussen sagte Hitler „einen großen Sieg“ bei den Wahlen voraus, denen Hitler mit Unsicherheit entgegenblickte. Verdächtig ist, dass Hanussen auch den großen Reichstagsbrand von 1933 (der Hitler und den Nazis uneingeschränkte Macht verschaffen sollte) einen Tag vor dessen Eintreten voraus. Hanussen war das Pseudonym eines tschechischen Juden namens Hermann Steinschneider. Sein Vater arbeitete als Hausmeister in einer Synagoge.

1932: Hitler lädt den jüdischen Journalisten Sefton Delmer ein, ihn auf seiner Wahlkampftour durch Deutschland zu begleiten. Er darf sogar mit Hitler in dessen Privatflugzeug fliegen.

8. Dezember 1932: Die berühmte Schauspielerin Gretl Slezak und Hitler sind beide Gäste auf einer Party im Haus der Goebbels und flirten offen miteinander, obwohl bekannt ist, dass ihre Mutter Elsa Wertheim halbjüdisch ist. Der diensthabende Pianist Ernst Hanfstaengl wird Zeuge der amourösen Begegnung. Die erotische On-Off-Beziehung wird Jahre andauern. Hitlers Sekretärin Christa Schröder schreibt in ihren Memoiren, dass sie als Vermittlerin beim Austausch von Liebesbriefen zwischen den beiden fungierte. Sie bezeugt in dem Buch außerdem, dass Slezak aufgrund ihrer jüdischen Abstammung in den 1930er Jahren ohne Hitlers ausdrückliche Erlaubnis niemals hätte weiter an der Deutschen Oper arbeiten können. . Der Historiker und Hitler-Experte Werner Maser ist überzeugt, dass Hitler und Slezak eine sexuelle Beziehung hatten.

1933: Von Hindenburg ernennt Hitler zum Reichskanzler, woraufhin Hitler dem Politiker Theodor Duesterberg (dem Vorsitzenden des Stahlhelms) ein Ministeramt in seinem Kabinett anbietet. Hitler bietet ihm das Amt des „Arbeitsministers“ an. Allerdings war bereits im Vorjahr bekannt geworden, dass Duesterberg jüdischer Abstammung war. Duesterberg lehnte Hitlers Angebot höflich ab.

1933: Der jüdische Philosoph Theodor Lessing veröffentlicht sein Buch Deutschland und seine Juden, in dem er schreibt, dass das jüdische Volk seiner Meinung nach „rein“ bleiben und sich nicht mit anderen Völkern vermischen dürfe. Er schreibt: „Denn starke Rassen entstehen durch Inzest (…). Eine Vermischung von Juden mit Ariern (…) würde vielmehr dazu führen, dass die erworbenen Rassenwerte der Juden verschwinden. Zufällige Mischehen wären daher schädliche Ehen, nicht für die Deutschen, sondern vielmehr für die Juden.“

1933: Der jüdische Studentenführer Hans Joachim Schoeps gründet Der Deutsche Vortrupp, einen Verein deutsch-jüdischer Anhänger Hitlers, die auch als „Nazi-Juden“ bezeichnet werden. Schoeps betrachtete „Ostjuden“ (jüdische Einwanderer aus Osteuropa) als „eine ernsthafte Bedrohung für unseren sozialen Status“ und machte sie für den nationalsozialistischen Antisemitismus verantwortlich.
Er schreibt Briefe an Hitler, in denen er seinen Respekt zum Ausdruck bringt und eine Zusammenarbeit anbietet. Dr. Max Naumann, ein Jude aus dem Verband nationaldeutscher Juden, setzte sich ebenfalls für Hitler ein. Er plädierte für ein Einwanderungsverbot für „Ostjuden“, da er der Ansicht war, dass diese „Horden halbasiatischer Juden gefährliche Gäste seien, die verbannt werden müssten“.

(Quelle: hitlerbiography.com, gewidmet dem Buch von Thomas Frederik: Hitler's Jewish Biohraphy)
 
1933: Propagandaminister Goebbels macht den deutschen Schauspieler Emil Jannings zum Star des Dritten Reiches. Jannings war aus Amerika zurückgekehrt, nachdem er in Hollywood den allerersten Oscar gewonnen hatte. Im Jahr 1935 spielte er die Hauptrolle in dem Film Der Alte und der Jüngere König, in dem er den Zuschauern das „Führerprinzip“ vermitteln sollte: blinder Gehorsam gegenüber dem Führer, also Hitler. Im Jahr 1937 tat er dies erneut in dem Film Der Herrscher. Hitler war von diesem Film so angetan, dass er dem Schauspieler eine private Audienz gewährte und ihn mit Komplimenten überschüttete. Im Gegenzug setzte sich Jannings für Hitler ein. Jannings erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen vom Regime, obwohl seine Mutter Jüdin war. Beide Seiten (Jannings und die Nazis) hielten diese Abstammung sorgfältig vor der Öffentlichkeit verborgen. Der deutsche Historiker Frank Noach, der 2012 eine Biografie über Jannings veröffentlichte, fand heraus, dass seine Mutter tatsächlich Jüdin war.

1933: Die Nazis engagieren den amerikanischen Juden Carl R. Byoir, um eine groß angelegte Werbekampagne für den Tourismus in Deutschland zu starten. Es ist unmöglich, dass die Nazis nicht wussten, dass Byoir Jude war: Er war zu dieser Zeit bereits sehr bekannt, und außerdem hatten die Nazis zuvor bereits einen anderen (noch berühmteren) Juden mit derselben Bitte angesprochen: Edward Bernays (ein Cousin von Sigmund Freud), der Goebbels inspirierte und als „Vater der PR“ galt. Bernays lehnte den Auftrag ab, doch Byoir willigte ein und erhielt von Nazideutschland monatlich sechstausend US-Dollar.

Frühjahr 1933: Der SS-Offizier Leopold von Mildenstein und der Berliner Jude Kurt Tüchler (ein Zionist) reisen gemeinsam nach Palästina, um herauszufinden, ob sich das Gebiet dafür eignet, möglichst viele europäische Juden dorthin zu schicken. Von Mildenstein verfasste eine Artikelserie über seine Reise, die er in der NS-Zeitung Der Angriff (unter der Leitung von Goebbels) veröffentlichte. Die Artikel erschienen unter dem Titel Ein Nazi fährt nach Palästina. Von Mildenstein war voll des Lobes für die Juden, die sich bereits in der Region niedergelassen hatten. Als Andenken an die Reise wird die Zeitung eine bronzefarbene Gedenkmünze herausgeben, auf deren Vorderseite ein Hakenkreuz und auf deren Rückseite ein Davidstern abgebildet ist!

16. März 1933: Hitler empfängt den Präsidenten des Deutschen Olympischen Komitees, Theodor Lewald, der halbjüdischer Herkunft ist. Lewald versucht, Hitler davon zu überzeugen, die Olympischen Spiele 1936 in Berlin auszurichten. Hitler ist zunächst skeptisch, lässt sich aber schließlich überzeugen, als Lewald betont, dass dies ein immenser Propagandacoup für das NS Regime wäre. Im Jahr 1937 schickt Hitler ihm einen persönlich unterzeichneten Brief, in dem er ihm für die „äußerst erfolgreiche“ Ausrichtung der Spiele dankt. Bei den Spielen gewinnt die jüdische Fechterin Helene Mayer Silber für Nazideutschland. Auf dem Podium macht sie den Hitlergruß.

29. März 1933: Die jüdische Journalistin Bella Fromm (die mit Göring, Hess und Goebbels gut befreundet ist) wird zu einem Empfang mit Hitler eingeladen und ihm vorgestellt. Er küsst ihr die Hand.

20. April 1933: In seiner Landresidenz lernt Hitler ein siebenjähriges jüdisches Mädchen (Rosa Bernile Nienau) kennen, mit dem er sich anfreundet. Sie werden oft gemeinsam fotografiert, sie darf ihn immer wieder besuchen, und sie schreiben sich auch liebevolle Briefe. Das Kind wird „das Kind des Führers“ genannt. “ Als Hitlers Sekretär Bormann erfährt, dass Hitler oft Besuch von einem jüdischen Mädchen erhält, verbietet er dem Mädchen und ihrer Mutter fortan den Zutritt zum Anwesen. Hitlers Privatfotograf Hoffmann enthüllt die Geschichte in seinen Memoiren. Hitler war wütend und enttäuscht, als er erfuhr, dass das jüdische Mädchen ihn nicht mehr besuchen durfte. Er beschwerte sich bei Hoffmann: „Manche Leute haben einfach ein Händchen dafür, mir all meine kleinen Freuden zu verderben!“

Juni 1933: Hitlers Boxchampion Max Schmeling trifft den Führer, der weiß, dass Schmeling von einem jüdischen Manager, Joe Jacobs, trainiert wird. Schmeling erklärte später öffentlich, dass Hitler dagegen nichts einzuwenden hatte.

August 1933: Hitlers Regierung und der Deutsche Zionistenbund unterzeichnen das Haavara-Abkommen, das deutsche Juden zur Auswanderung nach Palästina ermutigt und den massiven Transfer jüdischer Gelder und Vermögenswerte nach Palästina ermöglicht. Infolge dieses Abkommens gelingt es 50.000 bis 60.000 Juden, noch vor Beginn des Holocausts nach Palästina zu ziehen, zusammen mit 140.000 Millionen Reichsmark.

August 1933: Der jüdische Zionist Arthur Ruppin reist nach Berlin, um sich mit dem nationalsozialistischen Eugeniker Hans Günther zu treffen. Bereits 1919 hatte Ruppin verkündet, dass die jüdische Rasse „rein“ gehalten werden müsse und sich nicht mit anderen Rassen vermischen dürfe, die er als „minderwertig“ betrachtete. Ruppin notiert in seinem Tagebuch: „Am 11. August fuhr ich nach Jena, um Prof. Gunther, den Begründer der nationalsozialistischen Rassentheorie, zu treffen. Wir unterhielten uns zwei Stunden lang. Gunther war sehr freundlich. Er behauptete, er habe kein Monopol auf das Konzept der Arier und stimmte zu, dass Juden (ihnen) nicht unterlegen, sondern nur anders seien und dass das Problem fair gelöst werden müsse.“ (siehe Sand, Shlomo: The Invention of the Jewish People, S. 265)

(Quelle: hitlerbiography.com, gewidmet dem Buch von Thomas Frederik: Hitler's Jewish Biohraphy)
 
Zwischen 1907 und 1913: Hitler besucht mit seinem Freund Kubizek einen Gottesdienst in einer jüdischen Synagoge. Kurz darauf erzählt er seinem Freund, dass er Wilhelm Marrs Antisemitischer Liga beigetreten ist.

1909: Hitler besucht Jörg Lanz von Liebenfels, den Herausgeber seiner Lieblingszeitschrift Ostara, die rassistische Botschaften verbreitet.

Diese Storys basieren auf ziemlich zweifelhaften Behauptungen der beiden Zeitzeugen. Insbesondere Lanz, der Autor der "Ostara", kann keinesfalls als seriöse "Quelle" gelten: Jörg Lanz von Liebenfels – Wikipedia
 
November 1933: Mussolinis jüdische Freundin Margherita Sarfatti wird vom Hitler-Regime gebeten, Mussolini davon zu überzeugen, ein Bündnis mit Hitler einzugehen. Sie nimmt diesen Auftrag mit großem Erfolg an. Sarfatti stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie und war seit zwanzig Jahren die Geliebte des faschistischen italienischen Führers. Sie lieferte ihm seine wichtigsten Ideen, finanzierte sein Regime, überredete ihn, den „Marsch auf Rom“ zu organisieren, der seine politische Karriere beschleunigte, und verfasste die erste Biografie über ihn. Das Buch mit dem Titel Das Leben von Benito Mussolini (1925) erschien in achtzehn verschiedenen Sprachen und machte Mussolini über Nacht weltberühmt.

Anfang Dezember 1933: Hitler empfängt die jüdische Prinzessin Stephanie von Hohenlohe in seiner Reichskanzlei zu einem privaten Treffen. Es ist der Beginn einer langjährigen Freundschaft, und er wird sie mit Geld und Geschenken überhäufen. Laut Hitlers Adjutanten Fritz Wiedemann übernahm Hitler nicht nur alle ihre Ausgaben, sondern auch die Kosten für ihre gesamte Kleidung. Im Juni 1938 erhielt sie von Hitler im Rahmen einer vierstündigen Zeremonie die hohe NSDAP-Auszeichnung „Goldene Ehrenmedaille“. Eine eifersüchtige Unity Mitford (eine englische Adlige und Anhängerin Hitlers) wirft ihm Unverständnis vor: „Du, als Antisemit, bist ständig in der Gesellschaft dieser Jüdin…!“ Hitler weigert sich, dazu Stellung zu nehmen.

Dezember 1933: Hitler fertigt eine erste Skizze von „seinem“ Volkswagen „Käfer“ an, einem revolutionären Entwurf, den er vom eigentlichen Designer kopiert hatte: dem Juden Josef Ganz. Hitler stahl auch die Idee für den Bau einer Autobahn, der „Autobahn“, von ihrem jüdischen Erfinder: Ludwig Landmann, dem Oberbürgermeister von Frankfurt.

1933 (und danach): Hitler ist häufiger Gast im Haus des jüdischen Waffenherstellers Fritz Mandl, der sowohl Hitler als auch Mussolini mit Waffen beliefert. Hitler ist sehr angetan von seiner 18-jährigen Frau, der Schauspielerin Hedy Lamarr (geb. Hedwig Eva Maria Kiesler), deren Eltern beide jüdisch waren. Hitler umwirbt sie – trotz ihrer Ehe – und schenkt ihr sogar ein goldenes Zigarettenetui, das mit einem diamantbesetzten Hakenkreuz verziert ist!

1934: Der jüdische Gral-Forscher Otto Rahn wird von Himmler eingeladen, Mitglied der SS zu werden und nach dem Gralsschatz zu suchen, an dem Hitler großes Interesse hat (die Reliquien im Zusammenhang mit dem Leben und Sterben Jesu Christi). 1937 veröffentlicht Rahn ein Buch, das antisemitische Passagen enthält. Himmler lässt eine Sonderausgabe des Buches drucken, von der er Hitler an seinem Geburtstag ein Exemplar überreicht.

1935: Hitlers Cousin William Patrick Hitler (Sohn von Hitlers Halbbruder Alois Hitler jr.) besucht seinen berühmten Onkel in Berlin und schickt ihm einen Erpresserbrief. Sollte Hitler ihm nicht umgehend eine gut bezahlte Stelle anbieten, werde er Hitlers jüdische Abstammung in den Medien offenlegen. Hitler reagiert auf die Drohung, indem er ihm eine Stelle beim Automobilhersteller Opel vermittelt.

29. Mai 1935: Bei einem zufälligen Besuch im Haus ihrer Eltern entdeckt Ilse Braun, die ältere Schwester von Hitlers Freundin Eva Braun, diese regungslos auf dem Boden ihres Schlafzimmers liegend, nachdem sie offenbar einen Selbstmordversuch mit einer Überdosis Schlaftabletten unternommen hatte. Sie lebt noch, und Ilse alarmiert sofort den jüdischen Arzt Dr. Martin Levy Marx, für den sie als Sekretärin arbeitet und mit dem sie seit sechs Jahren eine Liebesbeziehung führt. Der jüdische Arzt eilt herbei und rettet das Leben von Hitlers zukünftiger Ehefrau durch eine Magenspülung. Dr. Marx gelingt es später, dem Holocaust durch die Auswanderung nach Amerika zu entkommen.

Silvester 1935/36: Maria Almas-Dietrich und Hitler posieren gemeinsam für ein Gruppenfoto in der Loge der Deutschen Oper in Berlin. Am 7. August 1937 werden sie erneut zusammen fotografiert. Almas-Dietrich war die Tochter eines Juden, hatte ein Kind mit einem Juden und war mit einem jüdischen Türken verheiratet. Dennoch war sie viele Jahre lang Hitlers persönliche Kunsthändlerin und verkaufte ihm insgesamt rund 350 Gemälde.

1936 (ungefähr): Einige Jahre vor dem Anschluss wollte sich Hitler, der an einer Erkrankung des Kehlkopfes litt, von einem renommierten Wiener Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Heinrich Neumann von Hethars, einem Juden, operieren lassen.
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1936: Erhard Milch, der erste Direktor der Lufthansa und Sohn eines jüdischen Apothekers (Anton Milch), wird von Göring gebeten, die Luftwaffe zu leiten. Ein Jahr zuvor hatte die Gestapo wegen seiner angeblichen jüdischen Abstammung Ermittlungen gegen Milch eingeleitet. Göring ließ gefälschte Dokumente anfertigen, um zu beweisen, dass beide Elternteile von Milch Arier waren, und ließ Milch selbst zum „Ehrenarier“ erklären. 1942 erhält Milch von Hitler die enorme Summe von 250.000 Reichsmark als Geschenk zu seinem 50. Geburtstag.

(Quelle: hitlerbiography.com, gewidmet dem Buch von Thomas Frederik: Hitler's Jewish Biohraphy)
 
1936: Der Komponist Carl Orff war ein „Vierteljude“, durfte aber dennoch seine Musik bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Berlin aufführen. Er schrieb auch Lieder für die Hitlerjugend und wurde in Goebbels’ „Gottbegnadetenliste“ aufgenommen, der Ehrenliste der NS-Künstler, denen ein Sonderstatus zuerkannt wurde und die vom Zivildienst und vom Wehrdienst befreit waren.

1936: Die jüdische Eishockeylegende Rudi Ball schließt einen Deal mit Hitler: Er wird bei den Olympischen Spielen für Nazideutschland antreten, wenn seine Familie nach der Veranstaltung nach Südafrika auswandern darf. Hitler ist als Zuschauer bei einem der Spiele anwesend, und als Rudi Ball ein Tor erzielt, applaudiert er begeistert und spendet ihm sogar Standing Ovations. Nach den Spielen kann Ball seinen Sport ungestört weiter ausüben und wird von den nationalsozialistischen Behörden in keiner Weise behindert. 1948, drei Jahre nach Kriegsende, schließt er sich seiner Familie in Südafrika an.

1936–1937: Die erste umfassende Biografie Hitlers erscheint in zwei Bänden. Das Buch wurde vom jüdischen Journalisten Konrad Heiden auf Deutsch verfasst und sofort ins Französische und Englische übersetzt. Mit der Veröffentlichung dieses Buches wird Hitler zum ersten Mal weltberühmt.

Juli 1937: Die Nazis organisieren eine Ausstellung sogenannter „Entartete Kunst“ (entartete Kunst). Sie übernahmen diesen Begriff vom jüdischen Kunstkritiker Max Nordau, der ihn schon lange vor den Nationalsozialisten in seinem Buch Entartung (1893) verwendet hatte.

7. November 1938: Ein 17-jähriger Jude, Herschel Grynspan, ermordet in Paris einen nationalsozialistischen Diplomaten, angeblich aus Rache für den zunehmenden Antisemitismus. Dieser Mord lieferte Goebbels einen Vorwand für eine Hassrede gegen die Juden, die in der Kristallnacht gipfelte, einer Welle der Gewalt gegen jüdische Bürger und deren Eigentum. Als der Junge verhaftet wird, gibt er plötzlich ein anderes Motiv an: „eine homosexuelle Beziehung zu seinem Opfer, die schiefgelaufen ist… “ Die Nazis scheinen es plötzlich nicht mehr eilig zu haben, ihn vor Gericht zu stellen, was letztendlich auch nie geschieht. Da man nichts mehr von Grynspan hört, wird er 1960 offiziell für tot erklärt. Im Dezember 2016 geschah jedoch etwas sehr Überraschendes: In den Archiven des Jüdischen Museums in Wien wurde zufällig ein kristallklares Foto (aufgenommen am 3. Juli 1946, kurz nach Kriegsende) entdeckt, auf dem ein damals 25-jähriger Grynspan als Teilnehmer einer Demonstration persönlich zu erkennen ist. Es stellt sich die Frage, warum die Nazis einen jüdischen Attentäter unversehrt überleben ließen, während ein deutscher Attentäter (Claus von Stauffenberg) von ihnen kaltblütig hingerichtet wurde.

1938 (oder später): Hermann Göring berichtet Hitler, dass der jüdische Erfinder und Industrielle Arthur Imhausen bei der Herstellung lebenswichtiger Nahrungsmittel für die Armee und die Bevölkerung sehr hilfreich gewesen sei. Hitler ist so dankbar, dass er anordnet, Imhausen den Status eines „Ehrenarier“ zu verleihen. 1939: Die antisemitische Nazi-Zeitung Der Stürmer, herausgegeben von Julius Streicher, ist beliebter denn je. Einer der regelmäßigen Autoren, der die schlimmsten antisemitischen Artikel veröffentlicht, tut dies unter dem Pseudonym Fritz Brand. In Wirklichkeit heißt er Jonas Wolk und ist … ein Jude! Historiker sind sich heute einig, dass Der Stürmer die antisemitischste Zeitschrift ist, die es je gegeben hat.

1940: Der Kunsthistoriker Hildebrand Gurlitt (zu einem Viertel Jude) wird von Göring ins besetzte Frankreich entsandt, um dort so viele Kunstwerke wie möglich als „Kriegsbeute“ zu beschaffen. Der Großteil der geraubten Kunstwerke ist für das noch zu errichtende „Führermuseum“ in Linz, Österreich, bestimmt.

23. Mai 1940: Melitta Schenk von Stauffenberg arbeitet seit Jahren als Testpilotin bei der Luftwaffe, erhält jedoch plötzlich einen Brief der NS-Behörden, in dem ihr mitgeteilt wird, dass sie aufgrund ihrer jüdischen Großeltern als Jüdin eingestuft wurde. Melitta gerät in Panik und bittet ihren Ehemann, mit ihrem Arbeitgeber Hermann Göring zu sprechen, um zu sehen, ob er sie schützen kann. Dieser Hilferuf zeigt offensichtlich Wirkung, denn am 25. Juni 1941 wird sie zur „Ehrenarierin“ erklärt. Doch damit nicht genug: Am 22. Januar 1943 verleiht Hitler ihr die hohe Auszeichnung des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse.

25. Juli 1940: Der berühmte jüdische Archäologe Max von Oppenheim (Nachkomme einer Bankiersfamilie) rät den Nazis, die muslimische Gemeinschaft des Nahen Ostens gegen die britische Präsenz in der Region aufzubringen. Auf diese Weise, so von Oppenheim, könne England von der für seine Kriegsanstrengungen unverzichtbaren Ölversorgung abgeschnitten werden. Die Nazis gehen niemals dazu über, den jüdischen von Oppenheim zu verfolgen. Tatsächlich darf er in den 1940er Jahren sogar sein eigenes Museum in Berlin weiterbetreiben, das seiner Entdeckung der Ruinen von Tell Halaf gewidmet ist.

Während des Krieges: Die Nazis entwickeln einen Plan, um die britische Wirtschaft zu stören, indem sie mit Flugzeugen Millionen gefälschter Pfund über England verstreuen. Natürlich müssen diese zunächst von Fälschern in Massenproduktion hergestellt werden. Die gesamte Produktion wird jüdischen Grafikern und Druckern anvertraut.

Während des Krieges: Hitler nutzte für seine Fahrten zur und von der Front seinen speziellen „Führerzug“, in dem sich sein eigenes Geschirr befand. Hitler hatte das Porzellangeschirr (komplett mit Adler und Hakenkreuz) eigens bei der Firma Nymphenburg bestellt, die zu dieser Zeit von drei jüdischen Brüdern geführt wurde. Übrigens gab es auch Kacheln mit den offiziellen Porträts von Hitler und Göring (gemalt vom Künstler Willy Exner), die das Regime von der jüdischen Marke Rosenthal hatte anfertigen lassen.

Während des Krieges: Leo Killy ist ein hoher Beamter, der für Hitler in der Reichskanzlei arbeitet und eine wichtige Rolle bei der Planung des Holocaust spielt. Sowohl Killy als auch seine Frau sind teilweise jüdischer Abstammung. Als der Leiter der Reichskanzlei, Hans Heinrich Lammers, davon erfährt, fragt er Hitler, was er mit diesem jüdischen Mitarbeiter tun solle. Hitler besteht darauf, dass Killy im Dienst bleibt, und lässt Dokumente ausarbeiten, um ihn und seine Familie vor Verfolgung zu schützen.

(Quelle: hitlerbiography.com, gewidmet dem Buch von Thomas Frederik: Hitler's Jewish Biohraphy)
 
Während der Besetzung der Niederlande: Die Nazis ernennen den jüdischen hohen Beamten Hans Max Hirschfeld, um die wirtschaftlichen Interessen zwischen den Niederlanden und dem Dritten Reich weiterhin zu wahren. Dieser Jude ersetzt praktisch im Alleingang die niederländische Exilregierung.

1941: Admiral Wilhelm Canaris, Leiter von Hitlers Geheimdienst „Abwehr“, rekrutiert einen Juden, Paul Ernst Fackenheim, um ihn als Spion nach Britisch-Palästina zu entsenden.

1941: Der jüdische Biochemiker und Nobelpreisträger Otto Warburg wird von Hitlers Reichskanzlei beauftragt, seine Forschungen zur Heilung von Krebs fortzusetzen. Er wird den Krieg überleben, ohne dass ihm auch nur ein Haar gekrümmt wird.

1. Juni 1941: Stalin zieht seinen Minister für Luftwaffenproduktion, den Juden Michail Kaganowitsch, zur Rechenschaft. Stalin verdächtigt ihn, für Hitler zu spionieren. Zwischen den Verhören bittet Kaganowitsch darum, auf die Toilette gehen zu dürfen. Dort begeht er Selbstmord, indem er sich in den Kopf schießt.

20. Januar 1942: Die berüchtigte Wannsee-Konferenz findet unter dem Vorsitz des SS-Offiziers Reinhard Heydrich statt. Die Konferenzteilnehmer müssen über das Schicksal der Juden entscheiden. Verschiedene Optionen werden diskutiert, doch Heydrich drängt alle Anwesenden, seinen Vorschlag zu akzeptieren: die Vernichtung durch Vergasung im industriellen Maßstab. Trotz seines Eifers bei der Vernichtung der Juden hatte Heydrich eine jüdische Geliebte, wovon seine arische Ehefrau wusste. Ihr Name war Josefa Huliciusová. Heydrichs Vorgesetzter war Heinrich Himmler, der regelmäßig vertrauliche Gespräche mit seinem Masseur Felix Kersten führte. Während eines dieser Gespräche verriet Himmler, dass Hitler die Aufgabe der Vernichtung der Juden ausdrücklich Heydrich übertragen hatte, „weil Heydrich ein Jude war, der seine eigene Herkunft leugnete und versuchte, sie zu verbergen.“

30. Oktober 1942: Hitler schickt dem schwedischen Forscher Sven Hedin einen dreiseitigen Brief, um ihm zu seinem neuesten Buch zu gratulieren. Hedin besuchte Hitler regelmäßig, obwohl bekannt war, dass seine Mutter von einem jüdischen Rabbiner abstammte, der 1770 nach Schweden gezogen war. Hedin durfte bei den Olympischen Spielen 1936 eine Eröffnungsrede halten, in der er das NS-Regime lobte. Während des Krieges forderte er sein Land, Schweden, wiederholt auf, seine Neutralität aufzugeben und sich den Achsenmächten anzuschließen.

1943: Hitler stellt die junge Österreicherin Marlene von Exner als seine Privatköchin ein. Als später bekannt wurde, dass sie jüdischer Abstammung war, sah sich Hitler gezwungen, sie zu entlassen, brachte jedoch seine tiefe Betroffenheit zum Ausdruck. Er sagte zu ihr: „Es tut mir außerordentlich leid für Sie, aber Sie werden verstehen, dass ich keine andere Wahl habe, als Sie aus meinem Dienst zu entlassen. Es ist mir unmöglich, für mich selbst eine Ausnahme zu machen und meine eigenen Gesetze zu brechen, wenn es zu meinem Vorteil ist. Aber wenn du nach Wien zurückkehrst, werde ich deine gesamte Familie für arisch erklären lassen und dein Gehalt noch sechs Monate lang weiterzahlen. Außerdem bitte ich dich, bevor du mich verlässt, noch ein letztes Mal mein Gast im Berghof zu sein.“ Hitler beauftragt seinen Sekretär Martin Bormann damit, für ihren Schutz zu sorgen. Als er später erfährt, dass Bormann bei dieser Aufgabe versagt hat, zieht er ihn zur Rechenschaft. Wütend lässt er Bormann versprechen, den Auftrag doch noch auszuführen, damit die jüdische Köchin und ihre Familie dennoch den Schutz erhalten, den Hitler ihnen versprochen hatte.

1943 (und 1944): Hitler empfängt zweimal den britischen Gast John Amery, den Sohn des britischen Staatsmannes Leo Amery, dessen Mutter Jüdin war. Während seines Aufenthalts in Deutschland sendet John Amery pro-deutsche Rundfunkansprachen, in denen er die britischen Zuhörer auffordert, sich hinter Hitler zu stellen.

Frühjahr 1944: Der jüdische Erfinder Curt Herzstark wird im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Als der Lagerkommandant erfährt, dass der Häftling an der Erfindung eines Taschenrechners arbeitet, fragt er den Juden, ob dies wahr sei. Als Herzstark dies bestätigt, ermutigt ihn der Nazi, seine Erfindung fertigzustellen. Er sagt: „Wenn das Ding funktioniert, werde ich es dem Führer als Geschenk überreichen. Ich bin sicher, dass Hitler dich dann aus Dankbarkeit in den arischen Stand erheben wird.“ Herzstark überlebt schließlich seinen Aufenthalt im Lager und vermarktet seine Erfindung nach dem Krieg unter dem Namen Curta als Vorläufer des modernen Taschenrechners.

April 1945: Hitler verbringt die letzten Tage seines Lebens in seinem Berliner Bunker. Sein einziger verbliebener Leibwächter ist Rochus Misch, der als Telefonist auch Hitlers einzigen Kontakt zur Außenwelt gewährleistet. Nur Misch darf im Bunker eine Waffe tragen, und alle Besucher (selbst Generäle) müssen ihre Waffen bei der Ankunft an Misch abgeben, wenn sie mit Hitler sprechen wollen. Als Misch nach dem Krieg wieder mit seiner Familie vereint ist, erzählt ihm seine Tochter Brigitte, dass die Mutter seiner Frau (ihre Großmutter) offenbart habe, sie sei Jüdin … Als Hitlers treuester Leibwächter war Misch jahrelang mit einer Jüdin verheiratet, ohne es zu wissen (die Kinder einer Jüdin sind automatisch ebenfalls jüdisch)! Da Misch sich weigert, dies zu glauben, gerät er in einen Streit mit seiner Tochter, die sich von ihm abwendet. Sie beginnt, Hebräisch zu lernen, und beschließt, in einem Kibbuz in Israel zu leben. Nach ihrer Rückkehr nach Berlin nimmt sie den Familiennamen Jacob-Engelken an und arbeitet als Architektin an der Restaurierung deutscher Synagogen, die von den Nazis beschädigt wurden.

(Quelle: hitlerbiography.com, gewidmet dem Buch von Thomas Frederik: Hitler's Jewish Biohraphy)
 
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