Hunnenrede Kaiser Wilhelms II.

Dieses Thema im Forum "Das Deutsche Kaiserreich" wurde erstellt von meisterwinter, 7. Februar 2006.

  1. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Hier mal ein paar Literaturtipps zum Boxeraufstand:

    Quellen:

    Becker, Otmar 1987
    Gengzi Riji: Das Tagebuch des Hua Xuelan aus dem Beijing des Boxeraufstandes, Hamburg (=MOAG, 109).

    Ham, Claudia / Ortner, M. Christian (Hg.) 2000
    Mit S.M.S. Zenta in China. „Mich hat auch diesmal der Tod nicht gewollt...“. Aus dem Tagebuch eines k.u.k. Matrosen während des Boxeraufstands, Wien.

    Kaminski, Gerd / Unterrieder, Else 1989
    Wäre ich Chinese, so wäre ich Boxer. Das Leben an der k. und k. Gesandtschaft in Peking in Tagebüchern, Briefen und Dokumenten, Wien / Zürich.

    Mabire, Jean (Hg.) 1978
    Blutiger Sommer in Peking. Der Boxeraufstand in Augenzeugenberichten, Berlin.

    Mainzer, Hubert / Sieberg, Herward (Hg.) 2001
    Der Boxerkrieg in China 1900-1901. Tagebuchaufzeichnungen des späteren Hildesheimer Polizeioffiziers Gustav Paul, Hildesheim (=Quellen und Dokumentationen zur Stadtgeschichte Hildesheims,11).

    Pechmann, Alexander (Hg.) 2001
    Peking 1900. Paula von Rosthorns Erinnerungen an den Boxeraufstandes, März- August 1900, Wien.

    Spezialuntersuchungen

    Dabringhaus, Sabine 1997
    Der Boxeraufstand in China (1900/1901): Die Militarisierung eines kulturellen Konflikts, in: „Barbaren“ und „Weiße Teufel“, S. 123-144.*

    Fleming, Peter 1961
    Die Belagerung zu Peking. Zur Geschichte des Boxeraufstandes. Aus dem Englischen von Alfred Günther und Till Grupp, Stuttgart.

    Grimm, Tilemann 1977
    Die Boxerbewegung in China 1898-1901, in: HZ, 224, S. 615-634.

    Jung, Peter (Hg.) 2000
    Sturm über China. Österreich-Ungarns Einsatz im Boxeraufstand, Wien.

    Kaminski, Gerd 2000
    Der Boxeraufstand – entlarvter Mythos, Wien.

    Kuhlmann, Rüdiger 2000
    “Vertreibt die fremden Teufel“! Der Boxeraufstand, in: Geschichte lernen, 74, S.50-55.

    Kuß, Susanne / Martin, Bernd (Hg.) 2002
    Das Deutsche Reich und der Boxeraufstand, München.

    Lehner, Georg 1999
    Der ‚Boxeraufstand’ im Spiegel der Wiener humoristisch-satirischen Presse, in: Wiener Geschichtsblätter, 54, S. 81-101.

    Lehner, Georg/ Lehner, Monika 2002
    Österreich-Ungarn und der ‚Boxeraufstand’, Innsbruck (= Mitteilungen des österreichischen Staatsarchiv, Sonderband 6).
     
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  2. Andi1990

    Andi1990 Neues Mitglied

    Facharbeit Hunnenrede

    Hallo zusammen =)

    Ich schreibe in diese Rubrik, weil ich aus irgendeinem Grund nicht in die Facharbeitenrubrik schreiben kann, wieso auch immer.

    Könntet ihr mir vielleicht helfen die Hunnenrede von Wilhelm II zu analysieren? Es wäre schön, wenn ihr mir mal so eine grobe marschrichtung aufweisen könntet, wie z.b. stilistische Mittel, für sowas bin ich leider blind :D

    Ja, thema meiner Facharbeit ist der Boxeraufstand, bzw. die Hunnenrede.
    Ich habe schon in meisterwinters Beitrag dazu gelesen, die erleuchtung ist jedoch leider ausgeblieben.

    lieben gruß,

    andi
     
  3. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Arbeite dich doch mal zuerst durch diese Threads durch:
    1900 - Krieg in China und deutsche Hunnen
    Das Deutsche Reich in China
    Interpretationen: Hunnenrede Kaiser Wilhelms II.
    Frage zum Boxeraufstand
    Widersprüche in der Hunnenrede Kaiser Wilhelms II
    Wilhelm zwo / Bremerhavener Rede / Rhetorik
    Boxeraufstand in China: ein Völkermord Kaiser Wilhelm II.??????

    Eine Facharbeit stellt ja gewisse Anforderungen, wie z.B. Eigenständigkeit. Was nicht heißt, dass du hier keine Hilfe finden wirst. Aber die Basics müssen zunächst einmal von dir kommen!
     
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  4. iamNex

    iamNex Aktives Mitglied

    Hier gibts was zur Interpretation: Hunnenrede – Wikipedia

    Volltext haste hier: Hunnenrede – Wikisource

    Marschrichtung? Ich würde vor allem die Folgen der Hunnenrede herausheben - vllt. im Zusammenhang mit dem Deutschenbild des Auslands. Stell dir die Frage: Welche politischen Folgen hatte diese Rede? Waren diese einkalkuliert oder nicht?
    Wie nahm das Ausland diese Worte auf? Wieso?

    Interessant ist beispielsweise, das Wilhelm eine Art chronologischen Ablauf vom Hl. Römischen Reich Dt. Nation über die Zeit Wilhelms I./Bismarcks bis zu seiner Zeit herstellt. Wenn man da echt viel reininterpretieren will, kann man es so sehen, dass er den Soldaten somit das Gefühl geben wollte, Teil eines langandauerenden Kulturprozesses der Deutschen zu sein.

    Aber interpretieren lässt sich immer viel - und v.a. frei.
     
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  5. -lula-

    -lula- Gast

    hej leute:)
    könntet ihr mir vllt. helfen?
    und zwar muss ich eine Facharbeit schreiben über kaiser wilhelm 2.
    mein thema ist was hat kaiser wilhelm 2 mit dem 1.weltkrieg zu tun/oder in wieweit ist er der verursacher?
    wisst ihr vllt. eine passende fragestellung?
    hilft mir bitte denn in ca. 4wochen muss ich es abgeben.
     
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  6. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    Nur nebenbei: Die Hunnenrede hat nichts mit dem 1. Weltkrieg zu tun

    Wer wieviel Schuld am 1. WK hat ist (immer noch) eine viel diskutierte Frage - auch hier im Forum. Du kannst ja mal die Suchfunktion nutzen. Obwohl es da nicht speziell um Wilhelm II. geht, könntest du auch mal diesen Artikel lesen: Kriegsschuldfrage ? Wikipedia
    Wilhelm II. hatte jedenfalls erheblichen Anteil an der Verursachung des 1. WK, sowohl durch die Politik in den Vorkriegsjahren, als auch in den Konflikten kurz vor dem Krieg.
     
  7. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Interessant an der "Hunnenrede" Kaisers Wilhelm II. ist mal abgesehen von der unglückliche Formulierung die für viel Unruhe im Ausland sorgte, wie die Presse damit umging. So gibt es unterschiedliche Interpretationen in der Wiedergabe z.B. durch die örtliche Presse und im Gegensatz zum offenen Reichsanzeiger.

    Wie mag wohl erst die Unterschiedliche Auslegen nach Übersetzung in andere Sprachen verdreht und anders dargestellt angekommen sein!

    Die Hunnenrede in Bremerhaven am 27.Juli 1900 als Textvergleich zwischen der Nordwestdeutschen Zeitung vom 28.Juli 1900 und dem Reichsanzeiger, Berlin im nichtamtlichen Teil.
    1.Absatz
    Nordwestdeutschen Zeitung
    Stillgestanden! Zum ersten Mal, seitdem das Deutsche Reich wiedererstanden ist, treten an dasselbe große überseeische Aufgaben heran. Dieselben sind früher und in größerer Ausdehnung an uns herangetreten, als die meisten meiner Landsleute erwartet haben. Sie sind in Folge dessen, dass das Deutsche Reich wiedererstanden ist und damit die Verpflichtung hat, für seine im Ausland lebenden Brüder einzustehen im Moment der Gefahr.
    Reichsanzeiger
    Große überseeische Aufgaben sind es, die dem neu entstandenen Deutsche Reiche zugefallen sind, Aufgaben weit größer, als viele Meiner Landsleute es erwartet haben. Das Deutsche Reich hat seinen Charakter nach die Verpflichtung, seinen Bürgern, sofern diese im Ausland bedrängt werden, beizustehen.

    2.Absatz
    Nordwestdeutschen Zeitung
    Mithin sind nur die alten Aufgaben, die das alte römische Reich deutscher Nation nicht lösen konnte, von neuen herangetreten und das neue Deutsche Reich ist in der Lage, sie zu lösen, weil es ein Gefüge bekommen hat, das ihm die Möglichkeit giebt durch unser Heer. In dreißigjähriger harter, angestrengter Friedensarbeit sind viele Hunderttausende von Deutschen zum Kriegsdienste herangebildet worden, ausgebildet nach den Grundsätzen Meines verewigten Großvaters, bewährt in drei ruhmvollen Kriegen.
    Reichsanzeiger
    Die Aufgaben, welche das alte Römische Reich Deutscher Nation nicht hat lösen können, ist das Neue Deutsche Reich in der Lage zu lösen. Das Mittel, das ihm dies ermöglicht, ist unser Heer. In dreißigjähriger treuer Friedensarbeit ist es herangebildet worden nach den Grundsätzen Meines verewigten Großvaters.

    3.Absatz
    Nordwestdeutschen Zeitung
    So sollt Ihr nunmehr auch vor dem Feinde die Probe daraufhin ablegen, in der wir uns in militärischer Beziehung bewegt haben, ob sie die richtige gewesen.
    Reichsanzeiger
    Auch ihr habt eure Ausbildung nach diesen Grundsätzen erhalten und sollt nun vor dem Feinde die Probe ablegen, ob sie sich bei euch bewährt haben.

    4.Absatz
    Nordwestdeutschen Zeitung
    Eure Kameraden von der Marine haben uns schon gezeigt, dass die Ausbildung und die Grundsätze, nach denen wir unsere militärischen Streitkräfte ausbilden, die richtigen sind, und an Euch wird es sein, es ihnen nachzutun. Nicht im geringsten erfüllt uns auch mit Stolz, dass gerade aus dem Munde ausländischer Führer das höchste Lob unseren Streitern zuerkannt worden ist.
    Reichsanzeiger
    Eure Kameraden von der Marine haben diese Probe bereits bestanden, sie haben euch gezeigt, dass die Grundsätze unserer Ausbildung gute sind, und Ich bin stolz auf das Lob auch aus dem Munde auswärtiger Führer, dass eure Kameraden draußen sich erworben haben.

    5.Absatz
    Nordwestdeutschen Zeitung
    Die Aufgabe, zu der Ich Euch hinaussende, ist eine große. Ihr sollt schweres Unrecht sühnen! Denn ein Fall in der Art, wie es die Chinesen gethan haben, die es gewagt, tausendjährige alte Völkerrechte umzuwerfen und der Heiligkeit des Gastrechtes in so abscheulicher Weise Hohn zu sprechen, ist ein Vorfall, wie er in der Weltgeschichte noch nicht vorgekommen ist, und dies hat sich noch dazu ein Volk geleistet, welches stolz ist auf seine vieltausensjährige Cultur!
    Reichsanzeiger
    Eine große Aufgabe harrt euer; ihr sollt das schwere Unrecht, das geschehen ist, sühnen. Die Chinesen haben das Völkerrecht umgeworfen, sie haben in einer Weltgeschichte nicht erhörten Weise die Heiligkeit des Gesandten, den Pflichten des Gastrechts hohngesprochen.

    6.Absatz
    Nordwestdeutschen Zeitung
    Aber Ihr könnt daraus ersehen, wohin eine Cultur kommt, die nicht auf den Boden des Christentums aufgebaut ist, jede heidnische Cultur, mag sie noch so schön und herrlich sein, wird bei der ersten Kraftprobe erliegen!
    Reichsanzeiger
    Es ist um so empörender, als dies Verbrechen begangen worden ist von einer Nation, die auf ihre uralte Cultur stolz ist.

    7.Absatz
    Nordwestdeutschen Zeitung
    So sende Ich Euch aus, dass Ihr bewähren möget einmal unsere alte preußische Tüchtigkeit, zum zweiten die Hingebung, Tapferkeit und freudiges Ertragen jeglichen Ungemachs, wie Ihr es gelernt habt als Christen, und zum dritten die Ehre und den Ruhm unserer Waffen und unserer Fahnen! Ihr sollt Beispiele abgeben von Manneszucht und Disciplin, Selbstüberwindung und Selbstbeherrschung.
    Reichsanzeiger
    Bewährt die alte preußische Tüchtigkeit, zeigt euch als Christen im freudigen Ertragen von Leiden, möge Eure zum Ruhm euren Fahnen und Waffen folgen, gebt an Manneszucht und Disciplin aller Welt ein Beispiel.

    8.Absatz
    Nordwestdeutschen Zeitung
    Ihr sollt fechten mit Euch ebenbürtigem, tapferem, verschlagenem Feind, gut bewaffnet und gut ausgerüstet. Aber ihr sollt auch rächen den Tod unseres Gesandten und so vieler, nicht nur Landsleute, auch anderer Europäer!
    Reichsanzeiger
    Ihr wisst es wohl, ihr sollt fechten gegen einen verschlagenen, tapferen, gut bewaffneten, grausamen Feind.

    9.Absatz
    Nordwestdeutschen Zeitung
    Kommt Ihr vor den Feind, so wird derselbe geschlagen! Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht! Wer Euch in die Hände fällt, sei Euch verfallen. Wie vor 1000 Jahren die Hunnen unter König Etzel sich einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in Überlieferung und Märchen gewaltig erscheinen lässt, so durch Euch in einer Weise bestätigt werden, dass niemals wieder ein Chinese es wagt, einen Deutschen auch nur scheel anzusehen!
    Reichsanzeiger
    Kommt ihr an, so wisst: Pardon wird (euch) nicht gegeben. Gefangene werden nicht gemacht.
    Führt eure Waffen so, dass auch tausend Jahre hinaus kein Chinese mehr es wagt, einen Deutschen scheel anzusehen.

    10.Absatz
    Nordwestdeutschen Zeitung
    Ihr werdet mit einer Übermacht zu fechten haben; doch dies sind wir gewohnt, unsere Kriegsgeschichte beweist es!
    Ihr habt es gelernt aus der Geschichte des Großen Kurfürsten und aus Eurer Regimentsgeschichte. Heftet neuen Ruhm an Eure Fahnen; der Segen des Herrn sei mit Euch! Die Gebete der Euren, eines ganzen Volkes begleiten Euch auf allen Euren Wegen! Meine besten Wünsche für Euch, für das Glück Eurer Waffen!
    Reichsanzeiger
    Wahrt Manneszucht.
    Der Segen Gottes sei mit euch, die Gebete eines ganzen Volkes.
    Meine Wünsche begleiten euch, jeden einzelnen.

    11.Absatz
    Nordwestdeutschen Zeitung
    Eure Leistungen werden Euch folgen, wohin es auch sei! Und Gottes Segen möge an Eure Fahnen sich heften und dieser Krieg den Segen bringen, dass das Christentum in jedem Lande seinen Einzug hält, damit solch´traurige Fälle nicht mehr vorkommen!
    Dafür steht Ihr Mir mit Euren Fahneneid!
    Reichsanzeiger
    Öffnet der Cultur den Weg ein für alle mal!

    Abschluss
    Nordwestdeutschen Zeitung
    Und nun glückliche Reise! Adieu Kameraden!
    Reichsanzeiger
    Nun könnt ihr reisen! Adieu Kameraden!

    Quelle:
    Die Linienschiffe der Brandenburg- bis Deutschland- Klasse / Koop;Schmolke

     
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  8. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Wurden nicht unterschiedliche Texte an unterschiedliche Zeitungen gegeben, weil man die Originalrede dann nicht unfrisiert weiter geben wollte? Hier gab es wohl auch zeitliche Pannen.
     
  9. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Naja, es gab ja auch sicherl Presse und Jornalisten vor Ort in Bremerhaven, die die Rede mitgeschrieben haben. Wenn man dann hier glaubte durch unterschiedliche Texte die Rede etwas zu frisieren, zeugt das nicht von großen Geist der kaiserlichen Pressestelle (wenn es denn damals soetwas schon gab, oder mit anden Namen).

    Das diverse Ansprachen immerwieder von der Presse oder Politikern im Inn- und Außland zu zurecht interprediert werden, wie es gerade benötigt wird, ist nichts neues, siehe aktuelles Beispiel: Köhler und die Kanonenbootpolitik.:scheinheilig:

    Immerhin war Großbritannien zu jenen Jahren auch mit ihrem zweiten Burenkrieg beschäftigt, da kommt so eine "heiße" Ansprache gerade recht, um das außenpolitische Augenmerk von eigenen Problemen abzulenken.
     
  10. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Die Hunnenrede wurde in England zunächst recht schnell ad acta gelegt. Ihre eigentliche Bedeutung erhielt sie einige Jahre später im Flotten-Wettrüsten, als sie "belegweise" zusammen mit der Krügerdepesche wieder hervorgeholt wurde, zB
    Wormer, Klaus: Grossbritannien, Russland und Deutschland - Studien zur britischen Weltreichpolitik am Vorabend des Ersten Weltkrieges
    Fröhlich, Michael : Von Konfrontation zur Koexistenz - die deutsch-englischen Kolonialbeziehungen in Afrika zwischen 1884-1914



    Zu den Textversionen der Hunnenrede:
    Hunnenrede ? Wikipedia
    dort mit Verweis auf (ist mir nicht bekannt)
    Bernd Sösemann: Die sog. Hunnenrede Wilhelms II. Textkritische und interpretatorische Bemerkungen zur Ansprache des Kaisers vom 27. Juli 1900 in Bremerhaven. In: Historische Zeitschrift 222 (1976), S. 342-358 (mit der maßgeblichen Textversion)
     
  11. Iceman

    Iceman Mitglied

    Was haltet ihr persönlich von der Hunnenrede?
    Fandet ihr sie schlecht oder gut?
     
  12. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

    Ist das Dein Ernst? Der Inhalt der Hunnenrede ist natürlich abzulehnen. Dass überhaupt danach gefragt wird, ob ein solcher menschenverachtender Aufruf als "gut" empfunden wird, löst bei mir nur Kopfschütteln aus.
     
  13. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Richtig.

    Iceman: den Hintergrund findest Du leicht, zB
    Der Boxeraufstand

    Was anschließend passierte, siehe zB den Verweis hier:
    http://www.geschichtsforum.de/604986-post70.html
     
  14. Iceman

    Iceman Mitglied

    Man kann sowas aus verschiedenen Sichtweisen sehen.
    Das war was er gesagt hat vlt ein bisschen hart, aber er hat
    halt gesagt, was alle gemacht haben.
     
  15. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

    Auch das ist Quatsch. Lange nicht alle Militärs sind diesem Befehl bedingungslos gefolgt, auch im Reichstag wurde der Inhalt der Rede kritisiert.

    Hunnenrede ? Wikipedia
     
  16. Iceman

    Iceman Mitglied

    Mit alle rede ich nicht von Personen sondern Nation.
    Zeig mir was, was z.B. die Briten entlastet im Umgang mit
    den Chinesen während des Boxeraufstandes.
     
  17. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Interessant wird ja nun die Ausgangsfrage: gut oder schlecht?
    Was soll das hier werden?

    Darum geht es hier zwar nicht, aber: siehe oben, da findest Du die Antworten. Selbst unter den Expeditionstruppen war das deutsche Verhalten berüchtigt. Aber dazu musst Du Dich erstmal schlau machen.
     
  18. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Bevor Du anderen, in diesem Fall floxx78, einen Beweis für ihren Widerspruch zu Deinen merkwürdigen Thesen oktroieren möchtest, wäre es vor allem zunächst an Dir, für Deine Behauptung die Belege durch die entsprechende Literatur vorzunehmen.

    Also wer schreibt, dass es alle so gemacht haben und alle so gedacht haben?
     
  19. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Ich habe mal gelesen, dass allgemeine Verhalten Wilhelms deutet auf eine bipolare affektive Störung hin. Bei dieser geistigen Erkrankung sind weniger die depressiven Phasen kritisch, als vielmehr die manischen. Die Betroffenen zeichnen sich auch oft durch eine mangelnde Krankheitseinsicht aus.
    Die Hunnenrede hielt er meines Erachtens nach in einer manischen Phase. Man könnte sagen, dass entschuldigt ihn, so als hätte er unter Alkohol gestanden. Allerdings zeigt die Hunnenrede, dass Wilhelm mit seinem "Posten" heillos überfordert war.
     
  20. Iceman

    Iceman Mitglied

    Dass alle so gehandelt haben
    ist ja wohl bekannt.
    Auch wenn die Deutschen schlimm waren.
    Mord ist Mord!

    Und ja die Hunnenbriefe sind mir bekannt.
    Kolonialismus ist nie Legitim.
     

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