Inschrift auf Balken

Insi

Neues Mitglied
Guten Morgen Community

Wir rätseln über eine alte Inschrift auf einem Balken am Giebel unseres Stalls. Der Stall steht neben unserem alten Bauernhaus in einem Ostschweizer Bergtal auf rund 1'000müM.

Wir wissen, dass der Stall auf der ersten Schweizerkarte, der Dufourkarte aus 1860 bereits verzeichnet war. Aus der Zeit davor gibt es leider keine Aufzeichnungen oder Erinnerungen.

Leider können wir die Schrift nicht entziffern. Kann jemand helfen?

Vielen Dank!
Insi

Übersicht:

WTT1_klein.jpg


Detail linker Teil:
WTT2a_klein.jpg



Detail rechter Teil:
WTT2b_klein.jpg
 
Ich würde mal mutmaßen, dass hier die Initialen der Besitzer ODER der Zimmerleute zu finden sind. Das kleine <h> (die doppelte Schlaufe) finde ich aber irritierend. Und dann die zwei verschiedenen <S>, einmal rund mit Querstrich, eckig wie eine "Rune".
 
18 J 48 u M J D O

Oft wird bei Jahreszahlen z.B. 1848 durch eine Interpunktion getrennt, manchmal ein Punkt oder Kreuz (18 x 48).

Hier ist es ein sehr schön ausgearbeitetes J (es wirkt fast wie aus dem 18. Jh.), vermutlich Anfangsbuchstabe des Vornamens des Erbauers, z.B. Jürg.

Es kann der Vorname der Ehefrau erfolgen (hier wäre es z.B. Maria oder Margarete), und es muss der Nachname abgekürzt werden, oft ist auch der Geburtsname der Ehefrau in den Initialen genannt.

In Südtirol kenne ich z.B. ein JV × 1963 x MO, hier hätte ich auch in der Ostschweiz eher links der Jahreszahl die Initialen des Ehemanns, rechts die der Ehefrau erwartet.

Der Balken rechts ist auf der Oberseite noch einmal geglättet worden, deshalb erscheinen die Initialen rechts etwas weniger geglückt als links.
Interessant und sehr schön ist aber, dass die Schlaufe des M in der Kante und Oberseite des geglätteten Balkens fortgesetzt wird.

Man könnte im Geburts- oder Heiratsregister nachforschen, ob z.B. für 1848 eine Heirat mit den Vornamen J und M erfolgte.
 
Zuletzt bearbeitet:
In Spanien sieht man auch oft Einsen, die sich wie ein <J> lesen. Solltest du recht haben mit <18 J 48> wären aber die beiden Achten sehr unterschiedlich ausgeführt. die erste sähe eben wie ein <S> mit Querstrich aus, die zweite wie ein <h>.
 
Du hast vollkommen recht mit der ganz unterschiedlichen Schreibweise. Links ist ein sehr markanter gerader Strich in der 8, rechts ist es fast wie ein elegantes feines "f".

Ich bin nur sehr geneigt eine Jahreszahl zu identifizieren, und mir würde die fast ligierte "48" gefallen.
 
Zurück
Oben