Ist Baskisch das gleiche wie Französisch, Deutsch und Japanisch?

Dann konnte aber die Sprache keine Verwandtschaft zum baskischen haben.

Sagen wir so: Wenn eine Verwandtschaft zum Baskischen nachweisbar wäre, müssten wir über Hypothesen nachdenken, die diese Verwandtschaft erklären könnten. Je nach Grad der Verwandtschaft über eine präkolumbianische oder eine neuzeitliche Auswanderergruppe oder was auch immer.
Solange kein ernsthafter Versuch erkennbar ist, eine Sprachverwandtschaft zwischen Máku und Baskisch nachzuweisen, brauchen wir auch keine ernstgemeinten Hypothesen.
 
Da sind doch noch ein paar halbrichtige Dinge, die man gerade biegen muss.

Personalpronomen tauscht man nicht einfach so aus.
Das ist so eine Sache. Z.B. hat man im Spanischen verschiedene Personalpronomen (PP), die man oft gar nicht verwendet. Ich muss im Spanischen nicht sagen yo voy ('ich gehe'), sondern es reicht voy, die Personalpronomina benutzt man oft eher, um dem Ausdruck mehr Emphase (Nachdruck) zu verleihen.
Im Spanischen gab es früher das PP vos, das es heute nur noch im Argentinischen und Ecuadorianischen gibt, wo es anstelle von tu verwendet wird. Aber auch hier gilt: um dem Ausdruck Emphase zu verleihen. Vos ist durch Usted ersetzt worden, was eine Verschleifung von Vuestra Merced ('Euer Gnaden') ist. Auch das englische thou (verwandt mit deutsch du) ist durch you (verwandt mit deutsch euch) ersetzt worden.
Das sind natürlich Austauschprozesse die du nicht meinst.
Und du hast natürlich recht, Personalpronomina werden nicht einfach mir nichts, dir nichts ausgetauscht. Dass Personalpronomina in verschiedenen sich nicht verwandten Sprachen ähneln, mag durch ihre Kürze bedingt sein. Personalpronomina gehören mit zu den ältesten Bestandteilen der Sprache, man musste eben sich mitteilen: ich, du, ihr, er, sie, wir.... Als recht alte Bestandteile der Sprachen sind diese Worte nicht sehr komplex, gewissermaßen einsilbig. Ein einsilbiges Wort besteht oft nur aus ein bis drei Konsonanten und einem Vokal.

Womit ich keineswegs missverstanden werden möchte: Natürlich sind alte Sprachen komplex. Das Indoeuropäische war mitunter viel komplexer, als moderne indoeuropäische Sprachen es sind, die bei Deklination und Konjugation vereinfacht haben. Altgriechisch, Latein oder Russisch haben Flexionsklassen, die im Neugriechischen, im Bulgarischen oder in den romanischen Sprachen gar nicht mehr bekannt sind. Deutsch ist grammatikalisch komplexer als Englisch, das ganze Flexionsklassen aufgegeben hat (im Altenglischen noch erhalten).

Aber die ältesten Worte, die sind oft recht einfach. Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Rad, Birke, ich du....


Ähnlichkeiten zwischen Baskisch und Französisch erhält man beispielsweise, wenn man gorri (rot) umsortiert: rrogi, was an französisch rouge erinnern.
Metathesen sind möglich. Allerdings arbeitest du hier mit Buchstaben, tatsächlich ist es ja so, dass bei gorri das >g< als /g/ gesprochen wird, wohingegen es bei rouge als /ʒ/ gesprochen wird. Nun besagt die Aussprache recht wenig über die Verwandtschaft, aber da du über die Grapheme argumentierst, muss das gerade gerückt werden. Aber wie gesagt, das lateinische russus ist das Etymon von rouge oder rojo.

Dann fehlt deiner Argumentation ein wenig der Unterschied zwischen Lehn- und Erbwort. Ein Lehnwort ist ein Wort, das aus einer fremden Sprache übernommen wird. So etwa Schokolade oder Kakao, das aus dem Mexikanischen (Nahuatl) stammt, aber in fast allen Sprachen der Welt gleich heißt. Weil die Spanier Kakao und Schokolade aus Mexiko weltweit bekannt machten, heißt das Zeug in praktisch allen Sprachen mehr oder weniger gleich.

Schön kann man im Spanischen zwischen Lehn- und Erbwort unterscheiden. Das lateinische Wort für Blatt - folium - ist im Spanischen zu hoja geworden (hier gab es im Übrigen einen tatsächlichen baskischen Einfluss, die Basken kannten das F nicht und sprachen sprachen es als Hauch aus). Es gibt aber auch folio. Beides kommt aus demselben lateinischen Wort, nur ist das eine eben ein Erbwort, welches die gesamte spanische Sprachgeschichte mitgemacht hat, das andere ein (in diesem Falle gelehrtes) Lehnwort (auch Kultismus genannt), weil den Leuten im 16. Jhdt. nicht klar war, dass hoja von folium (bzw. dem nicht mehr als solchen erkannten Plural folia) stammt und sie es neu aus dem Lateinischen entlehnten. An Entlehnungen können wir also auch ausmachen, wann in etwa sie in eine Sprache gekommen sind, vor oder nach einem Sprachwandel.

Ein baskisches Wort für Haus erinnert an das hebräische Wort für Haus.
Und welches hebräische Wort für Haus wäre das, welches an welches baskische Wort für aus (oder vice verse) erinnert?

also dass r und l als Laut und als Buchstabe das gleiche sind. Was aber auch bei baskisch-lateinischen Lehnwörtern zu sehen ist, oder sogar im Romaischten: cerise = ciliegia (r=l). Das erklärt einiges.
Sie sind NICHT das gleiche. Im Deutschen etwa, ist es gleichgültig, ob du Zungenspitzen-R oder Zäpfchen-R verwendest, Zungenspitzen-R wird in manchen dialektalen Kontexten verwendet, hat aber oft den Ruf bäuerlich zu sein, wird tw. aber wegen der besseren Vewrständlichkeit auch auf Theatwerbühnen benutzt.
In anderen Sprachen wird zwischen Zungenspitzen-R und Zäpfchen-R unterschieden, sie bilden ein Minimalpaar.
Minimalpaarbildung in der Sprachwissenschaft: zwei Laute machen einen Unterschied in einem Wort aus. z.B. haaren (Haare verlieren) und harren (warten). Die Graphie unterscheidet die Worte, indem sie in dem einen Wort einen Doppelvokal verwendet, in dem anderen Wort einen Doppelkonsonanten. Der allerdings folgt in der deutschen Konvention immer auf Kurzvokal. Sprich: der Unterschied zwischen harren /harən/ und haaren /ha:r.ən/ liegt allein in der Aussprache/Länge des Vokals. /a/ und /a:/ sind ein Minimalpaar.

Also >r< ist in manchen Sprachen egal, ob ein Zungenspitzenlaut oder ein Zäpfchenlaut, in anderen Sprachen bedeutungsunterscheidend. Somit lässt sich auch nicht sagen r=l. Das lässt sich aber sowieso nicht sagen. Wieso manchmal aus einem R ein L wird oder aus einem L ein R (oder aus einem N ein R oder L) liegt am Artikulationsort. Aus einem Zäpfchen-R wird niemals ein L werden. Aus einem Zungenspitzen-R aber schon. Auch aus einem N kann mal ein L werden (Onuba > Huelva, Barkino > Barcelona, Pan Hormos > Palermo). Also die Kirsche (lat. ceresia) kann zum im Italienischen zur ciliegia werden. Im Deutschen ist dasselbe mit der kirschvewandten Pflaume passiert: Aus prunus wurde Pflaume. In der Sprachwissenschaft spricht man je nach Richtung von Lambdazismus (N/R werden zu L) oder Rhotazimus (L wird zu R). Das ist aber nicht, weil beide Laute gleich sind, sondern weil sie denselben oder einen nahe daran liegenden Artikulationsort haben.
Wenn R und L im Italienischen dasselbe wären, dann gäbe es die Unterschiede zwischen
  • lana – rana = Wolle – Frosch
  • lima – rima = Feile – Reim
  • liso – riso = glatt – Reis oder Lachen
  • lente – rente = Linse - Einkünfte, Rente
  • lode - rode = Lob - er/sie nagt
  • legare - regare = binden - bewässern
nicht. Stattdessen sehen wir aber: R und L sind ein Minimalpaar.



Und ja, es ist sprachwissenschaftlich erlaubt, das Kommutatiefgesetz anzuwenden, also die Buchstaben einfach umzustellen: gorri (baskisch) = * rrogi = rouge (französisch). Das funktioniert quer durch alle möglichen Sprachfamilien. Damit lässt sich z.B. auch zeigen, da koreanisch sup, Wald, rückwärts gelesen pus mit p=b (altbekannt) eins zu eins in zu den indopäischten Wörtern bosco, bush, bois, Busch, usw. passt: bus (pus).
Busch ist ein indoeuropäisches Wort, genauer ein germanisches Wort, dass aus dem Germanischen auch ins Lateinische oder Frühromanische entlehnt wurde (bosque, bosco, frz. bois semantisch verschoben zu Holz). Es ist korrekt dass /b/ die stimmhafte und /p/ die stimmlose Version des bilabialen Plosivlauts ist. Und dass es in der Westromania die Lautverschiebung von b zu p gibt (Sonorisierung, Lenisierung), wohingegen die hochdeutsche Lautverschiebung den gegenteiligen Weg geht, da wird /b/ zu /p/ entsonorisiert.
Bei bosque, bosco, bois handelt es sich also um Lehnworte, die indoeuropäischen Waldworte (silva, daraus selva, hýlē, djangal, vana, Wald, les, les ,lis, schuma) sind sehr heterogen (obwohl man meinen sollte, dass Wald auch ein wirklich altes Wort ist).





Die Sprachwissenschaft braucht ja immer, soweit ich das verstanden habe, lineare Beweise: Alle Buchstaben l in einer Sprachen müssen immer ein R in einer anderen Sprache ergeben. Okee: Die Wirklichkeit: Wo kommt das im normalen Leben oder in der Natur vor, dass immer und ohne ausnahme etwas so und so ist?
Das ist in der Tat nicht so. Aber es gibt nun mal beobachtbare Regeln. Und wenn etwas nicht in die Regel passt, muss es erklärt werden.
Z.B. gibt es die Regel, dass englisches th dem deutschen d entspricht:

thumb - Daumen
three - drei
thorrow - Dauer (bedauern)
that - das
this - dies
death - Tod
thunder - Donner / thursday - Donnerstag -
thirst - Durst
thief - Dieb
brother - Bruder
leather - Leder
feather - Feder
weather - Wetter - ?!? Moment!

Bei weather ist die Erklärung die, dass es im Mittelenglischen noch wedder hieß, das -th- ist also unetymologisch, das deutsche Wetter hingegen ist regelmäßig.

Manchmal kehren auch Worte in einer Sprache zurück, aus der sie stammen. So gibt es im Englischen nebeneinander warden und guardian. Das eine ist ein Erbwort, das andere ein doppeltes Lehnwort: Aus dem Germanischen (Fränkischen) wurde das Wort wardjan ins Altfranzösische entlehnt und kam über das Anglonormannische dann wieder ins Englische. So ähnlich wie folio und hoja im Spanischen. Oder der Balkon, der aus dem deutschen Balken über das Italienische balcono und Französische balcon wieder zurück kam. Auf dem Donnerbalken....
 
Dann konnte aber die Sprache keine Verwandtschaft zum baskischen haben.
Das ist jemandem, der die Bibel wortwörtlich liest, aber egal sein. Denn demnach stammen wir ja alle von Adam und Eva ab, bzw. alle von den Kindern Noahs und sind quasi erst in historischen Zeiten über die Erde verstreut worden und haben erst als Bestrafung für das hoffärtige Bauwerk des Turmszu Babel vergessen, dass wir eigentlich alle dieselbe Sprache sprechen.
 
Ähnlich und verwandt sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Beispielsweise kann sich die Satzstruktur zwei völlig von einander verschiedener Sprachen ähneln, dann gibt es auf grammatischer Ebene Ähnlichkeiten.
Da die Zahl der grammatikalischen Wortklassen begrenzt ist, ist natürgemäß auch die Anzahl an Möglichkeiten eines verschiedenen Arrangements im Bezug auf die Reihenfolge begrenzt, wodurch sich zweifelsfrei bestimmte Ähnlichkeiten ergeben, die aber keinen näheren Bezug der Sprachen zu einander bedeuten.

Die Behauptung Baskisch wäre mit den genannten Sprachen in deutlich wahrnehmbarem Maße verwandt, scheitert schon daran, dass die aufgezählten Sprachen bereits untereinander kaum miteinander verwandt sind.

Deutsch und Japanisch z.B. teilen sich bis auf ein paar Lehnwörter mehr oder weniger überhaupt nichts, was den Wortschatz angeht und sind auch auf grammatischer Ebene völlig unterschiedlich.

Das Japanische ist eine agglutinierende Sprache, ihre Verben und Substantive flektieren nicht, die Satzstruktur im Japanischen ist Subjekt-Objekt-Prädikat, nicht wie im Deutschen Subjekt-Prädikat-Objekt etc., dass ist schon auf allen Ebenen denkbar weit vom Deutschen weg.

Jetzt wäre die Frage zu stellen, wie sollte eine Sprache gleichzeitig mit zwei anderen Sprachen nah verwandt sein, wenn diese beiden Sprachen selbst wenig bis nichts miteinander zu tun haben, was die Verwandtschaft angeht.

Wenn Baskisch sowohl mit Deutsch, als auch Japanisch (was übrigens auch als isolierte Sprache gilt) deutlich verwandt wäre, Deutsch und Japanisch aber wenig miteinander zu tun haben, müsste Baskisch ja so etwas wie das Bindeglied sein und die Vorstellung ist natürlich völliger Humbug.


Im Japanischen gibt es verschiedene Worte mit der Bedeutung "Haus". "Ie", "Uchi", "Otaku"/"Taku", "Jinka", "Sumai", je nachdem was man gerade so ausdrücken möchte.

Welches davon sollte nach welcher Regel etymologisch mit "Exte" verwandt sein?

Das dürfte Stuss sein.

Natürlich wird man in unterschiedlichen Sprachen vereinzelt Worte finden, die ähnlich klingen und und etwas gleiches, oder ähnliches bezeichnen, dass ist aber bei einem Sprachschatz von hunderttausenden von Worten, die eine Sprache durchaus aufweisen kann weniger eine Frage tatsächlicher Verwandtschaft, als viel mehr eine der Wahrscheinlichkeit, weil halt auch die Anzahl phonetischer Laute begrenzt ist und wenn sich ein Wort nach Baukastenprinzip daraus zusammensetzt, sind zufällige Ähnlichkeiten logisches Produkt, verweisen aber auf keine nähere Verwandtschaft.
 
>>> Im Japanischen gibt es verschiedene Worte mit der Bedeutung "Haus". "Ie", "Uchi", "Otaku"/"Taku", "Jinka", "Sumai", je nachdem was man gerade so ausdrücken möchte.

Jepp. Es kommt immer drauf an, was man miteinander vergleichen kann. Englisch bone und deutsch Knochen ließen vermuten, dass Englisch und deutsch auch nicht miteinander verwandt sind: bone-Knochen. Wenn man aber Deutsch Bein (kommt von Gebein = Knochen) oder Steißbein vergleicht - besteht schon eine Verwandtschaft.

Türlich kann man das nicht an einem einzigen Wortpaar festmachen. Bei Englisch sagen wir: bone- Knochen - Englisch und Deutsch sind trotzdem verwandt. Aufgrund einer Vielzahl von Bewertungskriterien.

> Im Japanischen gibt es verschiedene Worte mit der Bedeutung "Haus". "Ie", "Uchi", "Otaku"/"Taku", "Jinka", "Sumai", je nachdem was man gerade so ausdrücken möchte. Welches davon sollte nach welcher Regel etymologisch mit "Exte" verwandt sein?

Im Vergleich zu Englisch-Deutsch würde ich kucken, was passen könnte. Wie bei Englisch one gibt es eine Art Wortdomino zum Anlegen der Steine: one (geschrieben) passt zu uno, un, ein - (wan) gesprochen, passt zu wangzi (Lakotisch) 1, wan Ainuisch = 1-0 = 10, chienesisch = 1-0000 = 10.000

utschi (uchi) - Haus
etsche (etsche) - Haus

Ziemlich gleich. Hier hilft nur die Aussprache weiter, weil: Auf Hiragana oder Katagana, selbst auf Romandschi hat das jap. gefühlt gar keine Ähnlichkeit zu Baskisch.

> Wenn Baskisch sowohl mit Deutsch, als auch Japanisch (was übrigens auch als isolierte Sprache gilt) deutlich verwandt wäre, Deutsch und Japanisch aber wenig miteinander zu tun haben, müsste Baskisch ja so etwas wie das Bindeglied sein und die Vorstellung ist natürlich völliger Humbug. Welches davon sollte nach welcher Regel etymologisch mit "Exte" verwandt sein?

Ich denke, alle drei Sprachen sind weitläufig miteinander verwandt. Nicht so nah wie Englisch und Deutsch, aber auch nicht völlig unabhängig oder isoliert. Ob jetzt Baskisch oder indopäisch eher da war oder Japanisch - keine Ahnung. Ich denke eher, dass alle drei auf etwa gleicher Ebene miteinander verwandt sein könnten, also Sprachfamilien untereinander verwandt.

>> Deutsch und Japanisch z.B. teilen sich bis auf ein paar Lehnwörter mehr oder weniger überhaupt nichts, was den Wortschatz angeht und sind auch auf grammatischer Ebene völlig unterschiedlich.

Warum kamman dann doori/toriStraße oder Weg zu rooid = road, Straße oder Weg umbauen?

Warum ist Baskisch azal (Schale) genauso aufgebaut wie Deutsch Schale (bei Schale Post-Poscht-Wechsel und a hinten statt vorne, abgeschächt zu e) ... und japanisch o-sara heißt (tiefer, flacher usw.) Teller - was de fakto auch eine Schale ist? Da in allen möglichen Sprachen R und L austauschbar sind (Lateinische Lehnwörter im Baskischen, ciliegia mit l statt cerise mit r, ital., frz., arigaot im Japanischen, Rieul im Koreanischen sogar gleiche Buchstabe für R/L ... D.h. in japanisch o-sara könnte man auch o-sala sagen. O ist Höflichkeitssilbe ... also jap. = *sala ... und das ist identisch mit deutscht Schale, baskisch azal

Also von der Bedeutung her UND vom Wortgerüst und den Lautverschiebungen her sehr gut erklärbar. Und von diesem Stuss gibt erstaunlich viel, wenn man lange sucht.

>> Das Japanische ist eine agglutinierende Sprache, ihre Verben und Substantive flektieren nicht, die Satzstruktur im Japanischen ist Subjekt-Objekt-Prädikat, nicht wie im Deutschen Subjekt-Prädikat-Objekt etc., dass ist schon auf allen Ebenen denkbar weit vom Deutschen weg.


So unterschiedlich sind die Satzstruckturen gar nicht. Zuerst ja. Aber im Prinzip muss man von Deutschen her viele japanische Sätze rückwärts lesen, damit man sie versteht. Und baskische Sätze im testamendu Berria muss man Satzbaustein für Satzbaustein rückwärts lesen, damit sie, vom Deutschen her betrachtet, Sinn ergeben.

Im Prinziep sind sowohl die Sätze als auch einzelne Wörter als Chiasmuss vertauscht, also über Kreuz vertauscht.
Das erstmal nach Zufall aus, ja. Aber es funktioniert in so vielen Sprachen, dass es ein zeimlich regelmäßiger Zufall ist. Ähnlich wie bei den Priemzahlen: schwer linear zu beweisen, unmöglich vielleicht, aber auch nicht völliger ohne Ordnung.
 
Es gibt da einen Arzt, Antonio Arnaiz Villena, der zusammen mit Jorge Alsonso García (der sich Historiker nennt, aber ob der jemals tatsächlich Geschichte studiert hat, weiß ich nicht, die Berufsbezeichnung ist ja nicht geschützt), der auch meint, man könne mit Hilfe des Baskischen alle möglichen Sprachen erklären.

Ich greife mal etwas heraus

Das erinnert mich zunächst einmal an Verlan, die frz. Hip Hop- und Jugendsprache, die aber natürlich eine Kunstsprache ist. Natürlich kommt frz. rouge von lat. russus, so wie spanisch rojo, eine Verkehrung der SIlben wie im Verlan hat hier nicht stattgefunden, auch im Baskiischen nicht.
Hat schon Unterhaltungswert, dieser Beitrag, mehr aber leider auch nicht.

Bocker toff. Das will ich hoffen, dass es Unterhaltungwert hat. ;)

Aus deutschsprachiger Sicht wirkt "gorri" für rot völlig unerklärlich - und gorri - rouge wie Zufall.
Mit der Zeit stellt sich aber raus, dass baskisch gorri gar nicht sooo außergewöhnlich zu sein scheint - wie man das für eine isolierte Srpache vermuten würde. Wo ist jetzt der Unterschied zwischen gorri und giri - beides für "rot"?

WestarmenischGaRmir
BaskischGoR Ri
Andisch KaukasusGiRi
 
Wie sollte das geographisch erklärbar sein????????????? Ich halte das für nicht möglich!!!!!!!!!!!!!

Es gäbe da verschiedene Teeorien:
  • Beringstraße: Erklärt Besiedlung mindestens von Nordamerika von Sibieren oder Asien aus.
  • Kolumbus: Da in der Kariebick bei Kolombus Ankuft indigene Völker anzutreffen waren, musst Mittelamerika bis dahin von irgendwo besiedelt worden sein. (Es sei denn, in Amerika selbst wären auch Menschen entstanden.)
  • Polinesien: Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie die Menschheit Indonesien, Australien und die Inseln im Stillen Weltmeer besiedeln konnte. Es ist mir unerklärlich. Trotzdem muss das ja irgendwie so gewesen sein. Da die Osterinseln zu den Maleiosüdseeischten Srpachen gehören, wäre es vorstellbar, dass einige Leutz auch von Polinesien aus bis nach Südamerika geseegelt sind.
  • Dann gäbe es noch die Möglichkeit, dass sich nacher Sintflut und nacher Ankunft der Arche aufm Arrarat (ziemlich zentral auf der Weltkugel) und nach der Sprachverwirrung die Leute in alle Windrichtungen verteilt haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Dann gäbe es noch die Möglichkeit, dass sich nacher Sintflut und nacher Ankunft der Arche aufm Arrarat (ziemlich zentral auf der Weltkugel) und nach der Sprachverwirrung die Leute in alle Windrichtungen verteilt haben.
Ne, das fällt weg!!!
Es gäbe da verschiedene Teeorien:
  • Beringstraße: Erklärt Besiedlung mindestens von Nordamerika von Sibieren oder Asien aus.
  • Kolumbus: Da in der Kariebick bei Kolombus Ankuft indigene Völker anzutreffen waren, musst Mittelamerika bis dahin von irgendwo besiedelt worden sein. (Es sei denn, in Amerika selbst wären auch Menschen entstanden.)
  • Polinesien: Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie die Menschheit Indonesien, Australien und die Inseln im Stillen Weltmeer besiedeln konnte. Es ist mir unerklärlich. Trotzdem muss das ja irgendwie so gewesen sein. Da die Osterinseln zu den Maleiosüdseeischten Srpachen gehören, wäre es vorstellbar, dass einige Leutz auch von Polinesien aus bis nach Südamerika geseegelt sind.
Ja, daran zweifelt ja keiner. Du mußt dir halt mal die Entfernungen und die Zeiträume klar machen!!!!!!!!!!!!!
 
wenn Meerwasser verdunstet, sind die Salzkristalle immer stur kubisch (die faule Natur will uns das Salz nicht als 24-Flächer a la Pyrop (Granat) und auch nicht in schicker Drusenform (Amethyst) gönnen) -- ein weiteres derartiges "Naturgesetz" haltlose rhetorische Fragen gehen zwangsläufig nach hinten los ;) :D

Also es scheint natürliches Püramiedensaltz zu geben - sieht tatsächlich aus wie kleine Püramieden. Selten. Kostbar. Für Feinschmecker. Die chemische Grundstrucktur möge immer noch Kuben sein ...
 
???????????????????????????????? Was soll das für eine Sprache sein??!! Ist die anerkannt?? Wer "spricht die"?
Ja, ist anerkannt. Evtl. ausgestorben. Jokude, gesprochen Zokude. Das ist die Eigenbezeichnung der Sprecher. Die Fremdbezeichnung war irgendwie anders .Selbst auf Wiki muss man lange suchen. Südamerika. Gibt nur wenige Wortbelege. Die Zahl zwei heißt ba'ta, was exakt zum Konsonantengerüst von baskisch bida (2, d=t), englisch both (beide = 2, th=d=t) und deutsch (beide, 2, langes i = ei) passt.
 
Nun, der Kollege hat offensichtlich ein evangelikales Weltbild:

Es muss also eine Geschichte, die vor über zweieinhalb Jahrtausenden erfunden wurde, um vorwissenschaftlich zu erklären, warum die Menschen unterschiedliche Sprachen sprachen, wenn sie doch alle dieselbe Herkunft hatten, irgendwie "bewiesen" werden, ganz unabhängig davon, dass die Bibel ein statisches Sprachverständnis hat, wohingegen Kaixo schon akzeptiert, dass Sprache wandelbar ist. Kaixo argumentiert ja mit Lautwandel, Metathesen etc.

Nun noch ein Wort zur christlichen Symbolik. Das Kreuz wird gewissermaßen durch den Rückgriff auf die Geschichte von der babylonischen Sprachverwirrung ins Alttestamentarische zurückprojiziert. Das ist natürlich Blödsinn. Nicht, weil die Kreuzigung eine römische Strafe war, sondern weil das Kreuz gar nicht immer ein christliches Symbol war. Das Christentum tat sich anfangs schwer damit, das Kreuz als sein nach außen getragenes Symbol zu verwenden. Man verwamndte andere Symbole, etwa den Fisch. Erst allmählich setzte sich das Kreuz als Symbol für das Christentum durch. Die Argumentation läuft also auch der historischen Genese des Christentums zuwider.


efangelikales Weltbild:
Oh nein, wie hast du das denn rausgefunden?! Ja, ich weiß: Man erwähnt nicht die Arche Noah, in seriösen Diskussionen, und Sprachverwirrung schon gar nicht. Und die Biebel als historische Quelle, gar für Sprachwissenschaft ... völlig unmöglich. Und auf gar keinen Fall antwortet man immer mit Gott oder Jesus, wie wir als Efangelikale das immer manchen. Wissenschaftlich korrekt wäre es dagegen, statt Gott immer mit "Zufall" zu antworten.
Es mag sein, dass Sinaugorisch auf Papua nicht mit Basksich und Latenisch vergleicht. Aber warum nicht? Es ist megaintressant.


Das mim Kreuz: Ja, denke, dass du einerseits Recht hast. Andereseits gibt es Teeorien, dass z.B. die israelitischen Stämme in der wüste in Kreuzform aufgestellt waren.
 
Nun, der Kollege hat offensichtlich ein evangelikales Weltbild:

Es muss also eine Geschichte, die vor über zweieinhalb Jahrtausenden erfunden wurde, um vorwissenschaftlich zu erklären, warum die Menschen unterschiedliche Sprachen sprachen, wenn sie doch alle dieselbe Herkunft hatten, irgendwie "bewiesen" werden, ganz unabhängig davon, dass die Bibel ein statisches Sprachverständnis hat, wohingegen Kaixo schon akzeptiert, dass Sprache wandelbar ist. Kaixo argumentiert ja mit Lautwandel, Metathesen etc.

Nun noch ein Wort zur christlichen Symbolik. Das Kreuz wird gewissermaßen durch den Rückgriff auf die Geschichte von der babylonischen Sprachverwirrung ins Alttestamentarische zurückprojiziert. Das ist natürlich Blödsinn. Nicht, weil die Kreuzigung eine römische Strafe war, sondern weil das Kreuz gar nicht immer ein christliches Symbol war. Das Christentum tat sich anfangs schwer damit, das Kreuz als sein nach außen getragenes Symbol zu verwenden. Man verwamndte andere Symbole, etwa den Fisch. Erst allmählich setzte sich das Kreuz als Symbol für das Christentum durch. Die Argumentation läuft also auch der historischen Genese des Christentums zuwider.

Ein statisches Weltbild? Das mitter Sprachverwirrung klingt doch gar nicht mal so statisch. Und zu Pfingsten, wo alle Leute die Apostel plötzlich in ihrer jeweiligen Muttersprache hörten, klingt auch eher dünamisch.
 
Dann konnte aber die Sprache keine Verwandtschaft zum baskischen haben.


Zokudusch, Makuusch (-usch als kennzeichnung für ausgestorbene Sprachen):
s. meien anderen Antworten: Zukudusch konnte nur keine Verwandtschaft zu anderen Sprachen haben, wenn man davon ausgeht, dass dieser Volkstamm unabhängig von allen anderen Menschen auf der Welt enstanden ist. Wäre das wahrscheinlich?
 
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