Jugend in der DDR

Dieses Thema im Forum "BRD | DDR" wurde erstellt von LovelyBerry, 19. Juni 2011.

Schlagworte:
  1. LovelyBerry

    LovelyBerry Neues Mitglied

    Hallo :winke:
    ich muss in der Schule ein Referat über die Jugend in der DDR halten. Ich finde im Internet allerdings nicht viel, was mir wirklich weiterhilft. :confused: Meine Themen sind:
    Erziehung
    Pioniergemeinschaften
    FDJ
    Weltfestspiele (gehört das überhaupt richtig zu diesem Thema?)
    Kleidung
    Musik
    Spielsachen/ Freizeitbeschäftigungen
    verschiedene Meinungen der DDRler
    Wo war das Leben besser? DDR oder BRD?

    Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr mir helfen könntet.
    Danke im Vorraus, LovelyBerry

    P.S.: Ich bin in der 9. Klasse (G8), daher sollten die Antworten nicht allzu kompliziert formuliert sein. :)
     
  2. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied

    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2011
  3. LovelyBerry

    LovelyBerry Neues Mitglied

    @ Jacobum

    Ich weiß, dass man sehr viele Treffer bekommt aber, diese Seiten sind alle nicht sehr hilfreich. :rotwerd:

    Die 4 Seiten sind gut, vielen Dank :yes:

    "Die Frage, wo das Leben besser war, ist schon interessant. Wer sollte die denn beantworten...? :pfeif:"
    Vielleicht Leute, die damals zu dieser Zeit Jugendliche waren. Es gibt bestimmt einige Erfahrungsberichte und ich habe auch ein Buch, das allerdings sehr kompliziert ist :D meiner Meinung nach ist das nicht für einen 9. Klässer geeignet. =)

    Danke, LovelyBerry
     
  4. Melchior

    Melchior Neues Mitglied

    @LovelyBerry

    Deine Gliederung ist schon ganz o.k. Ich hätte folgende Vorschläge zur Abänderung:

    - Schule in der DDR (der Begriff "Erziehung" ist zu komplex)
    - Pionierorganisation, FDJ und GST, der Versuch der Vereinnahmung der Kinder und Jugendlichen
    - Freizeit der Kinder und Jugendlichen in der DDR (Musik, Klamotten etc.)
    - Wo war das Leben besser?*

    * Diese Frage kann Dir keiner beantworten, das mußt Du schon selber tun; als Anregung, schau Dir den Film "Sonnenallee" an.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenallee_(Film)

    Jetzt noch ein paar links:

    Bildungssystem in der DDR ? Wikipedia

    Gesellschaft für Sport und Technik ? Wikipedia

    Musik der DDR ? Wikipedia

    Rochmusik in der DDR

    Rockmusik in der DDR | MDR.DE

    http://www.stiftung-aufarbeitung.de/downloads/pdf/PELKA.pdf

    Viel Spaß beim Vortrag.


    M.


    P.S.: Das Thema Weltfestspiele würde ich ebenfalls nicht behandeln.
     
  5. Batistar

    Batistar Gesperrt

    Für die Freizeitgestaltung der Kinder war sehr viel im Angebot, da beide Elternteile ja arbeiten gegangen sind. Es gab z.B. viele AGs, z.B. in der 1. Klasse Rollsschuhlaufen später dann Leichathletik und viele andere Sportarten bis hin zu Handarbeiten. Dies wurde teils auch von der FDJ organisiert. Dann gab es auch ein Sommerferien-programm, das sehr günstig war (1-2 Mark pro Woche). Auch wurden von den Firmen, in denen die Eltern gearbeitet haben z.B. Kinderferienlager organisiert und bezahlt.
     
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  6. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Das mag alles schön und gut gewesen sein, also aus sicht der Kinder, aber letztlich war es dem politischen Kalkül des SED-Regimes geschuldet, sich die Kinder und Jugend des Landes schon früh ideologisch zu binden bzw. zu beeinflußen. In allen diesen Veranstaltungen steckte die Aufgabe die eigene Persönlichkeit aufzugeben und sich der Gesellschaft unterzuordnen. Eigene Gedanken und Initiativen konnten so bewußt vom Regime schon ab dem Kindesalter unterbunden werden.
    Und die meisten Veranstaltungen auch der Freizeitgestaltungen waren für die Kinder und Jugendlichen stark von militärischen Inhalten und Verhaltensweisen geprägt.

    Das alles sollte bei aller Lobeshymne an den "Sozialstaat" DDR [Die beiden Worte in einem Satz sind ein Widerspruch in sich selbst!] nicht vergessen werden!
     
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  7. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    @Köbi, du hast es genau wie ich auch erlebt. Natürlich war es für Jungens in der Vorpubertät attraktiv mal mit der Kleinkaliber-Kalaschnikoff zu ballern. Was wirklich dahinter steckte, begriffen wir arme Würstchen gar nicht.
     
  8. Dackelhasser

    Dackelhasser Mitglied

    Eventuell solltest du noch die Kirche erwähnen. Dort gab es (bei der evangelischen Kirche) die "Jungen Gemeinden". Die dienten als eine Art Auffangbecken für die Jugendlichen, die sich dem offiziellen staatlichen System widersetzten. Nicht alle waren wirklich Christen. Für viele war das die einzige Möglichkeit, sich außerhalb staatlich geförderter Gruppierungen zu treffen. Je nach Ausrichtung und Aktivitäten ihrer Mitglieder ging es dort mehr oder weniger religiös zu, und es gab auch andere Aktivitäten. Die entsprechenden Veranstaltungen waren häufig sehr gut besucht. Allerdings wurden die immer argwöhnisch von der Stasi beobachtet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juni 2011
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  9. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

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  10. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

  11. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    1. Dass ich keinen eigenen neuen Thread aufmachen wollte, der sich mit Misswahlen in der DDR beschäftigt und es auch keinen thematisch näheren Bezug in anderen Threads gab.

    2. Das Thema in den weitesten Kontext "Jugend" gehört.

    3. Und das der Einfluss des Westens bis in die Übernahme von Ritualen reichte, die ursprünglich als ideologishc verwerflich angesehen wurde.

    4. Und damit hat Schönheit, via Misswahlen, auch in der DDR einen Warenwert erhalten hat.

    5. Und sollte Dir dieser Hinweis nicht gefallen, es wohl kein Problem wäre, ihn zu ignorieren.
     
  12. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Das hat ja jetzt wirklich nichts mit der Frage von lovely berry zu tun, aber mir fällt auf, dass sie mit nur zwei zwei Beiträgen einen roten Stern trägt.

    Oft kommen Anfragen in diesem Stil: "HILFE SCHREIBEN MORGEN ARBEIT UND ICH FIND NICHTS" Denkfaulheit wird dann oft genug mit schlechtem Benehmen kombiniert.

    Das kann ich bei vordergründig bei lovely berrys Anfragen nicht erkennen. Sie hat eigentlich recht höflich gefragt und sich offenbar durchaus Mühe gemacht, selbst nachzudenken. Eigentlich hat sie nur nach Informationen in konzentrierter Form über die DDR und die Zeit des Kalten Krieges gefragt, die für eine Jugendliche von 14-15 Jahren leicht verständlich sind.
    Die DDR, die Zeit des Kalten Krieges, die Wende, die viele von uns älteren Forianern als Zeitgenossen miterlebten, ist inzwischen Geschichte und mag Kids die lange danach geboren wurden schon fast so fern wie Babylon und Ninive erscheinen- wohl ist ihnen, dass sie es nicht erleben mussten.

    Hand aufs Herz, hätten wir alle auf Fragen nach Wiederbewaffnung, Korea- oder Vietnamkrieg, Spiegelaffäre und Marschallplan antworten können?

    Einige Forianer haben da wohl ein bisschen schnell und aus der Hüfte Rote verschossen, obwohl eigentlich ein gewisser Welpenschutz Konsens ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juni 2012
  13. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    ...vielleicht können wir auch kurz auf das Datum schaun und uns etwas entspannen, da das Thema vor einem Jahr gepostet wurde und seit einem Jahr nichts mehr passiert ist. Es scheint legitim ihn als Thema zu revitalisieren und unter einem neuen Aspekt zu diskutieren.

    Und es wäre durchaus eine ernsthafte Frage wert gewesen, in welchem Umfang Jugend = Schönheit in sozialistischen Staaten vermarktet worden sind und für welche Zwecke. Aber geschenkt, wenn man diese Dimension nicht sehen möchte, muss man sie auch nicht diskutieren.
     
  14. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Nun sei mal nicht gleich so sauer. Sicher ist das interessant aber mit dem Alltag der DDR-Jugend hat das eben wirklich nicht viel zu tun. Die Schönheit spielte vor Katharina Witts Erfolgen keine große Rolle im SED-Staat. Nach den Schlagzeilen "Das schönste Gesicht des Sozialismus" in der Westpresse, erfolgte wohl ein leichtes Umdenken. Vorher zeigte man lieber die Mähdrescherfahrerin, die Kranführerin oder die Kugelsoßerin als sozialistisches Ideal.
     
  15. hjwien

    hjwien Aktives Mitglied

    Das kommt auf den Blickwinkel an. Die DDR bestand ja nicht nur aus der offiziellen Propagandaseite. Aus Sicht der Jugendlichen in der DDR war Schönheit natürlich ein Thema, und es war mitnichten so, daß erst Katharina Witt einen Aha-Effekt ausübte.
    Es gab sowohl Mode als auch Modetrends, es gab Ablehnung und auch Thematisierung von Schönheit: Was zieht man zur Jugendweihe an und welche Frisuren sind gefragt, war ein Hauptthema unserer Mädels in der 8. Klasse. Wenn wir zu einem offiziellen Termin das Blauhemd tragen mußten, verschwnad es nach diesem termin aber ganz schnell in der Schulmappe, weil wir die Uniformität eben nicht schön fanden, sondern jeder seinen individuellen Geschmack pflegen wollte.
     
  16. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Da habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrück. Natürlich meinte ich das offizielle Frauenbild, nicht das, welches die Jugend hatte. Wir standen sebstverständlich auf schöne Mädchen und nicht auf Mannweiber.
     
  17. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    oder die berühmte Ukrainische Hammerwerferin Anna Bolika. =)
     
  18. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Das würde ich soooo nicht behaupten. Sicherlich gab es kein so kapitalistisches Spektakel, wie es die damalige westliche Modewelt zelebrierte oder auch heute noch tut, aber ich habe in meinem Jugendalltag gern schöne Mädels an meiner Seite haben wollen.
    Sicherlich ist die äußere Schönheit nun wieder eine sehr, sehr subjektive Empfindung und wirkt im Auge des Betrachtes sicherlich sehr unterschiedlich, so fand ich die Witt damals schon kacke. :devil:

    Alltag der Jugend ist Jugendliebe und auch wenn es in der DDR in der zwischenmenschlichen Verbindung (Sex) auch hoch her ging, spielte wie schon gesagt, Schönheit und das Erscheinungsbild bei mir auch eine Rolle ...:cool:
     
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  19. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Vielleicht komme ich damit in den Verdacht eines Chauvinisten,und ich habe selbst ein komisches Gefühl, vereinzelte, auch eigene Erfahrungen empirisch 1: 1 auf einen größeren Maßstab zu übertragen.
    Als Onlineredakteur habe ich vor ein paar Jahren mal verschiedene Singlebörsen, Seitensprungagenturen etc. unter die Lupe nehmen dürfen. Zwei Erfahrungen habe ich dabei gemacht. 1. Die Agenturen versprechen mehr, als sie jemals halten können und 2. das Balzverhalten ehemaliger DDR- BürgerInnen kommt weit schnörkelloser daher, als das von Wessidamen. Freikörperkultur scheint sich einer größeren Beliebheit erfreut zu haben, und im real existierenden Sozialismus hatte offenbar das Improvisationstalent eine viel größere Wertschätzung.

    Bei einem Abenteuer mit einer sehr originellen Thüringerin ging alles schief, was auch nur hätte schief gehen können, Wolkenbruchartige Regen, besorgte Hundeführer, die eine Vergewaltigung wittern und helfen wollen und dann schliéßlich ein Plattfuß mitten im Platzregen und vor allem mitten im Habichtswald, fern der Zivilisation. Dummerweise hatten wir auch keinen Sprit mehr- Ich hab jeden Moment damit gerechnet, gleich haut sie mir eine runter. Aber Glück muss der Mensch haben von einem Minicarfahrer schnorte ich mir das Benzin, und dass ich in Dunkelheit und strömendem Regen einen Reifen wechseln konnte, während sie sich um den Picknickkorb kümmerte, fand sie "irgendwie sexy"
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juni 2012
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  20. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

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