Kanonenkugelfund ??

Helena Hedwig

Neues Mitglied
Hallo,
wir haben in unserem Dorf ein Objekt gefunden und wissen nun nicht, ob es eine Kanonenkugel sein könnte.
Diese war unter der Erde, stark verrostet. Jetzt nach einigen Wochen in destilliertem Wasser relativ vom Rost befreit.
Sie wiegt z.Zt. 3,7 kg. Hat einen Durchmesser von ca. 10 cm.
Es gibt einen Abschlag von ca. 3 cm Durchmesser und 0,8-1,0 cm Tiefe.
Es gibt eine fast umlaufende erhobene Rille, die durch den Abschlag durchbrochen wird.
Wie wurden Kanonenkugeln gegossen? Hatten sie eine solche Erhebung durch die Gussform?
Kann es sich bei unserem Objekt um eine Kanonenkugel handeln?
Ich hoffe auf Hilfe.
Danke.
 

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Hallo,
wir haben in unserem Dorf ein Objekt gefunden
was du auf den Fotos zeigst, sieht durchaus wie eine Kanonenkugel aus - du kannst doch sicherlich recherchieren, ob euer Dorf (ich weiß ja nicht, wo und welches es ist) im dreißigjährigen Krieg oder in den Franzosenkriegen (Ludwig der 14.) irgendwie betroffen war. Wenn euer Dorf in diesem Zeitraum (17.-18. Jh.) sozusagen im Krisengebiet lag, hast du ein zusätzliches Indiz dafür, dass es sich um eine Kanonenkugel handelt.
 
- du kannst doch sicherlich recherchieren, ob euer Dorf (ich weiß ja nicht, wo und welches es ist) im dreißigjährigen Krieg oder in den Franzosenkriegen (Ludwig der 14.) irgendwie betroffen war.
Oder sie ist aus napoleonischer Zeit. Ein Hinweis, wo euer Dorf liegt und eine kleine Recherche bezuegl. der Dorfgeschichte wære in der Tat hilfreich.

Gruss, muheijo
 
Könnte vielleicht auch nur eine Kugel vom Kugelstoßen sein. Für Frauen wiegt die Kugel 4 kg. Die fehlenden 300 g könnte man wegen des verrosteten Materials abziehen.
Aber sonst, schau mal hier: Kanonenkugeln
 
Unser Ort liegt in Sachsen-Anhalt, Landkreis Mansfeld-Südharz, in der Nähe der Lutherstadt Eisleben.
In den spärlichen Geschichtsaufzeichnungen der Gemeinde steht z.B., dass unser Kloster 1525 geschliffen wurde und das wir im 30-jährigen Krieg fast ausgestorben waren. Durchziehende schwedische Truppen sind ebenfalls vorstellbar. Also wäre der Beschuss des Ortes oder das Herabfallen vom Munitionswagen (obwohl die Absplitterung nicht darauf hin weist) möglich.
Das Material der Kugel ist auch nicht reiner Guss, und die umlaufenden Erhebungen würden - meiner Meinung nach - ausschließen, dass es sich um eine Kugelstoßkugel handelt.
Ich kann anhand der Größe und des Durchmessers auch nicht herausbekommen, um was für eine Art Kanonenkugel in Bezug auf die Pfundzahl es sich handeln würde.
Es scheint, dies ist ein "weites Feld".
 
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