Kriegsprävention nach 2 Weltkriegen

Dieses Thema im Forum "Sonstiges in der Neuzeit" wurde erstellt von wuttel, 9. Mai 2014.

  1. wuttel

    wuttel Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    ich heiße Lukas, bin 19 Jahre alt und arbeite zur Zeit an einem Referat für den Geschichtsunterricht.

    Dabei geht es um die Kriegsprävention nach den beiden Weltkriegen.
    Um genau zu sein:
    1. Völkerbund nach WK1
    Wie funktioniert er, Aufbau, Sanktionen, Erfolge und Niederlagen
    2. Vereinte Nationen
    Wie gingen sie aus dem VB hervor, welche Erfahrungen flossen mit ein, Bewährung im kalten Krieg
    3. Generell Kriegsprävention Chancen und Risiken der System (z.B. VN).

    Nun an sich habe ich mir einen denke ich ganz guten Rahmen rund um den VB, VN und Kriegsprävention erarbeitet, nur bin ich mir bei ein paar Dingen nicht ganz sicher:

    Wie genau funktionierte der Völkerbund? Man hört immer, der Rat konnte eine stärkere politische Macht ausüben, nur warum war das so?

    Ebenso die Sanktionen: In den 26 Artikeln ist immer nur die Rede von "angemessenen Mitteln" bei Verstoß gegen ein Gerichtsurteil, welches bei der Versammlung angenommen wurde.

    Ansonsten dachte ich mir, dass man aus dem Völkerbund gelernt hat, dass Abstimmungen nicht einstimmig sein sollten, man mehr Staaten mit ins Boot holt, vor allem die Großmächte. Ebenso wurden bei der VN die Nebenorgane weiter ausgebaut und es gibt eine eigene Armee (Blauhelme). Auch das Verbot von Krieg steht nun in der Charta, also von vornherein präventiv handeln.

    Zum dritten Teil muss ich mir noch Gedanken machen.

    Ich weiß nicht, wie das hier in so einem Forum abläuft, ich bin aber froh für jede Anregung, Meinung, Tipps etc. und platze hier einfach mal so rein.

    Grüße Lukas
     
  2. YoungArkas

    YoungArkas Neues Mitglied

    Er funktionierte nicht besonders gut. Der Rat des Völkerbundes war ähnlich wie der Sicherheitsrat der UNO heute ein Gremium, dass aus ständigen und nicht-ständigen Mitgliedern bestand. Alle Mitglieder hatten dabei de facto ein Vetorecht (da Entscheidungen Einstimmig sein mussten). Wenn Sanktionen verhängt wurden (wie gegen Italien 1935) waren diese zumeist vollkommen wirkungslos.


    Im Sicherheitsrat, dem Gremium, dass heute Sanktionen verhängt müssen immer noch zumindest die ständigen Mitglieder sich in soweit einig sein, dass es keine Gegenstimmen gibt.

    Die UN hat keine eigene Armee. Die Blauhelm-Missionen werden von Kontingenten der Armeen der Mitgliedsländer ausgeführt, die sich daran freiwillig beteiligen. Wenn kein Mitgliedsstaat bei einer Blauhelm-Mission mitmachen will, findet sie auch nicht statt. Deshalb sind aktuell die meisten Blauhelmsoldaten aus Entwicklungsländer, da diese auf die Kompensationen angewiesen sind, die die UN für die Bereitstellung von Truppen bezahlt.
     

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