Marienerscheinungen

Deshalb "falls es denn eine war". Sollte der "erste" Widerruf korrekt sein, hätten die Mädchen ab einem bestimmten Zeitpunkt zu lügen begonnen, eben weil der Druck von allen Seiten zu groß war, um einen Irrtum einzugestehen. Selbst dann wäre das aber angesichts der Situation durchaus verständlich, erst recht bei Kindern. So oder so, die Behandlung der Mädchen war aus heutiger Sicht natürlich ungerecht und selbst nach den damals üblichen härteren Erziehungsmethoden kaum angemessen.
 
Margaretha Kunz gestand als Novizin einer Schwesternschaft bei der Osterbeichte 1887, dass sie über ihr Erlebnis bei Marpingen gelogen habe. Am 26. Januar 1889 schrieb sie eigenhändig (das Schriftstück liegt im Bistumsarchiv Trier): „Ich bin eines der drei Kinder, die vor beinahe dreizehn Jahren in Marpingen das Gerücht ausstreuten, die Muttergottes gesehen zu haben, und muss leider das tief demütigende Geständnis machen, dass alles ohne Ausnahme eine einzige große Lüge war.“
 
Mir ist wenige Tage nach dem Tod von Freddy Mercury eben dieser selbst erschienen, er kam an mir vorbei, als ich auf dem Weg von der Schule nach Hause (bzw. zum Bahnhof) war. Er sah halt nur nicht aus wie etwa 1988, sondern wie 1978. Eine Botschaft an mich hatte er nicht, er eilte nur an mir vorrüber. Ich habe ihn nie wieder gesehen.
 
1999 berichteten 3 erwachsene Frauen wiederum von Marienerscheinungen in Marpingen. Marion Guthmann war die Hauptsprecherin.

Es kamen dann bis zu 40.000 Pilger aus aller Welt nach Marpingen.
 
Maria in Amerika

1531 hatte der Indio Juan Diego in Guadaloupe, Mexiko, eine Marienerscheinung. Auf dem Mantel des Indios, der sog. Tilma, blieb danach ein rätselhaftes Bild von Maria.
 
Diese Erscheinung (oder Vision, Halluzination etc. ;)) wurde von den kirchlichen Autoritäten übrigens bereits im 16. Jh. anerkannt. Juan Diego selbst sprach man aber dennoch erst im 21. Jh. heilig. Der Wallfahrtsort, in dessen Basilika das Gnadenbild verehrt werden kann und der heute zu Ciudad de México gehört, soll etwa 18-20 Millionen Pilger im Jahr anziehen und zählt damit zu den meistbesuchten Kirchen der Welt.

Die Zeitumstände sind aber ganz andere als in Marpingen oder Lourdes. Es handelte sich bei "Neuspanien" um eine kürzlich militärisch unterworfene Kolonie Kastiliens, in welcher die christliche Mission direkt mit der Herrschaftsbegründung verbunden war. Es bestand also ein ganz erhebliches staatliches Interesse daran, den christlichen/katholischen Glauben zu unterstützungen und in die indigene Bevölkerung hineinzutragen. Anders als bei den Erscheinungen im Europa des 19. Jh. begegnete die Gottesmutter hier der Legende einem erwachsenen Mann. Die Unterschiede sind also schon nicht ganz unbedeutend.
 
Diese Erscheinung (oder Vision, Halluzination etc. ;)) wurde von den kirchlichen Autoritäten übrigens bereits im 16. Jh. anerkannt. Juan Diego selbst sprach man aber dennoch erst im 21. Jh. heilig. Der Wallfahrtsort, in dessen Basilika das Gnadenbild verehrt werden kann und der heute zu Ciudad de México gehört, soll etwa 18-20 Millionen Pilger im Jahr anziehen und zählt damit zu den meistbesuchten Kirchen der Welt.

Die Zeitumstände sind aber ganz andere als in Marpingen oder Lourdes. Es handelte sich bei "Neuspanien" um eine kürzlich militärisch unterworfene Kolonie Kastiliens, in welcher die christliche Mission direkt mit der Herrschaftsbegründung verbunden war. Es bestand also ein ganz erhebliches staatliches Interesse daran, den christlichen/katholischen Glauben zu unterstützungen und in die indigene Bevölkerung hineinzutragen. Anders als bei den Erscheinungen im Europa des 19. Jh. begegnete die Gottesmutter hier der Legende einem erwachsenen Mann. Die Unterschiede sind also schon nicht ganz unbedeutend.
Ich weiß das.
Und natürlich gibt es Unterschiede, ich sagte nicht, dass es keine gibt.
Wollte nur ein weiteres Beispiel für die Überschrift bringen. :)
 
Könnte man nicht, der Klarheit halber, die Marienerscheinung ganz einfach als Phänomen der Autosuggestion, der Hysterie und der psychischen Störung betrachten? Es ist doch nur ein Randphänomen des christlichen Glaubens.

Die Marienerscheinung sagt doch nichts aus über Maria, aber viel über diejenigen die sie kommerziell oder machtpolitisch / religiös ausnutzten.

NOTA: Ich bin aktuell traumatisiert vom versehentlichen Einschalten eines christlichen Fernsehsenders im Krankenhaus. Trotzdem dankbar für erlebte christliche Nächstenliebe.
 
Könnte man nicht, der Klarheit halber, die Marienerscheinung ganz einfach als Phänomen der Autosuggestion, der Hysterie und der psychischen Störung betrachten? Es ist doch nur ein Randphänomen des christlichen Glaubens.

Die Marienerscheinung sagt doch nichts aus über Maria, aber viel über diejenigen die sie kommerziell oder machtpolitisch / religiös ausnutzten.

NOTA: Ich bin aktuell traumatisiert vom versehentlichen Einschalten eines christlichen Fernsehsenders im Krankenhaus. Trotzdem dankbar für erlebte christliche Nächstenliebe.
mit der Bezeichnung Hysterie bin ich nicht einverstanden. Das hat was altbackenes ("das Weib ist hysterisch") - das war mal lange Zeit die Standard-Diagnose ratloser Männer den Frauen gegenüber. Erscheinung oder eine Vision als Begriffe sind für mich akzeptabel.
 
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