Zu Fürstenberg sagt Wiki:
"Obwohl Karl Joachim Sympathien für das neue Frankreich zeigte und versuchte, sich von den Habsburgern abzusetzen, galt das Haus Fürstenberg als Parteigänger Österreichs. Die weitläufigen Besitzungen der Familie in Österreich und Böhmen bestärkten Frankreich in dieser Auffassung. Das Haus Fürstenberg hatte zudem keine Kinder im heiratsfähigen Alter, wodurch es für Napoleons Pläne seine Familie mit dem europäischen Hochadel zu verbinden nicht in Frage kamen. Dies war eine gegenüber den Nachbarn aus den Häusern Bayern, Württemberg und Baden deutlich schlechtere Ausgangslage als es um die Neuordnung Süddeutschlands ging. Kleisers Bemühungen, sich mit anderen reichsfreien Ständen auf einen neuen gemeinsamen Staat zu einigen und dieses Konzept bei Napoleon und seinen Diplomaten durchzusetzen, schlugen fehl. Letztlich verfolgte die fürstenbergische Diplomatie nur noch das Ziel möglichst geschlossen an Baden zu kommen und die ungeliebte württembergische Herrschaft zu vermeiden."
Fürstentum Fürstenberg ? Wikipedia
Dass Baden nicht von der Landkarte verschwand, lag wohl auch daran, dass festgelegt war, dass alle Fürsten, die linksrheinische Besitzungen verloren hatten, rechtsrheinisch entschädigt werden sollten. Siehe den Artikel 7 des Friedens von Lunéville:
"Und da durch die Abtretungen des Reiches an die RF zahlreiche Fürsten und Stände des Reiches ganz oder teilweise enteignet sind, ist das Reich insgesamt verpflichtet, die durch diesen Friedensvertrag entstehenden Verluste ausgleichend zu entschädigen. S.k.u.k. Majestät ist deshalb für sich und das Reich mit der RF übereingekommen, dass nach den Grundsätzen des Rastatteer Kongresses das Reich gehalten ist, den auf dem linken Rheinufer depossedierten Erbfürsten eine Entschädigung zu geben, die aus der Mitte [= dem gesamten Restbestand] des Reiches genommen werden muss, gemäß Vereinbarungen, die auf dieser Basis noch zu treffen sind." [1]
Grüße
excideuil
[1]
Demel, Walter; Puschner, Uwe (Hrsg.): Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung, Bd. 6, Von der Französischen Revolution bis zum Wiener Kongress 1789 -1815, Philipp Reclam jun. Stuttgart, 1995, Seite 43