Musketenkugel mit Runen

Fruchtgummi85

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Ich habe eine musketenkugel gefunden in die mehrere Runen geritzt wurden.
Weitere Relikte im Umkreis des funorts nähe Ulm lassen sich auf 1700-1800n.Chr datieren. Aber es sind auch ein paar römische Relikte dabei ca 50-150n.Chr

Kann mir jemand sagen was die Runen bedeuten?

Gibt es ähnliche funde?

Wer hat sowas praktiziert?

Mfg Andreas Henle
 

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Wenn es sich um eine einzige Kugel mit so vielen Einritzungen handelt, kann man ein Gießerzeichen wohl ausschließen.
Keine Ahnung, ob das für den von Dir genannten Zeitraum noch infrage kommt, aber aus dem Dreißigjährigen Krieg existieren Berichte für allerlei Zauberkram, mit dem man versuchte, eisenfeste gegnerische Kombattanten zu verwunden – also Männer, von denen man glaubte, sie hätten sich durch Zauberei oder Teufelspakt unverwundbar gemacht. (Ich meine mich aber zu erinnern, dass dabei eher christliche Symbolik zum Einsatz kam.)

Sind das denn eigentlich allesamt Runen? Selbst wenn ich am Telefon ordentlich reinzoome, bin ich mir da nicht so sicher.
 
Dankeschön
Der Zeitraum ist nur eine info da dort nach meiner nachträglichen Recherche zur Napoleons zeit die französischen divisionen durch gezogen sind. Am fundort war wohl einiges los. Ich vermute das dort ein lager aufgeschlagen wurde. Eisen Relikte ohne ende vom Hufeisen über Sporen, Pferdegeschirr zumindest einzelteile, Speerspitzen usw.
50m nebendran gibts blöd gesagt nichts ausser Bierdeckel und alufolie

Alle anderen Musketenkugeln waren ohne einritzungen. Sowas hab ich auch bisher noch nie gesehen.

Ich gehe jetzt mal davon aus das es runen sind, passen aber nicht mit dem runenalphabet überein, sind ähnlich.

Gab es eine andere Schrift die darauf zutreffend könnte?

Mfg Andy
 
Falls alle Stricke reißen, würde ich an Deiner Stelle die Symbole sauber abzeichnen, die Zeichnung einscannen und dann eine Ähnlichkeitssuche starten (z.B. mit TinEye, Lenso oder irgendeinem vergleichbaren Anbieter).
 
Demzufolge bist du wohl mit dem Metalldetektor über Felder, Wälder oder Wiesen getingelt und hast vom
Bierdeckel und alufolie
über
musketenkugel(n) (mit) (...) Runen
bis zu
ein paar römische Relikte(n) (...) ca 50-150n.Chr
alles aus der Erde geholt, wo es piep gemacht hat, ohne dich um Befunde zu kümmern. Gut möglich, dass du dich damit strafbar gemacht hast.
 
Ich kann mir eher vorstellen dass es Eindrücke im Blei sind, die durch den Metallstab beim Laden und Stopfen eines Vorderladers entstehen.
Würde ein Ladestock solche Kratzer hinterlassen? Und so vielfältige, auf allen Seiten? Wäre ein Ladestock nicht zu massiv dazu?

Und zumindest die Kratzer auf dem ersten Bild scheinen komplexer und auch von den anderen verschieden genug, um an ein bewusst hinzugefügtes Merkmal zu denken.
 
Womöglich handelt es sich einfach um Verkrustungen/Verunreinigungen in der Kugelzange, welche die Spuren hinterlassen haben.
Die Funde müssen dem zuständigen Landesamt gemeldet werden! Gesucht werden darf nur auf Äckern, Genehmigungspflichtig durch das Landesamt, die zuständige Kreisverwaltung und den Besitzer des Ackers!
 
Womöglich handelt es sich einfach um Verkrustungen/Verunreinigungen in der Kugelzange, welche die Spuren hinterlassen haben.
Die Funde müssen dem zuständigen Landesamt gemeldet werden! Gesucht werden darf nur auf Äckern, Genehmigungspflichtig durch das Landesamt, die zuständige Kreisverwaltung und den Besitzer des Ackers!
Ich bezweifle das es Verunreinigungen oder ähnliches ist, allein die Anordnung und die verschiedenen "symbole" passen dazu nicht. Andere Kugeln sind Teilweise unbeschädigt oder leicht deformiert ohne weitere macken.

Es wurde Ende der 40er Jahre der Stadt gemeldet da immer wieder sich in der egge größere metallteile verfangen haben. Zusätzlich noch altlasten vom Krieg. Von all dem wollte niemand was wissen. Somit wurde der Schrott sowie die altlasten in tiefen löchern abseits des Ackers vergraben.
Mein Opa als er ein kleiner Junge war hat auf unserem Acker einiges zusammen gesammelt wo ua. diese musketenkugel dabei war. Noch heute kann man nach dem die egge drüber ist ohne metalldetektor einige rostige stücke finden.
Ich kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mit einem metalldetektor über das Feld gehen da ich seit Jahrzehnten auf einen Rollstuhl angewiesen bin.
Zudem ist es hier eigentlich ein geschichtsforum oder ein "gesetzesforum"?
Ausserdem muss sich jeder selbst im klaren sein was für Gesetze gelten und ob er sich daran hält oder nicht ist seine Entscheidung.
Ich war mit den artefakten schon fast auf dem Weg zum denkmalamt, aber nachdem ich gelesen habe was das für Konsequenzen haben kann/wird habe ich es gelassen.
Leider verschwinden durch die Gesetzgebung in BW Millionen an artefakten und auch das geschichtliche dazu in irgendwelchen Schubladen oder online Auktionen usw.
Ich bin aktuell dabei die artefakte aus der "schrottkiste" von meinem Opa zu identifizieren und geschichtlich zu dokumentieren. Ecke leider immer wieder auf Bezug des Gesetzes an.
Vielleicht ändert sich irgendwann mal was, dann werde ich oder eins meiner kinder die Kiste samt der Dokumentationen und identifizierung dem landesdenkmalamt übergeben.
 
Zudem ist es hier eigentlich ein geschichtsforum oder ein "gesetzesforum"?
Das hier ist ein wissenschaftlich orientiertes Geschichtsforum. Zur Wissenschaft gehört, dass nicht willkürlich Artefakte dem Boden - und damit dem historischen Befund - entrissen werden. Denn dadurch verlieren sie einen Anteil an ihrem historischen Wert. Fundort, Fundtiefe, Schicht, das alles muss dokumentiert werden.

muss sich jeder selbst im klaren sein was für Gesetze gelten und ob er sich daran hält oder nicht ist seine Entscheidung.
Ich glaube nicht, dass du das ernst meinst, falls doch, lass dir gesagt sein, dass Juristen das anders sehen.

Ich war mit den artefakten schon fast auf dem Weg zum denkmalamt, aber nachdem ich gelesen habe was das für Konsequenzen haben kann/wird habe ich es gelassen.
Du solltest nicht alles glauben, was behauptet wird. Vermutlich würdest du das meiste nach Anschauuung (was freilich dauern kann) zurückerhalten. Das ist i.d.R. üblich, vor allem wenn du glaubhaft machen kannst, dass dein Großvater vor X Jahrzehnten die Funde geborgen hat. Es könnte sein, dass herausragende Funde aufgrund ihres historischen Werts einbehalten würden, aber Musketenkugeln, häufige Münzen, Plomben und dergleichen sind i.d.R. kein Problem.

Vielleicht ändert sich irgendwann mal was, dann werde ich oder eins meiner kinder die Kiste samt der Dokumentationen und identifizierung dem landesdenkmalamt übergeben.
Wie gesagt, du solltest nicht alles glauben, was behauptet wird, mit deiner Haltung aber setzt du dich über das Gesetz weg und das wegen der vagen und vermutlich unbegründeten Befürchtung, dass dir die Artefakte entzogen werden könnten.

Mach einen Termin mit dem Denkmalamt, sag denen, dass du eine Kiste mit Artefakten hast, die dein Großvater dann und dann da und da geborgen hat, dass du Interesse daran hast, sie zu behalten und du wirst vermutlich einen Termin bekommen, wo ein Archäologe schon mal eine Vorsortierung vornimmt, wo vielleicht einzelene Artefakte, die er nicht zuordnen kann, ausgeklammert werden. Das kann dann einige Monate dauern und du erhältst das ganze zurück. 99 % kannst du vermutlich nach dem Termin direkt wieder mitnehmen. Wenn du wirklich Interesse an den Artefakten hast, ist das der beste Weg.
 
Das hier ist ein wissenschaftlich orientiertes Geschichtsforum. Zur Wissenschaft gehört, dass nicht willkürlich Artefakte dem Boden - und damit dem historischen Befund - entrissen werden. Denn dadurch verlieren sie einen Anteil an ihrem historischen Wert. Fundort, Fundtiefe, Schicht, das alles muss dokumentiert werden.
Danke für deine Antwort

Ich verstehe das ganze natürlich das es mehr ist als das artefakt. Wir unterhalten uns aber nicht um Grabungen sondern Oberflächen Funden die jahrhundertelang auf dem acker von oben nach unten, von links nach rechts, von vorne bis hinten herum geäckert und zusätzlich gedüngt wurden.
Als kleines Kind hab ich dort beim darüber laufen auch mal ein hufeisen gefunden.
Ich glaube nicht, dass du das ernst meinst, falls doch, lass dir gesagt sein, dass Juristen das anders sehen.
Da gebe ich dir vollkommen recht.

Du solltest nicht alles glauben, was behauptet wird. Vermutlich würdest du das meiste nach Anschauuung (was freilich dauern kann) zurückerhalten. Das ist i.d.R. üblich, vor allem wenn du glaubhaft machen kannst, dass dein Großvater vor X Jahrzehnten die Funde geborgen hat. Es könnte sein, dass herausragende Funde aufgrund ihres historischen Werts einbehalten würden, aber Musketenkugeln, häufige Münzen, Plomben und dergleichen sind i.d.R. kein Problem.
Um das zurück bekommen geht es mir nicht, ganz im Gegenteil. Bevor die Dinge weiterhin irgendwo verstauben wären sie dort sinnvoll aufgehoben. Erinnerungsstücke von meinem Opa habe ich genug, aber die wichtigsten Erinnerungen sind in meinem Kopf und bleiben auch dort unvergessen im gegensatz zu Gegenständen.
 
Die Abdrücke auf den Musketenkugeln sind ziemlich sicher keine Runen. Sie sehen nicht danach aus und ich wüsste auch keinen vernünftigen Grund, warum im 18./19. Jahrhundert jemand Runen auf Musketenkugeln ritzen sollte.
Ich bin da mit @Pardela_cenicienta einer Meinung, dass es sich um Abdrücke des Ladestocks handeln könnte, die beim Einschieben der Kugeln in den Lauf entstanden sind. Beim ersten Schuß mag der Musketenlauf noch kühl sein, aber mit zunehmender Anzahl von Schüssen erhitzt er sich, so dass nachgeladene Bleikugeln miterhitzt werden. Nach der xten Salve könnten dann beim Nachladen möglicherweise solche Muster in die erwärmten und somit weicheren Kugeln gedrückt werden. Zumal Blei einen relativ niedrigen Schmelzpunkt hat. Für silversterliches Bleigießen reicht ja schon eine Kerze.

Das ist aber nur eine Hypothese. Ich bin kein Schütze und kenne mich mit Schußwaffen nicht wirklich aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mir eher vorstellen dass es Eindrücke im Blei sind, die durch den Metallstab beim Laden und Stopfen eines Vorderladers entstehen.

So oder so darfst Du nicht ohne Genehmigung sondeln gehen, es ist eine Straftat.
Stimme dir zu, auch wenn ich eher an Abdrücke durch eine Kugelzange denke!
 

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Würde die Zange aber nicht immer die gleichen (oder jedenfalls ähnliche) Kratzer hinterlassen?
 
Das war dumm ausgedrückt von mir. Ich wollte damit sagen: Die Kugel hat doch anscheinend auf allen Seiten Kratzer? Wo würde eine Kugelzange denn Kratzer hinterlassen? Doch sicherlich nur dort, wo sich die Backen schließen?

Vielleicht denke ich aber auch zu kompliziert.
 
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