Neue Straße zur Industriegeschichte

Dieses Thema im Forum "Die Industrielle Revolution" wurde erstellt von Historica, 4. März 2010.

  1. Historica

    Historica Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    ich habe mit einem befreundeten Unternehmen eine neue Kulturstraße zum Thema Industriegeschichte ins Leben gerufen. Die Nordbayerische Industriestraße verbindet 25 Museen zwischen Nürnberg und Regensburg miteinander, die sich dem Thema Industriegeschichte widmen.

    Ich will hier nicht groß Werbung dafür machen, denke aber, dass ich hier Richtig bin, um ein Feedback von passenden Personen zu erhalten.

    Was haltet ihr davon? www.industriegeschichte.net

    Gruß Jens
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. März 2010
  2. Mercy

    Mercy unvergessen

    Wie üblich bei solchen "bayerischen" Projekten wird die Schwanzquaste des Löwen amputiert. :motz:
     
  3. Historica

    Historica Neues Mitglied

    Wie meinst du das? Nordbayern ist in diesem Fall eben Mittelfranken und Oberpfalz. Es wird in naher Zukunft eine Westbayerische Industriestraße zwischen Bayreuth und Aschaffenburg geben, eine Ostbayerische für den Bayerischen Wald, eine Südbayerische für München und Umgebund, eine Allgäuer und eine Mittelbayerische für den Rest.

    Aber irgendwo muss man ja anfangen und da wir aus Nürnberg sind und diese Region historisch als industrieller Motor Bayerns bekannt ist, haben wir eben diesen Startpunkt gewählt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. März 2010
  4. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Mich stört daran vor allem, dass der Begriff "Industriestraße" etwas vorgaukelt, was es nicht ist. Im Gegensatz zur "Weinstraße" oder den "Salzrouten" kann man hier eben nicht die Handels und Industriewege, und vor allem deren Geschichte verfolgen und erleben, sondern jeder "Straßenpunkt" beeinhaltet einen bestimmten Industriezweig ohne wirkliche Verbindung zu- und untereinander. Seh ich das richtig? :grübel:

    Andere Frage: Mit welchen Kriterien werden denn die "bedeutenden" Persönlichkeiten ausgewählt? Zum Beispiel erwähnter Dr. Merkel, Sohn eines Kaufmanns. Was hat er für den Aufbau der Industrie, für neue Entwicklungen, für Handelsaufbau, für Arbeitnehmer, oder ähnliches getan?

    Mir fehlen hier einfach Erfinder und Entwickler. Nicht die großen Namen der Tuchhändler und Funktionäre, die eh jeder aus der Region kennt, sondern die, ohne die Neuerungen in der Industrie gar nicht möglich gewesen wären. Wer hat neue Maschinen und Verfahren entwickelt, neue Stoffe, wer sorgte dafür, dass Stoffe und Farben vielleicht weniger giftig waren. etc.pp.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. März 2010
  5. Historica

    Historica Neues Mitglied

    Hallo Caro1,

    vielen Dank für Deine Anregungen.

    Zu der Frage nach dem Namen. Natürlich handelt es sich hierbei um keine "klassische" Straße, wie die Weinstraße, oder die Limesstraße. Die Nordbayerische Industriestraße hat vielmehr das Ziel, ein komplettes Thema aufzugreifen und das ist nun einmal Industriegeschichte. Dass sich bei der Zusammenstellung der Museen ein sehr buntes Bild ergibt, spiegelt auch die unterschiedlichen Facetten der Industriegeschichte wieder und auch dieser Region.
    Der Grund für die festlegung der Route ist folgender: Es gibt ja bereits die bayerische Eisenstraße, die genau Deinen Kriterien entspricht. Deshalb ist sie auch eine Kulturstraße. Aber sie zeigt nur einen winzigen Bereich der Industriegeschichte. Diese ist aber mehr, als nur der Bergbau in der westliche Oberpfalz. Nürnberg war die größte Industriestadt Bayerns bis zum 2. Weltkrieg. In Wackersdorf wurde Mitte des 20. Jahrhunderts ein ganzes Dorf wegen der Braunkohleförderung verlegt. Das sind alles Facetten der nordbayerischen Industriegeschichte und damit auch unserer Straße. Deswegen gibt sich kein so klares Bild wie bein anderen Straßen. Und natürlich folgen wir auch keiner historischen Handelsstraße, wir spiegeln vielmehr eine Region wider. Aber Du hast Recht, eine Kulturstraße sind wir nicht, eher ein Zusammenschluss von Museen.

    Zu den "bedeutenden" Persönlichkeiten sei gesagt, dass wir kontinuierlich bemüht sind, diesen Bereich zu verbessern. Wir werden gerne versuchen, mehr Erfinder einzustellen. Aber für städte wie Regensburg oder Nürnberg sind eben auch Händler wichtig, da aus ihnen oft Firmenmagnaten wurden. Paul Merkel zum Beispiel hat als erster Vertreter Nürnbergs im bayerischen Senat dafür gesorgt, dass die Stadt eine Wirtschaftsmacht bleibt. Er hat seinen Platz dewegen durchaus verdient.

    Solltest Du spezielle Personen im Hinterkopf haben, die bei uns Erwähnung finden sollten, kannst Du sie uns gerne sagen.
     

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