Postkrieg - Teil II.

Dieses Thema im Forum "BRD | DDR" wurde erstellt von Ralf.M, 13. November 2021.

  1. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Postkrieg

    Teil II.

    Zeit ab Gründung der Bundesrepublik incl. Westberlin und Gründung DDR, also Zeit nach 1949

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    Ein paar Vorbemerkungen...

    Nach 1949 (Gründungsdatum der beiden deutschen Staaten) hatten wir ja dann folgende Postverwaltungen:

    · Deutsche Post Berlin mit eigenen Marken, 1948-1954, mitunter Aufgestempelt „Berlin“ aber nur noch bis 1949,
    · Berlin ab 1955–1990 dann alle Ausgaben (aber immer eigenen Marken) mit „Deutsche Bundes Post Berlin“ und weiterhin eigenen Marken,
    · Deutsche Post der DDR (1949 – 02.10.1990).
    · Deutsche Bundespost (ehemalige Besatzungszonen der West Alliierten ohne Westberlin)
    · Ab 1957 bis 1959 Deutsche Bundespost - Saarland (Staatsvertrag vom 27.10.1956). Ab 01.01.1957 11. Bundesland der BRD. Briefmarken bis 1959 noch mit Länderkennung „SAARLAND und mit Betrag/Wertkennung „F“ (Franc).

    Zur Erinnerung, vor 1949 hatten wir die Zonen (Amerikanische Zone, Britische Zone, Französische Zone und Sowjetische Zone) und die gaben teilweise eigene Briefmarken heraus. Zum Beispiel Thüringen (SBZ):

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    Der Postkrieg zwischen der BRD incl. WB und der DDR incl. auch teilweise den Comecon begann stehenden Fußes.

    Wenn man sich dies dann näher ansieht, stellt man schnell fest in Berlin war die HKL.

    Seitens der DDR verfuhr man mit so einigen Briefmarken auf Postsendungen so:

    Es wurde geschwärzt, es wurde zurückgeschickt, es gab auch Nachnahmegebühren, es wurde auch gegengestempelt.
    Auf westlicher Seite gab es wohl bis aufs schwärzen alles andere auch.


    Postsendungen aus WB in die DDR (incl. Ostberlin) wurden anfangs sogar zurückgeschickt.
    Das ließ man sich in WB nicht gefallen und schickte wohl auch Ostberliner Sendungen zurück.
    Dies waren Sendungen die frankiert waren mit „Deutsche Post der Deutschen Demokratischen Republik". Vor allem auch immer dann, wenn noch gestempelt waren mit „Hauptstadt der DDR“

    Fangen wir mit WB und seinen Postverkehr mit Ostberlin, DDR und Comecon an:

    Dieser Postverkehr war wohl der nervigste und dies vom Tag der Gründung der BRD bis zum Ende.
    Ich habe mir die WB Marken Emissionen von 1949 bis 1974 angehen.
    Die Jahre 1975 – 1990 habe ich weggelassen, denn da wurde es merklich ruhiger.

    Man hatte sich ja in den 70igern verständigt. Auf Propagandastempel verzichtete man dann auch größtenteils.
    1972 beschlossen DDR und Bundesrepublik in einem gemeinsamen Postabkommen, die Sendungen des jeweils anderen unabhängig von der Umschlaggestaltung zu transportieren. Ausgangspunkt war der Grundlagenvertrag Artikel 7.5. vom 21.12.1972 (Egon Bahr und Michael Kohl)

    Nun zur Aufstellung der Markenserien die auf Postsendungen, wenn sie von WB auf das Gebiet der DDR incl. Ost-Berlin und incl. auch teilweise Comecom kamen, beanstandet wurden.

    Die mit „!“ besonders:

    · ! Den 1. Krach gab es mit den Briefmarken aus Westberlin zum 17.06.1953. Ausgabetag: 17.08.1953.
    Briefe mit diesen Marken wurden entweder zurück geschickt oder die Marken wurden geschwärt 2 Marken. Siehe auch Beispiel oben.
    · ! Den nächsten Krach zur Wahl des Bundespräsidenten Teodor Heus. Auf der Briefmarke „Freiheitsglocke (Klöppel in der Mitte) stand: Wahl des Bundespräsidenten in Berlin 17.Juli 1954). Ausgabetag 17.07.1954 1 Marke.
    · ! Den nächsten Krach zur Ausgabe „Deutscher Bundestag in Berlin 17.-22.10.1955“. Ausgabetag 17.10.1955 2 Marken 10 und 20 Pfg.
    · ! Den nächsten Krach zur Ausgabe „Deutscher Bundesrat in Berlin 16.März in Berlin 1956“. Ausgabetag 16.März 1956 2 Marken 10 und 25 Pfg.
    · ! Dann weiter 1956 Ausgabe „Luftbrückendenkmal“ Ausgabetag 10.07.1956. 1 Marke 15 Pfg.
    · ! Und es geht weiter mit 1957 „Erste Sitzung des 3. Deutschen Bundestage“. Ausgabetag 15.10.1957. 2 Marken 10 und 20 Pfg. Und dann auch noch provokatorisch die 1. Zeile der 3. Strophe des „Lied der Deutschen“ .
    · ! Und weiter geht’s mit „10. Jahrestag der Beendigung der Berlin Blockade“ Ausgabetag 12.Mai 1959 1 Marke 25 Pfg.
    · Ich glaube man hatte was auch wegen der Dauermarkenserie „Bundespräsident Theodor Heus“ Ausgabetag div. Monate 1959 5 Marken 7,10,20,40 und 70 Pfg.
    · ! Es geht weiter mit der Ausgabe „Wiederwahl des Bundespräsidenten Heinrich Lübke“ Ausgabetag 01.07.1964 2 Ausgaben 20 und 40 Pfg.
    · ! Hier gabs zusätzlichen Protest der Russen. Es ging um eine Marke aus der Dauermarkenserie 1966 das Zschokkesches Stift in Königsberg, Auf der Marke eine Abbildung und darunter Königsberg Preußen. Ausgabetag 15.06.1966, 90 Pfg.
    · ! Und dann zusätzlich die Polen wegen einer Marke „Löwenberg/Schlesien“ Ausgabetag 13.12.1966. 1 Marke 2,- DM.
    · ! Erneute Ausgabe „Wiederwahl des Bundespräsidenten Heinrich Lübke“ Ausgabetag 14.10.1967 2 Werte 30 und 50 Pfg.
    · Weiter geht es mit der Dauermarke „Bundespräsident Gustav Heinemann“ div. Monate 1970 Ausgabetag 4 Marken 5,10,20 und 100 Pfg.
    · Und weiter beanstandete man Ausgabe „Bundespräsident Gustav Heinemann" div. Monate 1971 10 Werte.
    · wie vor, aber neu 1972 6 weitere Werte.
    · wie vor, aber neu 1973 3 weitere Werte
    · ! weitere Ausgabe „25. Jahrestag der Beendigung der Blockade Berlins, Berliner Luftbrücke“, Ausgabetag 17.04.1974, 1 Marke, 90 Pfg. War ja wohl der „geniale Einfall“ des Generalissimus (24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949).

    Es griff auch dann der oben Erwähnte Vertrag und es wurde Leiser, leiser, leiser, leiser und dann hörte man gar nichts mehr *****.

    Auf Grund des Umfangs und der 1000 Zeichen eines Threads hier, morgen dann der 3.Teil (BRD mit Saarland und DDR)
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. November 2021
    Scorpio, Ugh Valencia und dekumatland gefällt das.
  2. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Könnten wir das für mich interessante Thema "Postkrieg" vielleicht in einem Faden zusammenführen und nicht über 2-3 Threads verteilen?
     
    Carolus gefällt das.
  3. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Dieser Frage schließ ich mich an.

    Aber gibt noch einen Teil, BRD mit Saarland und DDR.
     
  4. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    @Ralf.M Mein Vorschlag wäre, abzuwarten bis du den dritten Teil postest und dann alle drei Teil hintereinander in einem Faden zusammenzufügen. Die Diskussionen (abzüglich der rein forentechnischen und themenfremden Beiträge) könnten dann unter deinen drei Teilen kommen, sofern das so von den Mods zu bewerkstelligen ist.
     
  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Leider nein. Die Beiträge haben einen Timecode. Der entscheidet darüber, wo in einer Diskussion die Beiträge stehen.
     
  6. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Dann würde es eben zu einer kleine Zwischendiskussion kommen. Das ist doch auch nicht schlimm.
     
  7. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Das ist richtig. Ich hatte dich so verstanden, dass Ralfs drei Beiträge idealeweise untereinander stünden. Das bekommen wir aber nicht hin, es sei denn, wir löschen alle anderen Beiträge und die Beteiligten posten sie erneut. Wenn es nicht stört, dass zwischen Ralfs drei Beiträge Diskussionsbeiträge stehen, dann ist es kein Problem, die zwei oder drei Threads zusammenzuführen.
     
  8. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Es gibt mMn einen Unterschied zwischen "idealerweise" und "kein Problem". Aber wir müssen das jetzt nicht weiter vertiefen.
     

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