Präsidialkabinett: Hindenburg, Brüning, Papen

Dieses Thema im Forum "Die Weimarer Republik" wurde erstellt von suomi, 21. März 2006.

  1. Klaus P.

    Klaus P. Aktives Mitglied

    Entschuldige, aber Google can! Wir sind kein Lexikon.
     
  2. Melchior

    Melchior Neues Mitglied

  3. _aleXx

    _aleXx Neues Mitglied

    Präsidialkabinett - Was ist das?

    Hey :)

    ich verstehe grade nicht was man unter einem Präsidialkabinett versteht?
    Ist das eine Übergangsregierung?:rotwerd::rotwerd:
     
  4. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    :nono::(
    Als Präsidialkabinette werden Kabinette der Weimarer Republik bezeichnet, die (meistens) keine Mehrheit im Reichstag hatten und sich deshalb nur durch die Unterstützung des Reichspräsidenten im Amt halten konnten.
    Präsidialkabinett ? Wikipedia
     
  5. ClaraZ

    ClaraZ Neues Mitglied

    Hey aleXx,

    hier ein erster Versuch eine Antwort auf deine Frage zu geben.

    Präsidialkabinette waren Kabinette (=Regierungen) in der Weimarer Republik, die nur gegenüber dem Reichspräsidenten, nicht jedoch gegenüber dem Reichstag (=Parlament) verantwortlich waren.

    Sie wurden von "oben" gebildet, da auf Grund der Zersplitterung der Parteien keine Einigkeit möglich war. (auch Minderheitenkabinette)

    Merkel und ihr Kabinett zum Beispiel sind vom Vertrauen des Parlaments abhängig, d.h. ihre Regierung stützt sich auf die Koalition CDU/CSU und FDP. Verliert sie das Vertrauen des Parlaments, finden nach einem konstruktiven Misstrauensvotum Neuwahlen statt.
     
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  6. jschmidt

    jschmidt Neues Mitglied

    Es sind zwei unterschiedliche Sachverhalte auseinanderzuhalten:

    • Ein konstruktives Misstrauensvotum liegt vor, wenn der Bundestag "mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt und den Bundespräsidenten ersucht, den Bundeskanzler zu entlassen. Der Bundespräsident muß dem Ersuchen entsprechen und den Gewählten ernennen." (Art. 67) Es müssen danach keine Neuwahlen stattfinden; Beispiel: Kohl 1.10.1982.
    • "Findet ein Antrag des Bundeskanzlers, ihm das Vertrauen auszusprechen, nicht die Zustimmung der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages, so kann der Bundespräsident auf Vorschlag des Bundeskanzlers binnen einundzwanzig Tagen den Bundestag auflösen." (Art. 68). Dann wird neu gewählt; Beispiel: Kohl 17.12.1982, Schröder 1.7.2005.
     
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  7. aerox11

    aerox11 Neues Mitglied

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