Rechtfertigung d. Hexenverbrennung

Dieses Thema im Forum "Hexenverfolgung (1450-1750)" wurde erstellt von Zuzcha, 9. Februar 2005.

  1. Zuzcha

    Zuzcha Neues Mitglied

    ich muss ein referat über hexenverbrennung in geschichte schreiben.. nun ist das
    problem es müssen mindestens 15 A4-seiten sein und von dem material das ich bis
    jetzt habe, kommen vielleichte gerade mal 3 zusammen... muss es zwar umschreiben
    aber das ausschmücken wird es auch nicht retten...
    nun zu meiner frage: Beurteilen sie die rechtfertigung der hexenverbrennung wie sie im hexenhammer dargestellt werden.

    Ich hoffe sehr ihr könnt mir helfen
     
  2. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

    Na, vielleicht kann ich im allgemeinen etwas helfen.
    Um auf 15 Seiten in einer Rechtfertigung zu kommen, sollte man entweder ausgefeilt und langatmig über die Sachlage argumentieren, was ich von einem Schüler etwas viel verlangt finde, oder man begibt sich auf den ausführlichen Pfad der Begriffserklärung.

    Soll heißen, beginne dein Referat mit der Definition der Hexe, m.E. am besten der Definition des Hexenhammers und nicht des Brockhaus.
    Dann, mit einer schönen Überleitung, eine Erklärung was der Hexenhammer ist, wann er entstand, in welchem Zeitraum er Beachtung fand usw. Das sollte deine Seitenzahl schon erheblich erhöhen.
    Daraus kannst du dann deine Argumentation über die Schlüssigkeit der Hexenverbrennung und der dahinter stehenden Gedankenwelt anschließen und abschließen mit einer Betrachtung der Fakten (in etwa wie viele Menschen, welchen Berufsstandes, warum wirklich verbrannt und wie zum Geständnis gelangt usw. usf.), und dem Zusammenfassen / Abschlußbemerkung.

    Wie du selbst die Rechtfertigung beurteilst, dabei kann ich dir nicht helfen. Ein guter Lehrer merkt es, wenn in einem Referat nicht die Meinung seines Schülers vertreten wird. Hilfreich ist es letztlich einfach, wenn du dir eine Meinung bildest ("völliger Unsinn" "klingt logisch" o.ä.) und davon ausgehend eine Argumentation aufbaust ( "Als Beweis führt der Hexenhammer abc an, da aber jeder Mensch unter bestimmten Bedingungen ....").

    Das ist zwar alles theoretisch, ich hoffe dir aber trozdem geholfen zu haben.
     
  3. Sheik

    Sheik Neues Mitglied

    Kann nur Tiberius Vorschlag empfehlen, falls es dann noch immer nicht reicht, kann man mit Beispielen die wichtigsten Stellen noch mal strecken und hervorheben.

    Zur Hexenforschung kann ich dir nen link auf den Historicum-Server geben, vllt ist ja da was dabei :

    Server frühe Neuzeit
     
  4. Zuzcha

    Zuzcha Neues Mitglied

    ich danke euch beiden :) werde mal sehen wie weit ich komme...
    bin eher der künstlerische typ... in sachen geschichte hört es aber bei mir auf..
    küsschen:(
     
  5. Zuzcha

    Zuzcha Neues Mitglied

    mmmhh aber zur rechtfertigung war jetzt leider nichts dabei :S
     
  6. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin


    :grübel: Ich versteh deinen Einwand nicht ganz, aber ich versuchs mal.

    Du sollst laut Aufgabenstellung die Textpassagen im Malleus Maleficarum finden, die die Hexenverfolgung aus Sicht der Verfasser Sprenger und Insistoris rechtfertigen. Das ist wahrlich keine schwere Aufgabe, da der Hexenhammer als Rechtfertigungsschrift gilt. Lies dich einfach mal rein und du wirst sicherlich schnell fündig.

    Deine Ergebnisse musst du dann lediglich noch beurteilen.
     
  7. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Hallo Zuzcha,

    ich bin so frei, mich hier einzumischen... @Lukrezia: Sorry, wir haben uns überschnitten - hatte meinen Beitrag schon geschrieben, bevor ich Deine Antwort sah.

    Das mit der Rechtfertigung ergibt sich zwangsläufig aus dem Sachverhalt "Hexenhammer": dessen Aufbau ist eindeutig so (wenn ich mich da noch richtig erinnere), daß die darin eingangs genannten Hexencharacteristika (was Hexen sind und was sie tun, um es grob zu sagen) schon negativ belegt sind - z.B. als schadenbringend, Störung der gottgewollten irdischen Ordnung etc.
    Natürlich mußt Du beim Studium des "Hexenhammer" auch das zeittypische Denken zu Beginn der Renaissance (und damit frühe Neuzeit) mit einbeziehen. Die Leute glaubten damals, daß es den Teufel gab, daß es Hexen gab usw. - hinzu kommt aber (im Gegensatz zum Mittelalter) ein völlig neues Machtbewußtsein, nicht nur der Kirche, sondern auch weltlicher Herrscher. Stichwort: Renaissancefürsten. Erst die Kombination aus dem Welt- und Glaubensbild in Verbindung mit dem neuen Machtbewußtsein und der vorliegenden (schriftlichen) Legitimation durch das Werk "Hexenhammer" bildet die Grundlage, daß sich ein solcher Masseneffekt schließlich ergeben konnte.

    In diesem Sinne

    Timo

    PS: Wer Ergänzungen oder - noch besser - Korrekturen hat, bitte hier einstellen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Februar 2005
  8. Mercy

    Mercy unvergessen

    Der ganze Hexenhammer ist eine Rechtfertigung.
    Auf dem von Sheik angegebenen Link findest du z.B. das:
    http://www.sfn.uni-muenchen.de/forumhexenforschung/Hexen_und_hexenprozesse.pdf
    Da steht einiges wissenschaftlich haltbar zusammengefasst drin.

    Es gibt eine Suchfunktion, ein Lexikon etc.

    Ein kurzer Überblick über den Hexenhammer:
    http://www.museumonline.at/1999/schools/classic/landeck/hexen/hexenhammer.html#hist

    Der Text sollte natürlich zur Hand sein
    http://www.sehepunkte.historicum.net/2002/04/3571.html
     

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