Seit wann "König in Germanien"?

Dieses Thema im Forum "Das Heilige Römische Reich" wurde erstellt von Gast, 10. März 2007.

  1. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Böhmen und Burgund sind zwei paar Schuhe. Böhmen war im Verhältnis zum Reich eine Art Unterkönigtum, Burgund hingegen eines der drei Teilreiche (wie das Königreich Italien) des HRR. König von Burgund war der HRR-Herrscher selbst, wenngleich nur die wenigsten (Konrad II., Friedrich Barbarossa, Karl IV.) formell zu Königen von Burgund gekrönt wurden.

    Was nichts daran ändert, dass der König von Böhmen auch in der Goldenen Bulle als "rex Boemie" bezeichnet wurde.
     
  2. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Ein solches "Sendungsbewusstsein" existiert im heutigen europäisierten und globalisierten Deutschland nicht mehr.

    Höchstens noch in den Köpfen einiger weniger verwirrter Spinner.
     
  3. tvinnefossen

    tvinnefossen Mitglied

    Zu wünschen wäre es. Habe im Deutschlandfunk vergangener Woche einen interessanten Beitrag verfolgt, der in eine ähnliche Richtung geht.

    Aus dem Beitrag von Andreas Beckmann im Deutschlandfunk unter der Überschrift:

    TAGUNG ZU SCHATTENORTEN
    Wie historisch belastete Städte ihr Image konstruieren
    Quelle: Tagung zu Schattenorten - Wie historisch belastete Städte ihr Image konstruieren

    Unterm Strich bleibt es aber eine national betonte Sicht auf die Geschichte, Nur daß man eben nicht heroisiert, sondern stigmatisiert. Daß der Nationen-/Nationalgedanke selbst nur eine Idee gewesen sein könnte, von der man sich auch nach den ganzen erlebten Katastrophen und Sackgassen lösen könnte, kommt auch hier nicht zur Diskussion. Die Grundsätze bleiben die alten, nur die Stoßrichtung hat sich um 180° gedreht. Von einem Extrem ins andere....
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Februar 2015
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