Sonderrolle Kubas seit 1959

Dieses Thema im Forum "Lateinamerika | Altamerikanische Kulturen" wurde erstellt von Elrey, 18. Mai 2008.

  1. Elrey

    Elrey Neues Mitglied

    Hallo, ich recherchiere gerade über die Thematik der Sonderrolle Kubas, welche ich als die Solle des sozialistischen Systems in der Welt, gegenüber Amerika und den Lateinamerikanischen Ländern Interpretiere.

    Ich möchte einen professionellen Vortrag halten.
    Die Thematik betreffend will ich auf den Beginn des Regiems eingehen:
    Revolution 1959 - das zuvor bestehende korrupte System Batistas
    Danach kurz die Problematik erwähnen, wieso die Castros stärker zum Kommunismus tendierten und dort hin wechselten
    danach in 3 Sätzen die Entwicklung bis heute sehr grob um dann auf die Problematik der Bewohner einzugehen.
    Die Problematik der zwei Klassengesellschaft durch Devisen, einmal den wertlosen cubanischen Peso und einmal den convertierbaren CUC.
    Den Durchschnittslohn von 15 US-Dollar im Monat.
    Dass viele Menschen nach dem Prinzip in den Tag leben: "Der Staat tut so als ob er mich bezahlt und ich tuhe so als ob ich arbeite".
    Auf die Wirtschaftssituation und folgenden Probleme wie Nahrungsmittelknappheit, Essenskarten, illegales Handeln mit Nahrungsmitteln.
    Aber auch andere Aspekte wie die fehlende Meinungsfreiheit, Restriktionen im Bereich des Internets etc.
    Zum Schluss möchte ich Bezug auf die Abdankung Fidels nehmen, und kurz die Änderungen Raúls beschreiben, wie dass Bürger jetzt auch DVD-Player kaufen dürfen etc.

    Was meint ihr? Was stellt Cuba für euch als Sonderrolle da?
     
  2. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Das Besondere ist schlichtweg, dass das Regime direkt vor Uncle Sams Haustür sitzt.
    Wenn du die Probleme (vieles davon ist durch das US-Embargo und den Wegfall des Ostblocks begründet) aufzählst, solltest du auch die positiven Errungenschaften erwähnen (Gesundheitswesen, Bildungssystem). Vergleiche mal mit dem Nachbarn Haiti - da relativiert sich vieles.
     
  3. Elrey

    Elrey Neues Mitglied

    Hallo und danke für die schnelle Antwort =)
    Ah genau den Wegfall der Sowjetunion, el periodo especial kommt natürlich mit dazu.

    Das Embargo ist auch wichtig das ist wahr. Aber wann die Amerikaner das mal Abschaffen ist fraglich. Vielleicht mit Obama? Ich hoffe es jedenfalls.
    Vielleicht ist das mal ein Präsident, der nicht so verblödet ist und versucht alles platt zu treten, was nicht seinem Weltbild entspricht. Wenn ich mir alleine überlege, dass Kennedy 42 mal versuche hat Fidel Castro umzubringen, Bush Senior 15 mal etc.. und die Zahlen sich insgesamt auf 638 "Attentate" belaufen, wächst mein Bild der USA nicht gerade ins Positive.

    Durch die staatliche Ausgabe von Saatgütern und Bevorzugung von Großbetrieben produzieren ja auch die Kleinbauern kaum mehr etwas.


    Positiv sind diese Errungenschaften durchaus, eine hohe Schulbildung, ein total kostenloses medizinisches System und sogar Healthtourism.

    Ich mache mich heute gleich nochmal dran und guge mit Haiti an, da es ja eine Amerikanische "Kolonie" ist, ist es durchaus Interessant.

    Hast du eventuell gerade mal den Namen des Embargos? Ist das der Torelli Act mit den 180 Tagen, die ein Schiff nicht mehr in US Häfen einfahren kann, nachdem es in Cuba war?
     
  4. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Das kann man nicht behaupten, du meinst vielleicht Puerto Rico. Haiti ist schlichtweg Anarchie wie Somalia.
    Geschichte Haitis – Wikipedia
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2008
  5. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Nicht nur das. Wenn du kubanische Zigarren im Gepäck hast, machst du dich bei der Einreise in die USA strafbar. Andererseits hatte selbst Bill Clinton eine Verwendung für diese...:rofl:
     
  6. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Weil die Castros Privatbesitz von Ausländern untersagten, Boden und Industrie verstaatlichten brauchte Kuba nach der erfolgreichen Schweinebucht-Abwehr militärische Verbündete, da die USA mittlerweile öffentlich nachdachten mit regulären US-Truppen Kuba zu annektieren. Was lag da näher als die Post-Stalinisten (Sozialisten) Europas?
    Hätten die USA kein reges Interesse an Kuba gezeigt, wäre Kuba einen eigenen lateinamerikanischen Sozialismus gegangen.
     
  7. Elrey

    Elrey Neues Mitglied

    Ah tut mir leid, ich habe ausversehen das mit Hawai verwechselt, aber das scheint ja allen Infos zu urteilen bestens zu laufen, nur nicht mehr für die Urbevölkerung.

    Haiti ist angeschaut. War mir klar, dass die Ammis dort mal wieder ihre Hände im Spiel hatten und was wird draus? ..
    Das ist eh sehr interessant, da ich über den absolvierten Englisch LK auch die Geschichte Amerikas kenne und die Details kenne, wie Amerika mit den lateinamerikanischen Staaten umgeht und gegangen ist. A la sie machen einen Staat platt nur um ihre United Fruit Company dort einzusetzen.. auch das hat meine Meinung zu Amerika nicht gerade verbessert.

    @Hurvinek Die Ammis zeigten aber eher nur Interesse an Kuba in dem Sinne, die Regierung Castros wieder zu plätten oder? Ich meine Batista war ja stark amerikanisch relationiert von dem her, wird das ihnen auch noch ein wenig gestunken haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2008
  8. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    US-Amerikanische politische Hinterhöfe wurden nie ihrem Schicksal überlassen, wenn dort nicht die Hinterhof-Doktrin herrscht, die man sich wünschte.
     
  9. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Kennedy bekam einmal eine ganze Kiste Havannas geschenkt, was seine Berater geradezu schockierte, als sie davon erfuhren. "Mr President, die dürfen sie auf keinen Fall behalten! Undenkbar, was passiert, wenn das herauskommt!" Daraufhin brachten Kennedys Berater die Zigarren dem US- Schatzamt. auf die Frage, was jetzt damit passiert, grinsten die Beamten: "Wir werden sie vernichten!"
     

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