Stufe 5, partielle Kernschmelze, Harrisburg März 1979

Dieses Thema im Forum "Technikgeschichte" wurde erstellt von silesia, 5. April 2016.

  1. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Harrisburg/Three Mile Island war der von Kritikern befürchtete Reaktorunfall, der zum (zu einem?) Schlüsselereignis für die Anti-Atomkraft-Bewegung wurde. Zeitgenossen dürften sich noch an die Nachrichtenmeldungen erinnern, mit den Bildern unten.

    Legendär ist der zufällig gleichzeitig in die Kinos gekommene Film "Das China-Syndrom", mit Jane Fonda und Michael Douglas und dem unvergessenen Jack Lemmon als Leitendem Ingenieur und nicht gehörten Warner.
    Wikipedia: "... dessen Hergang verblüffende Parallelen zu dem im Film geschilderten fiktiven Zwischenfall aufwies"

    Zum 30-jährigen ein Spiegel-Artikel, der wohl stellvertretend für die Sicht auf den Unfall stehen kann:
    Reaktorunglück Harrisburg - Das amerikanische Tschernobyl - SPIEGEL ONLINE

    Die Reportage setzt hautnah an, sozusagen reaktivierte breaking news:

    "Um 6.18 Uhr beginnt der Alptraum der Atomphysik: Die Kernschmelze, bei der das Reaktorgebäude nicht mehr standhält, radioaktive Stoffe austreten und die zulässigen Strahlengrenzwerte weit überschritten werden. Fachleute nennen dieses Szenario "Größter Anzunehmender Unfall", kurz GAU. Er bringt Tod und Krankheit in unvorstellbarem Ausmaß. Endlich bemerkt ein Techniker das offene Sicherheitsventil im Kühlkreislauf. Gerade noch rechtzeitig schließt er ein Notventil und verhindert so die Katastrophe."

    "Weil das Explosionsrisiko einfach zu groß ist, müssen sie das hochgiftige Gas am Freitagmorgen um 7 Uhr in die Atmosphäre strömen lassen - eine radioaktive Wolke schwebt über der amerikanischen Stadt Harrisburg."

    "... erinnern sich, dass sie am Samstag nach dem Störfall einen metallischen Geschmack im Mund verspürten. 'Die Spitze unserer Zungen brannte.' "

    "Wieviel radioaktiver Strahlung die Menschen in Harrisburg und Umgebung tatsächlich ausgesetzt wurden, ist bis heute nicht bekannt. Ungesichert ist auch das Ausmaß der gesundheitlichen Folgeschäden."

    Wikipedia macht es eher knapp und wenig aufklärend:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Three_Mile_Island#Der_Unfall_vom_28._M.C3.A4rz_1979
    Ein bißchen U-Bericht, ein bißchen Presse, ein bißchen Lobby-Infos.

    Interessanterweise scheint es kaum Fachliteratur zu geben, die sich detailliert mit den Quellen, Untersuchungsberichten, Untersuchungen, etc. beschäftigt.

    Gibt es Tipps?
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2016
  2. schwedenmann

    schwedenmann Aktives Mitglied

    Kernkraftwerksunfall

    Hallo


    Zu Fukushima gibt (gab) es sehr gut recherschierte doku auf Arte, bei der das gesamte Geschehen aufgrund von Quellen (Zeugenausagen + Handschriftl. Notizen des Kontrollraumes) in eine Simulation eingeflossen sind.

    mfg
    schwedenmann
     
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  3. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Vielen Dank!

    Fukushima erschien mir für einen Aspekt des Themas etwas zu aktuell.
    Mich interessiert auch die Reflektion des Störfalls in den Medien, nach der unmittelbaren und sehr zeitnahen Berichterstattung.
     
  4. steffen04

    steffen04 Gesperrt

    "Three Mile Island: A Nuclear Crisis in Historical Perspective" von Samuel Walker. Ich habs mal gekauft, nie gelesen und jetzt find ichs nicht. Soll aber ganz gut sein
     
  5. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Das ist mir bekannt, ist eine der lesenswerten Ausnahmen.

    Daraus stammt auch der Hinweis oben auf die geringe Aufarbeitung.
     
  6. Solwac

    Solwac Aktives Mitglied

    In der englischen Wiki gibt es diverse Links auf Berichte, der wichtigste dürfte der Rogovin-Bericht sein.

    Bei den Fakten dürfte kaum noch etwas fehlen, die politische Bewertung hingegen wurde massiv beeinflusst. Die USA sind auf billige Energie angewiesen, da stören viele sinnvolle Vorschriften beim Geschäft (siehe aktuell beim Fracking).
     
  7. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Der Rogovin-Report, insbesondere der Hauptteil mit knapp 1300 Seiten (nicht verlinkt), nur ein paar Monate nach dem Unfall entstanden, ist auch Gegenstand von Kritik: "3 Million Disappointment"

    Eine Sicherheitsüberlegung, die den Fall von Harrisburg unter dem Aspekt "defense-in-depth" verarbeitet:
    OBSERVABILITY-IN-DEPTH: AN ESSENTIAL COMPLEMENT TO THE DEFENSE-IN-DEPTH SAFETY STRATEGY IN THE NUCLEAR INDUSTRY

    dort Harrisburg als "Archetype Case Study" S. 810/812.

    ganz interessant als Abgleich mit der Entstehung und der Wirkung von "Das China-Syndrom":
    The Politics of Independence: The China Syndrome (1979), Hollywood Liberals and
    Antinuclear Campaigning
    http://www.alphavillejournal.com/Issue6/PDFs/ArticleKramer.pdf
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. April 2016
  8. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Hier noch eine recht interessante Analyse, wie die Medien den Reaktorunfall durch Berichte begleiteten. Die Studie wurde wohl vom Präsidialamt in Auftrag gegeben und beleuchtet an ausgewählten Beispielen kritisch den Informationsfluss.
    ERIC - A Content Analysis of News Media Coverage of the Accident at Three Mile Island., 1980-May

    Nur am Rande ist das "crowding" der Journalisten erwähnt, einige Hinweise finden sich auch in der oben erwähnten Literatur.

    Ergänzend:
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1911938/
    http://www.loc.gov/rr/frd/pdf-files/Media_Interaction.pdf
     
  9. hatl

    hatl Premiummitglied

    Danke Silesia für das interessante Thema.

    Interessant ist hier vielleicht auch ein Artikel aus der Zeit vom 06.04.1979 (am 28.03. tritt der Störfall auf)
    HARRISBURG:: Der Unfall |*ZEIT ONLINE

    Der Artikel steht unter der Überschrift „Unfall“ mit Ortsbezug Gorleben.
    Am 25.03.1979 beginnt der Gorleben-Treck mit einer Abschlusskundgebung am 31.03.1979.
    Die Zeit spricht in der zitierten Ausgabe von der „mächtigsten Anti-Kernkraft-Demonstration, die jemals in Deutschland stattgefunden hat (100 000 Teilnehmer)“
    Es ist wohl ein bemerkenswerter Zufall, dass ausgerechnet in dieser Woche ein KKW-Block in Harrisburg beinahe platzt. Erst am 03.04., so der Zeitartikel, ist die Gefahr gebannt.
    „Einige der 200 000 Flüchtlinge kehrten wieder in ihre Häuser zurück „

    Noch etwas hat mich am Bericht vom 06.04.1979 erstaunt:
    „Der Exodus schwoll stündlich weiter an – und rief schließlich den Ex-Atomingenieur Jimmy Carter auf den Plan, der dem angeschlagenen Kraftwerk am Sonntag demonstrativ einen Besuch abstattete, um die entnervten Bürger zu beruhigen: ...“
    Wie war das? „Der Ex-Atomingenieur Carter“? Tatsächlich ist der damals amtierende President der USA (eher bekannt als Farmer) das gewesen und lt. Wiki 1952 an Aufräumarbeiten eines nuklearen Störfalls eines Forschungsreaktors beteiligt.
    Was für eine verrückte Story.

    Es ist wohl nicht leicht festzustellen, in welchem Ausmaß der spektakuläre Störfall Einfluss auf künftige Strömungen und Entscheidungen genommen hat.
    Das Ding ist ja nicht geplatzt!

    Bei Tschernobyl und Fukushima war das anders,
    und ich vermute mal, an diesen Ereignissen kann man deutlicher Umschwünge festmachen.
    (Mei, der menschliche Raser steigt halt auch gerne aus dem gerade zu Schrott gefahren Auto und schließt nur zu gerne aus einem glücklichen Unfallverlauf, die Sache sei nicht übermäßig gefährlich.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. April 2016
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  10. O++O

    O++O Neues Mitglied

    Ich finde es interessant, wie schnell Hysterien entstehen können und dazu ist dieses Beispiel sicher ein gutes Anschauungsobjekt. Wie man bei W (siehe unten, Quelle in W angegeben) nachlesen kann, ist die nahe Bevölkerung mit einer statistisch berechneten Dosis von durchschnittlich 14µSv belastet worden. Die natürliche Strahlendosis liegt bei 3000µSv plus/minus X. Schmerzende Fersensporne bestrahlt man üblicherweise mit 3Gy, was 3000000µSv entspricht. Eigentlich müsste hier spätestens jegliche Hysterie verlorengehen, aber gegen Angst helfen keine Zahlen und Fakten.

     
  11. hatl

    hatl Premiummitglied

    Otto,

    Deine Argumentation, es könne aus dem Umstand, dass ein großer Unfall nur beinahe eintrat, darauf geschlossen werden,
    dass die Wahrnehmung der, mit einem solchen Unfall einhergehenden, Gefahren die Bezeichnung "Hysterie" verdienen müsste, ist durchaus nicht schlüssig,
    sondern scheint doch eher polemisch gemeint zu sein.
    Zumal dieser Schluss nicht weiter begründet wird.

    P.S.: mein Dosimeter zeigt gerade 0,14 µSv/h an.
    :D
     
  12. O++O

    O++O Neues Mitglied

    Bayrischer Wald wie ? :winke: Ich hab nur 0,08 µSv/h.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. April 2016
  13. Solwac

    Solwac Aktives Mitglied

    Bitte keine solchen Fehlinformationen!

    Eine Strahlentherapie ist etwas ganz anderes als eine unkontrollierte Exposition.
    Du suggerierst, dass jemand bei einem Fersensporn einer Strahlung ausgesetzt wird, die ansonsten zu einer schweren Strahlenkrankheit führt und innerhalb eines Monats zu 50% lethal wirkt.

    Zu den durchschnittlich 14 µSv an zusätzlicher Dosis für die Bevölkerung kann man nur sagen, dass es eine statistische und eben zusätzliche Dosis ist. Einzelne können also sehr wohl einer relevanten Strahlendosis ausgesetzt worden sein und es ist zusätzlich und unnötig. Wahrscheinlich hat dies keine Auswirkungen gehabt, aber sicher kann man sich nicht sein.

    Zum Vergleich: Bei uns gilt das 10 µSv-Kriterium, d.h. bei der Freigabe von Material zur Entlassung aus dem Atomgesetz oder im Umgang mit radioaktivem Material darf niemand mehr als 10 µSv an Jahresdosis erhalten. Ausnahmen gelten für beruflich strahlenexponiertes Personal mit einem entsprechenden Überwachungs- und Kontrollaufwand.
     
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  14. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Wenn man es unter Glück im Unglück sehen will: die Havarie führte sogar zu dem Umstand, Ablauf und Folgen der Kernschmelze "am Fall" zu studieren. Konstruktiv war man bis dato auf Simulationen beschränkt, nun hatte man forschungsseitig einen "Sachverhalt".

    In den Jahrzehnten danach fanden umfassende Untersuchungen statt. Sie bezogen sich insbesondere auf

    - die Bewertung der Zuverlässigkeit der Messinstrumente im Havariefall (ein Schlüssel zum Ablauf der Fehlentscheidungen)
    - die Widerstandskraft des Containments gegen die Schmelzmasse, die Auslegung der technischen Ausstattung
    - die Wirkung der Kühlflutung unter hohem Druck, wenn der Reaktor bereits "hot legs" bereits bekommen hatte ("this is the Biggie") - hier ging es nach meinem laienhaften technischen Verständnis um dadurch eintretende (zusätzliche!) Beschädigungen der Flutung des bereits durch die Schmelze angegriffenen Containments, sowie die im TMI-Fall in der Presse stark beachtete "bubble", die entstehende Wasserstoffblase, wenn die Kühlflutung auf die Schmelze trifft und Mengen an H2 gebildet werden, über die laufend berichtet und "prognostiziert" wurde.

    Die bubble-Befürchtung war in der Berichterstattung sozusagen das Gegenstück zu der allgemeinen journalistischen Überraschung: "hier läuft eine Katastrophe, und anders als sonst: man sieht ja gar nichts". Mit den Besorgnissen über die Wasserstoffblase hatte man etwas "Verständliches" und Griffiges.

    Zu den Aspekten der Havarie oben sind danach massenweise Auswertungen erfolgt, forschungsseitig und bei "Nachrüstungen" war das ein teurer "big deal", wie ironisch bemerkt wurde.

    Die Frage wäre: wie wird denn die bubble nunmehr nach den Untersuchungen eingeschätzt?
     
  15. hatl

    hatl Premiummitglied

    Wobei es ganz erstaunlich ist, dass diese erheblichen Anstrengungen ca. ein Jahrzehnt brauchten um überhaupt festzustellen was passiert war.
    "By the end of 1986 it was indubitable that much of the core had melted, but it would be two years and more before it was clear what a serious danger that had occasioned"
    NMAH | Three Mile Island: The Inside Story
    Die Ergründung des "Sachverhalt"s bei einem schweren Störungsfall einer solchen Maschine war technisch und wissenschaftlich Neuland, folgt man der angegeben Quelle.
    Der betriebene Aufwand ist wohl eine Besonderheit, ebenso wie die Schwierigkeiten die es dabei zu überwinden galt.
     
  16. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Nun, genau nachschauen konnte man ja zunächst nicht.

    Denton gab vor der Presse schon am 30.3. den Hinweis, dass Teile des Kerns geschmolzen wären. Dass die genaue Feststellung nur durch Untersuchungen geklärt werden konnte, die lange dauern, liegt auf der Hand.

    Man begann damit aber recht zügig:
    Shortly after the venting was completed, on July 23, 1980, two Met Ed engineers, wearing heavy protective clothing and using respirators to breathe, became the first persons to enter the TMI-2 containment building since the morning the accident took place. Working for twenty minutes in temperatures of about ninety degrees Fahrenheit, they took photographs and measured levels of radiation. Even after technicians explored the inside of the containment structure in hundreds of subsequent entries, the condition of the core remained a towering unknown. It was apparent that the accident had caused considerable damage to the fuel rods and other elements of the core, but the extent of the destruction could not be determined until the interior of the pressure vessel, which held the core, could be examined. A few days after the accident, the NRC had estimated from analyses of reactor coolant samples that only about 2 to 15 percent of the core had been damaged, and that, at worst, melting of the uranium dioxide fuel pellets appeared to be “insignificant.” Later analyses indicated that the damage had been more severe, but for more than three years it remained impossible to observe the core directly and draw reliable conclusions."

    Danach analysierte man die Schmelze "stäbchenweise".
     
  17. Solwac

    Solwac Aktives Mitglied

    @hatl: Die Untersuchung eines geschmolzenen Kerns ist nicht ganz einfach. Die Strahlung beeinflußt andere Meßverfahren teils erheblich und erlaubt den beteiligten Personen auch nicht viel Zeit zum Verweilen. Du hast vielleicht mal Bilder aus Tschernobyl oder Fukushima gesehen? Fotos und Filmaufnahmen zeigen eine Menge Artefakte, dies ist auf Sonaraufnahmen durchaus übertragbar.

    Das andere Problem, welches einfach Zeit bei der Rekonstruktion braucht, ist die mangelnde Erfahrung mit zerstörten Brennelementen. Mechanische Schäden kommen häufiger vor, aber die Wirkung von Hitze und unkontrollierter Kernspaltung muss simuliert werden. Solange bis die Überbleibsel in der Simulation mit der Realität übereinstimmen. Die genauen Parameter der teilweisen Kernschmelze fehlen aber meist.
     
  18. steffen04

    steffen04 Gesperrt

  19. hatl

    hatl Premiummitglied

    Jimmy Carter und Harrisburg 1979

    Jimmy Carter..

    wird im vorher verlinkten Zeitartikel vom 06.04.1979 als „Ex-Atomingenieur“ bezeichnet.
    Also wie das?
    Rund ein Jahr lang (1952-53) dient er der Atom-Energie-Kommission, und hier wiederum im Bereich der Reaktorentwicklung. Würdigt man die zeitliche Kürze des Dienstes vor dem Hintergrund der großen Komplexität des Themas, dann wird man wohl eher von einer Art Praktikum sprechen wollen.
    Er half, glaubt man der Quelle, auch dabei Schulungsprogramme für Rekruten der SSN-575 zu erstellen. Jimmy Carter's Naval Service
    Die SSN-75 ist das zweite US- U-Boot mit Nuklearantrieb, also einem nuklearen Reaktor.

    Das erste kommerzielle, also mit wirtschaftlicher Gewinnabsicht erstellte, nukleare Reaktor der USA geht 1957 in Betrieb (Vallecitos).
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Vallecitos
    Das sind fünf Jahre nach SSN-575 (und 15 Jahre nach Fermi´s erstem nuklearem Reaktor im Rahmen des Manhattan Project).

    Wenig überraschend rekrutiert die kommerzielle Nuklearwirtschaft ihre fachkundigen Mitarbeiter aus Militärkreisen.
    Das gilt auch für Harrisburg:
    „The navy provided the foremost talent pool for operators in the commercial nuclear industry, and it gave them solid training in the principles and procedures involved in running reactors.
    http://content.ucpress.edu/pages/10177/10177.ch04.pdf

    Der nukleare U-Boot-Praktikant Jimmy Carter, mittlerweilen im Amt als Präsident der Vereinigten Staaten, eilt am 1. April 1979, kurz nach dem Auftreten des Störfalls am 28. März, nach Harrisburg, nachdem ihm, offensichtlich glaubhaft, von den Betreibern des kritisch gewordenen Reaktors versichert wurde, dass für die nächsten Tage keine Gefahr einer Explosion bestünde.
    „Sunday, April 1
    Assured that any explosion is at least a couple days away, President and Mrs. Jimmy Carter tour the TMI facility early in the afternoon.“

    NMAH | Three Mile Island: The Inside Story
    http://americanhistory.si.edu/tmi/images/04.03_enlarged.jpg

    Was für eine geile Story!
    Wirft sie doch Schlaglichter auf Verschränkungen (dieser Zeit) von Politik, Wirtschaft, Militär, und rasant steigender technischer Potenz mit offenem Ende.

    Und vielleicht etwas abseits davon beginnt, zeitgleich zu Harrisburg, eine Hintergrundmusik der öffentlichen Meinung zu spielen.
    Mit "Chinasyndrom" als Film (Danke für den Hinweis!) , und dem GorlebenTrek als große Demo in einem ebenfalls technologisch hochentwickelten Raum.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. April 2016
  20. O++O

    O++O Neues Mitglied

    Das waren noch Zeiten ! Tanken ? Wieso? Hab doch nen Ford Nucleon. :D
     

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