Verbeugung im 16. und 17. Jahrhundert

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von mandyps, 26. Mai 2013.

  1. mandyps

    mandyps Neues Mitglied

    Weiß jemand, ob es im 16. und 17. Jahrhundert verschiedene Formen der Verbeugung, also des "Dieners", gab und wie diese auszusehen hatten? Über den Knicks ist im Internet einiges herauszufinden, doch am Diener scheitere ich gerade...:grübel:
     
  2. Mischa

    Mischa Aktives Mitglied

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  3. Cécile

    Cécile Neues Mitglied

    Wobei die Verbeugung um 1800 sich im Vergleich zu den vorhergehenden Epochen enorm gewandelt hatte! Um 1800 lies der Herr einfach den Oberkörper von der Brust aufwärts wie einen nassen Waschlappen herunterfallen. Anfang des 18.Jh. war es noch eine komplizierte Choeographie aus einer folge von Schritten während dessen man sich verbeugte und gleichzeitig den Hut zog.
     
  4. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich glaube das Schwingen des Hutes, wurde damals als sehr wichtig empfunden. Ich habe zwar neulich etwas zu dem Thema gelesen, bezweifle aber die Belastbarkeit der Quelle. Ich hätte eine zu Umgangsformen von um 1700 von Menantes, aber da weiß ich offengestanden nicht in wie weit sich das auf das 16. und 17.Jh. wirklich übertragen lässt.
     
  5. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich habe etwas bei Peter Englund gefunden, was sich auf Herren in der ersten Hälfte des 17.Jh. bezieht:

    *

    Leider gibt Englund nicht direkt eine Primärquelle an. Im Quellenanhang wird "Ogiers Tagebuch" erwähnt.
    Zu Verbeugungen von Damen weiß ich nichts.
    Bedauerlicherweise gab es zu der Zeit m.W. noch nicht so akribische und detailierte Hofkalender wie dann im 18.Jh., die ja teilweise auch Dinge wie Bekleidung oder den bestimmten Ablauf eines Ereignisses vermitteln.

    * Peter Englund: "Verwüstung - Eine Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" rororo, Hamburg, 2013
    S. 308
     

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