Waffenfund - Schwert, Degen, Säbel

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von janakar, 4. Januar 2008.

  1. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Du hast hoffentlich bei der Anmeldung zum Forum das Kleingedruckte gelesen ... :D

    Wir nehmen nur 10% ...

    :pfeif:
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Pope kommt gleich mit den Jungs vorbei.
     

    Anhänge:

  3. Legat

    Legat Aktives Mitglied

    IOD? Infanterie Offiziers Degen?

    Und was beim Griff fehlt ist einfach die Wicklung. Und nein Säbel müssen nicht gebogen sein. Auch wenn ein gerader Säbel auch Pallasch genannt wird. Da ist der Korb aber anders gestaltet iirc.
     
  4. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Hmmm... Erinnert mich an Crocodile Dundee:

    That's not a knoife ... THAT's a knoife!

    YouTube - Is That a Knife

    :fechtduell:
     
  5. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  6. Derfflinger

    Derfflinger Neues Mitglied

    Und nicht nur von diesen.

    Hallo in die Runde,

    es handelt sich, wie vom Nachfolger des Hersteller richtig angemerkt, um einen IOD a/A (Infanterie-Offizierdegen alter Art). Herstellzeit Ende 19. Jh., bis heute möglich. Klappbare Stichblätter waren an diesem Modell erst im letzten Drittel des 19. Jh. üblich.

    Neben Infanterie-Offizieren, Infanterie-Unteroffizieren mit Portepee und Beamten, konnte dieser Degen ebenso von Mitgliedern verschiedenster Vereine oder Organisationen (außermilitärisch) angelegt worden sein.

    Ausschließen können wir bei dem hier gezeigten Exemplar, daß er aus dem Militärärar stammt. Dienstwaffe eines Unteroffiziers fällt also weg, ebenso die dienstlich ausgegebene Waffe eines Offiziers, denn dann hätte man ihn mit Abnahmepunzen versehen.
    Der Degen wurde also privat beschafft und fällt so den anderen genannten Trägern zu, auch den Offizieren, welche sich die Seitenwaffe aus dem eigenen Etat beschaffen mußten.

    Gruß,
    Thomas
     
  7. mmfranken

    mmfranken Neues Mitglied



    He, pfeif die Jungs in schwarz mal zurück, bis jetzt habe ich ja keinen, der das gute Stück kaufen wollen würde.
     
  8. mmfranken

    mmfranken Neues Mitglied

    Was ist ein Abnahmepunzen? Irgendwie tauchen hier immer wieder neue Fremdwörter auf :(. Aber trotzdem danke für die Antwort, auch wenn Sie mich erneut verwirrt. Ist also kein IOD, wenn er privat beschafft wurde?
    Heißt das, der Schätzwert von wkc ist damit hinfällig?
    Gruß,
    Manfred
     
  9. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Das ist eine eingeschlagenen oder besser geprägte "Seriennummer".
    Punze (Werkzeug ? Wikipedia)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. Oktober 2008
  10. mmfranken

    mmfranken Neues Mitglied

    also, am Griff ist eine "33" eingeprägt. Ist das eine Seriennummer?
     
  11. Derfflinger

    Derfflinger Neues Mitglied

    Hallo Manfred,

    sorry, ich werde mich dann mal etwas verständlicher ausdrücken ;) .

    Abnahmepunze: Kleine überkrönte Stempel (sogenannte Majuskeln) auf den (meist allen) Teilen einer vom Militär ausgegebenen Waffe. Diese Waffe mußte den Normen entsprechen, war Eigentum des Militärs (Militärärar) und wurde nach Beendigung der Dienstzeit wieder abgegeben. Die Punzen (Stempel) waren die Abnahme durch einen Militärbeamten, quasi der TÜV bei der Bewaffnung.
    Offiziere mußten ihre Blankwaffen selbst kaufen. Diese wurden nicht abgenommen und durften nach der Beendigung der Dienstzeit behalten werden. Diese Waffen unterschieden sich meist etwas von den "Dienstwaffen" durch zierlichere Abmessungen, verzierte und vernickelte Klingen und vergoldete Gefäße (die Griffteile aus Metall).

    IOD, ja oder nein?: Ja und Nein. Dieses Modell ist ein Infanterie-Offizierdegen, auch wenn es von Beamten getragen wurde oder bei außermilitärischen Vereinen Verwendung fand. Allerdings wird er in diesen Kreisen dann Vereinsdegen oder Beamtendegen genannt.

    Die "33" wird eine Fertigungsnummer sein, hat nichts weiter zu bedeuten.

    Der Schätzpreis von WKC liegt im Rahmen, bei einer gut und vollständig erhaltenen Waffe. Erfahrungsgemäß liegen die Verkaufspreise (bei online-Auktionen) zwischen 150 und 350 EUR.

    Gruß,
    Thomas
     
  12. mmfranken

    mmfranken Neues Mitglied

    So, hallo nochmal.
    Als Erstes mal vielen, vielen Dank, daß Ihr mir alle so prompt und ausführlich geholfen habt. Das ist hier echt ein Forum, in dem Unwissenheit nicht direkt verurteilt wird und wo einem gerne mit Rat und Tat zur Seite gestanden wird. Habe schon anderes erlebt. Werde den Degen jetzt mal auf der zuletzt genannten Seite zum Verkauf einstellen, da er bei mir leider nicht die Achtung bekommt, die er vielleicht verdient.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Manfred
     
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  13. Beaker

    Beaker Aktives Mitglied

    οἴδα οὐκ εἰδώς - Ich weiß, dass ich nicht weiß. Hinter Sokrates können wir nicht mehr zurück.
     
  14. xyz123

    xyz123 Neues Mitglied

    Woher ? Wie alt ? Wertvoll ?

    Hallo,

    Ich habe vor Kurzem einen Fund auf dem Dachboden meines Großvaters gemacht.
    Kann mir vielleicht jemand sagen wie alt dieser Degen (?) ist.
    Bzw aus welcher Epoche er stammt..woher er kommt usw.
    Bilder befinden sich im Anhang.

    Bin für jede Information dankbar, denn ich selbst habe leider keine Ahnung.

    Vielen lieben Dank im Voraus!
     

    Anhänge:

  15. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Fragen: Gibt es Stempel auf der Klinge?: Solingen, Klingenthal, Toledo, irgendwelche Buchstaben, Nummern, Ovale?.

    Gibt es eine Scheide dazu?
     
  16. Arne

    Arne Premiummitglied

  17. xyz123

    xyz123 Neues Mitglied

    Hab sogar mit Mikroskop gesucht und keine Stepel o.Ä entdecken können.
    Es sind nur die "Muster" wie auf dem letzten Bild vorhanden.
     
  18. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich würde sagen, grob 19. Jh.. Aber da kenne ich mich nicht so gut aus. Die gerade Klinge deutet ja auf einen Degen, aber der Griff eher aus einen Säbel, was insgesamt eher nach einem Mix wirkt. Also vielleicht Historismus.:confused:
     
  19. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Die Form der Fassung ist typisch 18. Jahrhundert. Dekoration und Klingenform jedoch eher 19. Ich würde also auch auf eine Waffe aus der Zeit des Historismus deuten.
    Mit nichtmilitärischen Blankwaffen kenne ich mich aber wirklich nicht so gut aus. Ich würde auch empfehlen, bei den Kollegen im anderen Forum nachzufragen. Du kannst uns ja dann erzählen, was sie herausgefunden haben.
     
  20. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    In Sachen nichtmilitärischer Blankwaffe frage ich mich, wozu sowas noch nach 1800 hergestellt worden sein sollte.
    Die Hofdegen, welche auch noch durchweg im 19.Jh. zur alltäglichen Kleidung von Hofleuten gehörte, waren ja nur noch ganz kleine Waffen. Ihr Gewicht war so gering, dass nichtmal ein Wehrgehänge notwendig war, sondern diese Degen in Befestigungen, die direkt an die Hose (oft noch Kniebundhose) angenäht waren, eingeschoben werden konnte. Für eine solche Funktion wirkt mir diese Blankwaffe aber irgendwie zu schwer und zu "militärisch".
    Vielleicht war es auch schon damals eine Art Dekowaffe für die Wand. :confused: Oder es war eine zivile Waffe, die aber von Offizieren geführt wurde. Da weiß ich aber nicht, ob sowas die damaligen Reglements zugelassen hätten.:rotwerd:
     

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