War Ludwigs Außenpolitik erfolgreich?

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von Ludwig, 16. März 2006.

  1. Ludwig

    Ludwig Neues Mitglied

    Aus meiner Sicht hat Ludwig maßgeblich mit seiner "offensiven" und auch dreisten(Annektion des Elsaß usw.) Außenpolitk dazu beigetragen ,dass Frankreich im 17.Jahrhundert eine Hegemonialstellung in Europa erreicht hat.
    Jedoch ist der spätere wirtschaftliche Ruin und das Hungern des Volkes ein sehr hoher Preis für diese Erfolge.
    Ich würde gerne eure Meinung dazu wissen!?:grübel:
     
  2. Joachim

    Joachim Neues Mitglied

    Kleine Einleitung

    Spätestens seit dem Frieden von Utrecht der den spanischen Erbfolgekrieg beendete kann man glaub ich nicht mehr von einer erfolgreichen Aussenpolitik.
    Das angestrebte Ziel der Vereinigung von Spanien und Frankreich scheiterte , die durch den Krieg entstandenen Kosten wurden kaum noch von der Wirtschaft abgedeckt ,die ja mit der Auswanderung von einer halben Millionen (fleißigen) Hugenotten bereits 1685 Einbußen machte .
     
  3. Louis le Grand

    Louis le Grand Neues Mitglied

    Einspruch. Das war in keinster Weise ein frz. Ziel im Span. Erbfolgekrieg. Es gab nur eines: Nämlich Philipp V. auf dem span. Thron zu installieren.

    Nochmal Einspruch. Vielleicht ruinierte der Sp. Erbkr. die frz. Staatsfinanzen, aber ganz sicher nicht die Wirtschaft. Ganz sicher nicht. Außerdem waren die Schulden der Krone schon 1725 wieder getilgt.

    Frieden von Utrecht: Ein absolut fairer Friedensvertrag. Da konnte keine Seite meckern, keine Seite wurde wirklich benachteiligt. Wien bekam die restlichen Teile der spanischen Besitzungen und Versailles seinen spanischen Bourbonen. Insofern also für beide Seiten ein kleiner Erfolg. :winke:
     
  4. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich denke, es kommt darauf an wie man Erfolg deffeniert.

    Ist nun territoriale Ausbreitung ein Erfolg? Heute würden wir sagen: Nein. Damals allerdings herrschte zusehends das Gesetz von Fläche und Untertanen. Das heißt, dass relativ kleine Mächte kaum noch eine Rolle zu spielen begannen, was sich auf die Außenpolitik zusehends auswirkte. Beispiele sind Dänemark und selbst Schweden, die am Beginn des 18.Jh. aus der Riege der Mächte von Gewicht ausschieden, mangels Bev.-Zahl und somit Menschenmaterial. Das heißt der Erfolg der Außenpolitik musste sich am Gewinn von Land und Leuten entscheidend messen lassen. Ein geringerer Faktor war noch Titel, wobei Friedrich I. in Preußen wohl DAS Paradebeispiel ist und bleibt.

    Summa war die Außenpolitik erfolgreich. Allerdings nur beruhend auf imponierender militärischer Stärke. Hinsichtlich der Diplomatie sehe ich keine bedeutenden Vorsprünge Frkr. im Vergleich zum Haus Habsburg. Es gelang vielmehr Frankreich nicht, dauerhafte und gewinnbringende Verbindungen zur wichtigsten Macht im HRRDN nämlich Brandenburg-Preußen zu knüpfen. Von daher müssen der Außenpolitik, trotz der territorialen Erfolge einige Abstriche gemacht werden, welche sich im Laufe des 18.Jh. rächen sollten.
     

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