Was wurde aus de Adel und Rittern

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Mittelalter" wurde erstellt von jasmin99, 26. Mai 2010.

Schlagworte:
  1. jasmin99

    jasmin99 Neues Mitglied

    Hallo,

    ich muss ein Referat in Geschichte darüber halten, was aus dem Adel und Rittern und natürlich den Burgen wurde..Burgen weiß ich schon ..
    Ich muss nicht direkt erwähnen, inwiefern sich die Epochen unterscheiden, wobei es gut wäre, wenn ihr mir auch hier eine paar Seiten oder Tipps gebe könntet.aber ihm Vordergrund steht, was aus ritterlichen Tugenden wurde und da gab er mir ein beispiel mit der Erfindung des Schießpulvers..Lebte der Adel dann einfach weiterhin auf schlössern und siedelte sozusagen nur um?

    vielen lieben dank im voraus:)
    Jasmin
     
  2. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ein Teil der Ritter und anderen Adeligen blieb auf den Stammburgen, die man sich teilweise nur von innen einfach nach dem neuesten Geschmack umbaute.
    Beispiele:
    Burg Falkenstein (Harz) ? Wikipedia
    Schloss Burgk ? Wikipedia
    Militärisch fanden sie als Offiziere oder auch Mannschaften in Eliteregimentern auch in der Frühen Neuzeit ihr Auskommen.
     
  3. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Zumal man bei vielen Burgarchiven findet, dass sich später die Bezeichnung "Schloß" etablierte. Wie Brissotin schrieb, wurden diese häufig bzw. mehrmals dem jeweiligen Zeitgeschmack entsprechend umgebaut. Selbiges geschah ja auch mit Schlössern und Landgütern bzw. Haupthäusern.
     
  4. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Wobei ich mich gerade frage, wann das einsetzte.

    Wo schlicht nur Reste eine Burg in ein neues Schloss integriert wurden, ist der Übergang von der Bezeichnung Burg auf Schloss ja ganz plausibel.
    In Ebnet, heute ein Teil von Freiburg, wurde ein Turm einer Vorgängeranlage einfach in das neue Barock(?)schloss des 18.Jh. als Treppenturm für das Treppenhaus einbezogen.
     
  5. Melchior

    Melchior Neues Mitglied

    @Jasmin

    Um welchen Zeitabschnitt geht es Dir? Meine Mitdiskutanten haben bereits einiges angeführt, wie Dienst in der Armee (meist Offizier). Darüber hinaus wäre noch der Staatsdienst (z.B. Justiz, Diplomatie) anzuführen und die Einbindung in den Hof (Hofdienst).

    Ohne zu wissen, welche Epoche Du im Blickwinkel hast, hier ein link zum weiterlesen (betreffend HRR):

    Mediatisierung ? Wikipedia

    Bei weitergehenden Fragen, einfach schreiben.

    M.
     
  6. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    Mit Schloss assoziiert man gern einen prachtvollen Palast, typscherweise vielleicht ein Barockschloss. Ursprünglich waren die Bezeichnungen Burg und Schloss aber austauschbar. Burg hängt ja mit bergen zusammen und Schloss mit schließen und dem Türschloss, von dem das ganze Gebäude dann den Namen übernahm. Beides bezeichnete also ein Bauwerk, das Schutz bot. Deshalb kann man auch nicht sagen: bis dahin gab es Burgen und danach Schlösser.
    Allerdings war es schon so, dass ein Teil der Adeligen, als die Burgen mit den dicken Mauern auf dem Berg ihre militärische Funktion verloren, ins Tal zogen und dort Schlösser im heutigen Wortsinn bauten. Andere bauten aber ihre Burg um oder ein Schloss dazu. Ein paar Beispiele:
    Burg Hornberg ? Wikipedia
    Die Burganlage
    Schloss Weikersheim ? Wikipedia

    Die “Ritter” übten nicht nur militärische, sondern auch zivile Dienste aus. Schon bevor sie militärisch obsolet wurden, danach aber erst recht
    Amtmann ? Wikipedia
     
  7. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

  8. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Was ist daran auffällig?

    Ich lese da eher, dass die Burg nach dem 16.Jh. verfiel und erst im 19. Jh. "wiederaufgebaut" wurde.

    Oder meinst Du damit die Verlegung des Wohnsitzes und den anschließenden Verfall der alten Burg?
     
  9. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Erbaut wurde es nach 1133 als Burg Neuenberge bzw. Neuenburg, im 15. Jahrhundert wurde diese zum Jagdschloß umgebaut, behielt aber wegen bestimmter Burgfragmente weiterhin die Bezeichnung Burg sogar im Namen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Mai 2010
  10. megatrend

    megatrend Aktives Mitglied

    also z.B. der Adel des Schlosses Habsburg (Kanton Aargau) wohnt irgendwo in Zürich und geht einer normalen Arbeit nach. Mein jetziger Chef (Familienname Hausammann) entstammt seiner Aussage einem Adelsgeschlecht, konnte aber nichts erben, lebt heute nur als mein Chef, nichts höheres, nichts besonderes, erhält jeden Monat seinen Lohn...
     
  11. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Besitzverhältnisse der Habsburg

    Die Habsburg wurde 1020/30 von Radbot erbaut. Nachdem Tod von Radbot fiel das gesamte Erbe an Radbots Sohn Werner I. Otto II ein Sohn Werners nannte sich als erster der Familie Graf von Habsburg. Ab 1278 war die Habsburg als Residenz nicht mehr geeignet, sie wurde an Dienstadlige verliehen. Das vordere Burglehen an die Herren von Wülpelsberg, das hintere an die Truchsessen von Habsburg-Wildegg. Nachdem erlöschen beider Geschlechter, um 1300 und gegen 1400 übernahmen die Ritter von Wohlen das gesamte Lehen. Ab 1371 sass Henmann von Wohlen auf der Hintern Burg. Sein Lehnsherr war Herzog Leopold III. Nach der Okkupation des Aargaus durch die Berner musste sich Henmann von Wohlen den Angreifern ergeben. Gegen die Garantie seines Besitzstandes hatte sich Henmann der Lehens- und Landeshoheit des Standes Bern zu unterwerfen. 1420 überschrieb der kinderlose Henmann von Wohlen unter Vorbehalt lebenslangen Wohnrechts für sich und seine Gattin die Habsburg an seinen Neffen Peter von Greifensee. Dessen Söhne veräusserten die Burg 1457 an den Stand Bern, der sie 1462 für tausend Rheinische Gulden an Hans Arnold Segesser verkaufte. 1469 kam die Habsburg an das Kloster Königsfelden. Bei der Aufhebung des Klosters im Zuge der Reformation fiel die Burg 1528 an Bern zurück.
    Die Anlage war zu dieser Zeit bereits zu zwei Drittel zerfallen und wurde nur noch von einem Hochwächter besetzt. 1804 ging die Habsburg an den neugegründeten Kanton Aargau über, der nach jahrhunderte langer Vernachlässigung die Burg in verschiedene Etappen renovierte und den abgegangenen Ostteil freilegen und konservieren lies.
     
  12. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Der Adel vergnügt sich heute in Marbella, die Burgen bersten vor Touristen, während die Ritter leider ausgestorben sind! :D
     
  13. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Die ritterlichen Tugenden, bzw das, was man dafür hielt, blühten weiterhin, und im Militär und Staatsdienst dominierten bis in die Weltkriege hinein Angehörige des Adels. Besonders auffallend war die Rückbesinnung auf chevalereske Tugenden bei der noch jungen Luftwaffe, wo die Fliegerasse in der Regel an besonderen Farben und Emblemen erkennbar waren. Der "Rote Baron", Manfred von Richthofen war in dieser Hinsicht durchaus nicht der Einzige.

    Lothar von Richthofen bevorzugte seine Regimentsfarbe gelb und verwendete gelb/rot gestrichene Flugzeuge. Auch Ernst Udet hatte ein Markenzeichen, ebenso wie Albert Ball, James McCudden und Georges Guynemer, der seine Spad mit einem Storch verzierte. Udet berichtete später von einem Zweikampf mit dem Franzosen, in dem beide tief in die Trickkiste griffen, bis Udets MG versagte. Der Franzose nutzte aber seinen Vorteil nicht aus, flog neben Udet und salutierte. Eduard von Schleich verwendete schwarze Albatros- Flugzeuge und erhielt daher den Spitznamen der "Schwarze Ritter". In Bayern wurden Träger des Max Josephordens nobilitiert und durften sich "Ritter von" nennen.

    einer von ihnen war Friedrich Ritter von Röth, auf den ich in einem Thread über Fesselballons und "balloon buster im 1. Weltkrieg schon einmal verwiesen habe.

    Röth spezialisierte sich darauf, Fesselballons abzuschießen, da deren insassen den Absturz überleben konnten, da sie- im Gegensatz zu Piloten- mit Fallschirmen ausgestattet waren. Röth schoss 20 Ballons ab, was ihm den Spitznamen "Ballon Schorschl von Amiens" einbrachte. Röth wurde darin nur von einem anderen "Ritter" übertroffen, nämlich von Willy Coppens, der 36 Luftsiege, darunter 30 Ballons abschoss und dafür nobilitiert wurde als Willy Coppens Chevalier de Houtholst, da er viele seiner Luftsiege über dem Houtholster Wald nahe Ypern erzielte.
     
  14. megatrend

    megatrend Aktives Mitglied

  15. Joinville

    Joinville Aktives Mitglied

    Nicht zu vergessen die Loireschlösser Frankreichs. Einst als dunkle, miefige Burgen im 10./11. Jahrhundert erbaut, wurden sie ab dem 14. Jahrhundert zu prachtvollen Schlossanlagen ausgebaut.
    z.B. Blois, Amboise, Chambord ect.
    Und natürlich der berühmte Louvre (Wolfsbau) in Paris.
     

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