Wasser und Brot-Konstanten bei Varus `Rückkehr?

Durstlöscher sind genug vorhanden; das lasse ich mal so stehen.

@ Mittelalterlager.....auf völlig Bekanntes will ich garnicht eingehen ;mir geht es darum, die Gedanken auf etwas zu lenken, das so selbstverständlich ist, das man es nicht oder kaum erwähnt(wie Wasser)
Es geht nicht um einen bestimmten Weg, weil ich mich damit in ausgetretenen Pfaden bewege.
Es geht nur um "conditio sine qua non".

Wie wäre es mit folgender Überlegung: Geht Varus auf den Marsch, ohne vorher seine Abordnungen einzusammeln?
War das Einsammeln eine Bedingung, die innerhalb einer Zeitspanne vor dem Marsch erfüllt werden mußte?Folgt man den Quellen, bleibt dies offen.

Ich kenne Militär nicht. Ist es so, daß ein Feldherr, einfach so, mehrer Kohorten zurückläßt?
Und wenn dem so ist....gibt es dafür Gründe?
 
Es geht nur um "conditio sine qua non".
und welcher Zusammenhang besteht nun zum von dir gewählten Titel dieses Fadens und deiner Fragestellung in #1?

Wasserversorgung war (in Germanien) ganz offensichtlich kein akutes Problem, und die römische Soldateska hatte üblicherweise Nahrungsrationen für ein paar Tage im Tornister (und verbrauchte, was sich links und rechts des Weges auftreiben ließ)
Wasser:
Um den erheblichen Wasserbedarf eines Legionärs von vier bis acht Litern pro Tag decken zu können, wurden die Marschrouten meist entlang von Seen oder Flüssen geplant. Funde weisen darauf hin, dass Teile der augusteigschen Legion kleine persönliche Holzfässer mit einem Fassungsvermögen von bis zu 3,5 Litern mit sich trugen, um die persönliche Wasserration mitführen zu können.
feste Nahrung:
Planmäßig führten die Legionen 17 Tagesrationen mit; für Nachschub hätte demnach erst ab dem 18. Tag gesorgt werden müssen.

Welche condition sine qua non schwebt dir nun vor? Dass die Befehlsketten a) bekannt und b) eingehalten wurden? Wenn nicht, wäre schon vor dem Abmarsch Chaos eingetreten und Arminius hätte weder geschickt eingefädelten Verrat noch Hinterhalt benötigt...
 
Wasserversorgung war (in Germanien) ganz offensichtlich kein akutes Problem, und die römische Soldateska hatte üblicherweise Nahrungsrationen für ein paar Tage im Tornister (und verbrauchte, was sich links und rechts des Weges auftreiben ließ)
Wasser:
Um den erheblichen Wasserbedarf eines Legionärs von vier bis acht Litern pro Tag decken zu können, wurden die Marschrouten meist entlang von Seen oder Flüssen geplant. Funde weisen darauf hin, dass Teile der augusteigschen Legion kleine persönliche Holzfässer mit einem Fassungsvermögen von bis zu 3,5 Litern mit sich trugen, um die persönliche Wasserration mitführen zu können.
Der Verfasser des Beitrags, den Wikipedia hier als Quelle angibt, ist heute u.a. Geschichtslehrer an einem bayrischen Gymnasium. Das Buch scheint aus einem Seminar (o.ä.) an der Uni Augsburg entstanden zu sein. Das Seminar scheint experimentalarchäologisch aufgebaut gewesen zu sein, also die Studenten haben - so scheint es zumindest Gegenstände der Legio XIII Gemina bzw. in den schriftlichen Quellen beschriebene Gegenstände wohl nachgebaut und experimentalarchäologisch untersucht. (Seminarteilnehmer scheinen fast nur Männer gewesen zu sein, jedenfalls tritt in dem Band nur eine Autorin auf, sonst nur Männer - mag natürlich an der militärhistorischen Ausrichtung liegen). Mich würde da schon interessieren, wie gesichert die Interpretation ist.
 
@El Quijote auch ohne Holzfässchen musste keiner in der wasserreichen Gegend, um die es geht, lange durstig sein.
Völlig richtig. Ich frage mich bloß, ob jeder Soldat tatsächlich ein Fässchen dabei hatte.
Also: Wir haben ein Contubernium: Acht Soldaten und ein Maultiertreiber, also 9 Personen, die sich ein Maultier teilten. Das Maultier trug Zelt, Pila Muralia und Kochgeschirr, die Soldaten hatten ca. 40 kg zu schultern (Kampfausrüstung, Nahrungsmittel). So ein Fässchen müsste eigentlich das Maultier getragen haben, also ca. 30 kg extra (9x3,5) Flüssigkeit, das Holz für die Fässer noch nicht eingerechnet. Mit den 150 kg Tragegewicht für das Maultier mit Stangen und schwerem Lederüberwurf für das Zelt und Kochgeschirr und Pila Muralia wird das langsam eng. Ich würde auch vermuten, dass Weinessig mitgeführt wurde und die posca daraus bei Bedarf gemischt wurde.
 
@Mittelalterlager:Fragestellungen sind noch keine Spekulationen

da ausreichend Wasser und Nahrung im Sinne der Überschrift vorhanden war, ist wohl alles geklär t.Danke.
 
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Wie wäre es mit folgender Überlegung: Geht Varus auf den Marsch, ohne vorher seine Abordnungen einzusammeln?
War das Einsammeln eine Bedingung, die innerhalb einer Zeitspanne vor dem Marsch erfüllt werden mußte?Folgt man den Quellen, bleibt dies offen.

Ich kenne Militär nicht. Ist es so, daß ein Feldherr, einfach so, mehrer Kohorten zurückläßt?
Und wenn dem so ist....gibt es dafür Gründe?
Hier! Wieder die altbekante Problematik. Wir wissen es nicht, ob/warum/wie viele und und und! Wir haben nur die wenigen bekannten Tatsachen, bevor es keine neuen Funde gibt ist doch jede Spekulation das was sie ausdrückt: Spekulation!
 
Die Frage ist offen gestellt.
Römische Taktik war, in noch nicht befriedeten Gebieten das Heer nicht zu teilen.
Dann wird es für meine Frage auch eine Antwort geben(bzw. eine Vorschrift).
 
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Varus entschied offenbar von Fall zu Fall; in den Militärquellen habe ich nichts gefunden,außer der des ungeteilten Heeres und der taktischen Bedingungen hierfür. Zurück zum Anfang
 
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Ich hätte ja eher an eine kleine Trinkflasche aus Ziegenleder gedacht, wir es sie in den 1970er Jahren in Spanien noch zu kaufen gab, mit Tülle aus Olivenholz. Ich habe die bei Wanderungen benutzt, die Trinkbeutel waren angenehm zu tragen, waren immer feucht und hatten etwas Verdunstungskälte.

Aus der italienischen Tageszeitung "La Stampa" von 2020 der Bericht über den Fund, im Weihebezirk eines Tempels in Südostfrankreich, einer perfekt erhaltenen Laguncula (Trinkflasche) eines Soldaten aus dem 4. Jh. n. C.hr.

So oder so, Wasser war in Germanien kein Problem für das römische Heer.
 
Die Frage ist offen gestellt.
Römische Taktik war, in noch nicht befriedeten Gebieten das Heer nicht zu teilen.
Dann wird es für meine Frage auch eine Antwort geben(bzw. eine Vorschrift).
Es war befriedetes Gebiet. Das Heer war geteilt, zumindest Vexillationen abgestellt.

Ein Problem ist darin nicht zu erkennen: In ungünstiger taktischer Situation hätte Varus mit 2, 3 oder 4 Legionen gleichermaßen verloren.
 
Römische Taktik war, in noch nicht befriedeten Gebieten das Heer nicht zu teilen.
Das wird auf die Größe des Heeres, die zu erledigenden Aufgaben und die Weg-Verhältnisse angekommen sein.

Die wenig ausgebauten Wegen und das nichtvorhandensein von Parralelstraßen/Wegen, die eine relativ zügige Vereinigung getrennt von einander marschierender Truppen erlaubt hätten, spricht im Germanischen sicherlich eher gegen eine solche Aufteilung (jedenfalls wenn ein Zuschlagen aus dem Anmarsch heraus beabsichtigt war), aber andere Aspekte könnten durchaus den Ausschlag in die andere Richtung gegeben haben.
 
@Ravenik
Vegetius: Epitoma rei militaris – Aussagen zur Teilung von Truppen und Lagerregeln

Flavius Vegetius Renatus, der im späten 4. Jahrhundert n. Chr. sein Werk Epitoma rei militaris verfasste, ist eine der wichtigsten Quellen für römische Militärtheorie. Vegetius schöpfte aus älteren Autoren wie Cato, Frontinus und den Armeereglementen der Kaiser Augustus, Trajan und Hadrian.

Vegetius betont mehrfach die Gefahren, die mit der Teilung des Heeres im Feld verbunden sind. Er empfiehlt, das Heer möglichst geschlossen zu halten, insbesondere in feindlichem Gebiet. In Buch III, Kapitel 25, formuliert er eine Reihe von Maximen, darunter:

„Je mehr Sie den Soldaten in der Nachbarschaft ausgebildet und diszipliniert haben, desto weniger Rückschläge werden Sie im Krieg erleben. […] Es gibt kein besseres Projekt als eines, dessen Wissen dem Feind bis zum Moment der Hinrichtung gestohlen wird. […] Dieselbe Armee, die in Übung Kräfte erwirbt, verliert sie in Untätigkeit.“

Der Text ist zusammengestellt von KI Copilot, Thema:Teilung eines römischen Heeres in unbefriedetem Gebiet
 
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Beitrag '21 von mir:
Ich habe mich etwas verrannt, der Bezug zu den Abordnungen war neben dem Thema und nicht hilfreich
 
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