kwschaefer
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Meine Lebenswelt entspricht in ihren wesentlichen Grundzügen derjenigen von damals.
Bist nicht laut Profil Jahrgang 1982? Und da bist du der Meinung, deine Lebenswelt entspräche in ihren Grundzügen der des 2. Weltkrieges?
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Meine Lebenswelt entspricht in ihren wesentlichen Grundzügen derjenigen von damals.
Bist nicht laut Profil Jahrgang 1982? Und da bist du der Meinung, deine Lebenswelt entspräche in ihren Grundzügen der des 2. Weltkrieges?
Die konnten sehr gut trennen zwischen der objektiven militärischen Leistung, auf die man, ihrer Meinung nach, durchaus stolz sein könne, und der moralischen Bewertung der sich zum Teil aus diesen ergebenden Verbrechen.
Das sehe ich anders. Moralvorstellungen sind keineswegs universell, endgültig oder gar uns in die Wiege gelegt. Sie sind das Ergebnis eines langen, schmerzhaften Prozesses beginnend bei den 10 Geboten bis hin zu den aktuellen eurozentrisch geprägten Menschenrechtsdiskussionen.@Robert: Moral ist gerade nichts subjektives!
Dann frage ich mich, woher die Heerscharen von Juristen ihre Existenzberechtigung ableiten. :fs:Ebensowenig, wie ein Gesetz subjektiv zu verstehen ist.
Geschichte moralisch bewerten zu wollen scheitert doch alleine schon daran.
Eigentlich sind wir doch alle einig, dass Geschichtsschreibung objektiv sein sollte. Verbrechen muss man beim Namen nennen, Leistungen würdigen. Das ist in der Praxis ein Januskopf. Deshalb sollte man nicht das eine tun ohne das andere auszuklammern. Ich denke, das können wir alle unterschreiben.
Um das anschaulicher zu machen:
Unsensibel ist es in meinen Augen das militärische Handeln der Wehrmacht zu bewundern - diese Perspektive klammert scheuklappenartig die Verbrechen der Wehrmacht und die Verbrechen im Rücken der Wehrmacht aus.
Erwähnt man jedoch die Verbrechen, so ist es legitim auch die "Leistungen" der Wehrmacht zu erwähnen. Etwa die Logistik. Die Perspektive ist dadurch erweitert und wird der Ambivalenz der Historie gerecht.
Unsensibel ist es etwa von "Meisterleistungen" der Wehrmacht zu sprechen, oder gar auf deren Leistungen "stolz" zu sein.
Repo![]()
6 Schlachten von Oktober 1944 bis März 1945 sprechen eigentlich eine deutliche Sprache.
Schon der Rückzug der gesamten Heeresgruppe Nord, nach dem Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte, über das Nadelöhr Riga, fast ohne Verluste, ist eine Muster dt. Generalstabsarbeit.
Es wurde auch eine ganz erhebliche Menge an russ. Truppen gebunden, das 6-10fache der deutschen.
rsorgung und Nachschub über die Ostsee war übrigens (Oktober 1944-April1945!)ebenfalls eine logistische Meisterleistung!
Und? Wie ist das moralisch zu werten?
(Ganz nebenbei: was ist mit einem Schörner in Kurland, der in einem verlorenen Krieg exekutieren und unmenschlich führen läßt und führt, um solche Abwehrleistungen "für seine Brillianten" zu erzielen)
@Repo, ich kann das ja voll verstehen, was dein Vater erzählte. Dabei ist heute allgemein bekannt, was für ein Verbrecher und Riesena...loch Feldmarschall Schörner, bei aller Befähigung als Truppenführer war.
Aber sorry, das erinnert mich irgendwie an dieses bekannte Foto.
Hier genügt es wohl auf das Urteil des Verfassungsgerichtes zu verweisen, welches jschmidt beschrieb. Wenn selbst die Soldaten der Wehrmacht nicht zwischen Kampfbefehl und Mordauftrag unterscheiden konnten, so sollten wir das auch nicht tun.
Im Übrigen finde ich es sehr verwunderlich, dass weiter mit dem falsch verstandenen Ausdruck "Moral" herumgedoktert wird. Moral ist gerade nichts subjektives! Ebensowenig, wie ein Gesetz subjektiv zu verstehen ist.
Ich habe mein Anliegen, denke ich, schon oben genauer und unmissverständlicher präzesiert - möchte es aber noch einmal versuchen. Es geht bei der Wertung historischer Ereignisse um eine Sensibilität. Eine Sensibilität, bezüglich der Worte, die man gebraucht und eine Sensibilität bezüglich der Perspektive, die man wählt.
Um das anschaulicher zu machen:
Unsensibel ist es in meinen Augen das militärische Handeln der Wehrmacht zu bewundern - diese Perspektive klammert scheuklappenartig die Verbrechen der Wehrmacht und die Verbrechen im Rücken der Wehrmacht aus. Erwähnt man jedoch die Verbrechen, so ist es legitim auch die "Leistungen" der Wehrmacht zu erwähnen. Etwa die Logistik. Die Perspektive ist dadurch erweitert und wird der Ambivalenz der Historie gerecht.
Außerdem gebietet die Sensibilität eine Wortwahl, die sachlich und nüchtern bleibt und darum bemüht ist dieser Ambivalenz gerecht zu werden. Unsensibel ist es etwa von "Meisterleistungen" der Wehrmacht zu sprechen, oder gar auf deren Leistungen "stolz" zu sein. Hiermit wird nicht nur eine positiv belegte Wertung vorgenommen, sondern auch das Handeln der Wehrmacht als Ganzes (inkl. der Verbrechen) gefasst.
Diese Sensibilität gebietet die Moral - als Verstandesgesetz, dem unabhängig von Alter, Kultur und Religion jeder vernunftbegabte Mensch zustimmen müsste.
Hier genügt es wohl auf das Urteil des Verfassungsgerichtes zu verweisen, welches jschmidt beschrieb. Wenn selbst die Soldaten der Wehrmacht nicht zwischen Kampfbefehl und Mordauftrag unterscheiden konnten, so sollten wir das auch nicht tun.
Im Übrigen finde ich es sehr verwunderlich, dass weiter mit dem falsch verstandenen Ausdruck "Moral" herumgedoktert wird. Moral ist gerade nichts subjektives! Ebensowenig, wie ein Gesetz subjektiv zu verstehen ist.
Ich habe mein Anliegen, denke ich, schon oben genauer und unmissverständlicher präzesiert - möchte es aber noch einmal versuchen. Es geht bei der Wertung historischer Ereignisse um eine Sensibilität. Eine Sensibilität, bezüglich der Worte, die man gebraucht und eine Sensibilität bezüglich der Perspektive, die man wählt.
Um das anschaulicher zu machen:
Unsensibel ist es in meinen Augen das militärische Handeln der Wehrmacht zu bewundern - diese Perspektive klammert scheuklappenartig die Verbrechen der Wehrmacht und die Verbrechen im Rücken der Wehrmacht aus. Erwähnt man jedoch die Verbrechen, so ist es legitim auch die "Leistungen" der Wehrmacht zu erwähnen. Etwa die Logistik. Die Perspektive ist dadurch erweitert und wird der Ambivalenz der Historie gerecht.
Außerdem gebietet die Sensibilität eine Wortwahl, die sachlich und nüchtern bleibt und darum bemüht ist dieser Ambivalenz gerecht zu werden. Unsensibel ist es etwa von "Meisterleistungen" der Wehrmacht zu sprechen, oder gar auf deren Leistungen "stolz" zu sein. Hiermit wird nicht nur eine positiv belegte Wertung vorgenommen, sondern auch das Handeln der Wehrmacht als Ganzes (inkl. der Verbrechen) gefasst.
Diese Sensibilität gebietet die Moral - als Verstandesgesetz, dem unabhängig von Alter, Kultur und Religion jeder vernunftbegabte Mensch zustimmen müsste.
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