Wie war die Religionsfreiheit unter Reza Schah Pahlawi?

Dieses Thema im Forum "Judentum | Israel | Naher Osten" wurde erstellt von Portugreece, 27. Juni 2016.

  1. Portugreece

    Portugreece Mitglied

    Seit der Islamischen Revolution 1979 und die Machtübernahme der Ayatollahs im Iran verschlechterte sich die Situation für die iranischen Christen dramatisch. Auch wenn der Neubau von Kirchen im Iran strengstens untersagt ist, stehen in dem Land immer hin 600 Kirchen (vereinzelnd sogar mit Glockenturm).
    Das heißt, es muss wohl in dem Land mal erlaubt gewesen sein, solche Gotteshäuser zu errichten.
    War das unter dem proamerikanischen Schah Pahlawi? Er war wie Kemal Atatürk in der Türkei sehr säkular gesinnt. Leider führte dies in den 70er Jahren zu einer islamistischen Gegenreaktion.

    War die Religionsfreiheit unter Schah Pahlawi genauso unbeschränkt wie in den westeuropäischen Staaten?
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Recherchiere mal zu den Bahai.
    Was die Christen im Iran angeht, so muss man unterscheiden. Ist das Christentum mit einer ethnischen Zugehörigkeit verbunden (etwa Aramäer oder Armenier) ist der Verfolgungsdruck geringer als bei Christen, die ethnische Perser sind. Die gelten als Renegaten.
    Ich weiß nicht, wie der aktuelle Stand an jüdischer Bevölkerung im Iran ist, vor einigen Jahren waren es noch einige zehntausend. In einem Land, das einmal im Jahr einen al-Quds-Tag veranstaltet, dessen Hauptzweck es ist, Israel mit Vernichtung zu drohen und so die iranische Bevölkerung hinter dem Regime zu vereinen, können Juden verhältnismäßig unbehelligt leben.
     

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