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Alt 23.04.2017, 23:57   #1141
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Zitat:
Hermundure Beitrag anzeigen
da gibt es keinen Unterschied zu vorher - es bleibt bei beiden Routen.
Warum nur zwei Routen? Da bleiben ja viele Fundorte außen vor. Da kann ich voller Entdeckerstolz noch einige weitere "Routen" präsentieren!
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scan_20170423.jpg  
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Alt 24.04.2017, 00:39   #1142
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Zitat:
tela Beitrag anzeigen
Rein vom Augenschein her scheinen die Fundplätze der Denare nicht immer gleichweit vom nächsten entfernt zu sein.
Das macht nichts, dann müssen wir eben nach bewährtem Muster weiter verfahren: Unpassende Fundplätze zählen einfach nicht!

Alle Denare, die unterschiedlich weit voneinander entfernt sind, spielen keine Rolle. Wir suchen uns zwei aus, die gleich weit voneinander entfernt sind, und dann haben wir den Beweis!


Zitat:
(immer angenommen, die Legionäre hätten ihre Denare in den entsprechenden Lagern verloren!).
Da müssen wir auch nicht so streng sein. Um die Lager und Trassen herum haben die Römer in mehreren Kilometern Entfernung Posten und Signalketten eingerichtet
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Alt 24.04.2017, 23:17   #1143
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Herzlichen Dank an die Moderation für die Abtrennung der Ahenobarbus-Diskussion.


Zitat:
Hermundure Beitrag anzeigen
@ Sepiola,

da gibt es keinen Unterschied zu vorher - es bleibt bei beiden Routen. Siehe dazu auch in den Geldgeschichten (Anhang).

Quelle: Geldgeschichten Sachsen-Anhalts, Harald Meller u. Alfred Reichenberger, Halle 2015

Und ?
Eine Frage an Hermundure möchte ich in diesem Thread nochmal aufgreifen:

Besaßen Tiberius und Sentius Saturninus keine Denare aus republikanischer Zeit?
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Alt 01.05.2017, 08:38   #1144
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Zitat:
Sepiola Beitrag anzeigen
Herzlichen Dank an die Moderation für die Abtrennung der Ahenobarbus-Diskussion.
Davon möchte ich noch etwas hierher kopieren:

Zitat:
Biturigos Beitrag anzeigen
Ich habe bischen gesucht und etwas für mich Überraschendes gefunden: der Artikel unten bezieht sich auf die Zeit der Markomannenkriege, die Kette der Marschlager und Standlager von Carnuntum (Petronell)
in Abstand von ca. 35 km entlang der March und Thaya sind auf der Karte ganz rechts - Engelhartstetten - Stillfried - Bernhardstal - Pasohlávky / Musow (Standlager, militärische Einrichtungen).
aus dem Artikel, siehe PDF
http://www.morgen.at/htm/downloads/0...in-Maehren.pdf
Zitat:
Sepiola Beitrag anzeigen
Auch wenn es nicht mehr zum Thema Ahenobarbus gehört - da gibt es noch mehr:
Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (2001)

30 km nördlich von Mušov muss es noch ein Marschlager bei Modřice gegeben haben.


Die Kette Engelhartstetten - Stillfried - Bernhardsthal - Mušov (da gibt es mehrere Marschlager in der Umgebung) - Modřice ist schon ziemlich eindrucksvoll. Sollten hier Tagesmärsche eine Rolle gespielt haben, wird man von 30-35 km Tagesleistung ausgehen müssen.
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Alt 01.05.2017, 08:59   #1145
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Zitat:
Sepiola Beitrag anzeigen
Sollten hier Tagesmärsche eine Rolle gespielt haben, wird man von 30-35 km Tagesleistung ausgehen müssen.
Das entspräche einem Marsch von etwa sechs bis sieben Stunden.
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Chi vuku zik Ah xel roxa ru camay zak yuhuh.

Und darum Kinder eins bedenket: Wer Trollen respondieret Zeit verschenket!
El Quijote ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2017, 14:13   #1146
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Ort: Schleswig-Holstein
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Marcus Antonius kann nur auf Besserung hoffen
Zitat:
El Quijote Beitrag anzeigen
Das entspräche einem Marsch von etwa sechs bis sieben Stunden.
Salve,
das wären schon echte Gewaltmärsche. Wenn wir so im Harz unterwegs sind, dauert das doch schon mal 10 Stunden (inkl. Pausen), und das mit bester Trekking-Ausrüstung.
Und wenn die Römer noch Gepäck, Waffen, etc. zu transportieren hätte, wäre das schon eine sehr anspruchsvolle Distanz.
Ich weiß natürlich, dass Cäsar auch größere Gewaltmärsche zurückgelegt hat, auch die Wehrmacht Fußsoldaten sind mehr gelaufen, aber das zehrt auf Dauer auf, das wäre eher die Ausnahme....
Marcus Antonius ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2017, 19:36   #1147
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Hermundure ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Hallo Marcus Antonius,

es gibt in der Marcomannia aber auch geringere Etappen.

Georg Landau schreibt z.B. für das Früh- und Hochmittelalter folgendes:

"Man rechnete also damals etwa 4 Stunden auf den Tagesmarsch eines Heeres, und es scheint dies für jene Zeit auch nicht zu gering. Aber auch der erste Tagesmarsch ergibt sich dann als ein Eilmarsch."

Der Eilmarsch Heinrich IV. im Jahre 1075 gegen die Sachsen betrug am ersten Tag nach dem kaiserlichen Chronisten Lampert 2 Tagesmärsche. Beschrieben ist darin der Eilmarsch von Oberellen über Eisenach nach Behringen (ca. 30 km).

Quelle: Beiträge zur Geschichte der alten Heer-und Handelsstraßen in Deutschland (Nachdruck aus dem Jahr 1958)

Das deckt sich auch mit den Angaben des Vegetius, der da sagt, dass die Soldaten an einem Tag 10 römische Meilen hin, und auch wieder zurück schaffen mussten. Das wurde trainiert. Warum sollte sich das im Mittelalter geändert haben. Die Bedingungen waren nicht besser geworden - es gab immer noch Pferde, Wagen, Ochsen und Fußtruppen.

Grüße
Hermundure ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2017, 19:57   #1148
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Hermundure ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Zitat:
El Quijote Beitrag anzeigen
Das entspräche einem Marsch von etwa sechs bis sieben Stunden.
Korrekt! Diese Zeitangabe von 7 Std. steht auch bei G. Landau für den Eilmarsch Heinrich IV. für 1075.

Grüße
Hermundure ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2017, 21:09   #1149
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Zitat:
Hermundure Beitrag anzeigen
Das deckt sich auch mit den Angaben des Vegetius, der da sagt, dass die Soldaten an einem Tag 10 römische Meilen hin, und auch wieder zurück schaffen mussten.
Die komplette Stelle bei Vegetius hatte ich hier in diesem Thread schon einmal zitiert:

Zitat:
Sepiola Beitrag anzeigen
Vegetius rechnet bei normalem Marsch 29,6 km (20 Meilen) am Tag (bzw. in fünf Sommerstunden), im Eilmarsch sogar 35 km (24 Meilen):

"
Militari ergo gradu XX milia passuum horis quinque dumtaxat aestiuis conficienda sunt. Pleno autem gradu, qui citatior est, totidem horis XXIIII milia peragenda sunt. Quicquid addideris, iam cursus est, cuius spatium non potest definiri.
=
In militärischem Schritt also sind 20 Meilen in genau fünf Stunden im Sommerhalbjahr zu marschieren. Bei vollem Ausschreiten aber, das heißt im Eilmarsch, sind in ebenso vielen Stunden 24 Meilen zu absolvieren. Was man darüber hinaus noch zugibt, das ist bereits Laufschritt, wofür man keine genaue Strecke festlegen kann."

Vegetius, De re milit. I,9

Wobei Eilmärsche sicher nicht über mehrere Tage oder gar Wochen durchzuhalten sind.

Caesars Heer schaffte die Strecke von Corfinium nach Brundisium in 17 Tagen.
Das sind pro Tag im Schnitt 27 km.
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