Das Deutsche Reich schaffte es nicht einmal, eine Invasion in Großbritannien durchzuführen. Wie hätte es da mit seiner schwachen Flotte Millionen Soldaten, Tausende Panzer, dazu Flugzeuge, Artillerie etc., über den Atlantik verschiffen und in den USA landen lassen sollen?
Das ist Deine Antwort auf meinen Satz :
"Einer der Gruende war natuerlich, dass wenn das UK in Nazihaende fallen wuerde, die USA als naechstes dran kommen wuerden. Indem die USA England helfen, helfen sie sich selbst. Roosevelt sah das ebenso klar wie Churchill. Ergo 'lend-lease' Programm."
Das ist sinngemaess das, was Churchill dem Roosevelt in einem Brief - 'Dem wichtigsten seines Lebens" wie Churchill das beschrieb -vor Augen fuehrte und Roosevelt auch verstand und zustimmte. (siehe dazu Churchill's Memories)
Bevor wir weiter gehen ,muessen wir erst einen Schritt zurueck gehen: 1935, 1936, 1937 und 1939 verabschiedete der amer. Kongress eine Reihe von Neutralitätsgesetzen, die die Handlungsmoeglichkeiten des Präsidenten einschraenkten. Warum? Wieso? Im Schatten des 1.WK's wuchs die Ueberzeugung in Amerika, dass die amerikanische Waffenindustrie sich durch den 1sten WK Krieg irrsinnige Profite eingefahren hatten - was auch stimmt - und deshalb auch nur lebhaft an einer Kriegswiederbeteiligung interessiert sein koennen:
profits over lives. Hinzu kommt eine breite deutschlandfreundliche Einstellung der Amerikaner und '
We don't want to fight Churchill's war!" Das Blatt drehte sich dann schnell 180 Grad mit DEU's Kriegserklaerung an America.
Es gab allerdings ein
loop hole in den amer. Neutralitätsgesetzen: der Begriff 'Waffe' war nicht definiert, das bedeutet , dass Flugzeuge, LKWs , Panzer , Jeeps usw , ohne Batterie, Sprit, usw nur einen Klumpen Metall darstellten, diese Klumpen Metall keine 'Waffe' als solche darstellten und als solche ueber die Grenze nach Canada und von dort nach GB weiter verschifft wurden. Solche deals basierten au
f cash & carry Basis o.k. Genau das tat GB auch, und zwar so lange bis seine Goldbestaende so ziemlich aufgebraucht waren.
Danach schrieb Churchill seinen beruehmten 'crie de coer' an Roosevelt den sich dieser zwei Tage lang auf seiner Excursion dutch die Caribik auf der AUGUSTA mehrnals durchlas. In diesem Brief legte Churchill die Situation Englands dar, naemlich es sei unfair dass sich England im Kampf gegen die
scurge of Nazism allein weissblutet und andere Laender im Westen, vor allem auch die U.S.A. davon umsonst profitieren wuerden. Denn wenn England in die Haende des Naziremimes fallen wuerde, dann wuerde diese mit seinen nun unerschoepflichen human und materiellen Resourcen Amerika angreifen.
Dann appellierte Churchill an Roosevelt fuer Waffenlieferungen in der unvergesslichen Radiosendung : "Give us the tools, we will fight on the beaches....." usw. ,das Lend-lease Programm war geboren.
Das
lend-lease programme umging das Neutralitaetsgesetz deswegen da es ein altes Gesetz - public law - aus 1860 oder so gab, welches einer anderen Macht erlaubte sich amerikanische Waffen auszuleihen, doch spaeter wieder zurueckzugeben und fuer Waffenverluste zu bezahlen. Also legal.
Es darf hinzugefuegt werden, dass die amerikanische Flugzeug- als auch Fahrzeugindustrie und andere Industrien vor den britischen
cash & carry Kauefen noch ziemlich unterentwickelt gewesen gewesen waren, doch erst die immensen britischen cash & carry Kauefe die Grundlage dafuer gelegt hatten , dass sich die U.S.A. schnell zum industriellem
behemoth entwickelt hatten.
Anders als die USA mit Großbritannien hätte es nicht einmal eine dem Invasionsraum vorgelagerte Insel als Sammelraum und Sprungbrett nutzen können, sondern direkt aus der Atlantiküberquerung heraus angreifen müssen.
Nun, Jersey war bis zuletzt in deutscher Hand gewesen.
Und OPERATION SEELOEWE, scheiterte eben daran , das dass Programm mit seinen geschleppten Lastkaehnen die Achillesferse von Seeloewe darstellte. Ausserdem, Russland brannte a.h. auf den Naegeln....
Eine erfolgreiche Invasion war (über Propagandagespinste hinaus) völlig unrealistisch.
Ja, stimmt. Dennoch war SEELOEWE
imho ziemlich weit mit seinen Vorbereitungen fortgeschritten....