eben, gerade da wir nicht wissen, woher er zog (mit 20000 Personen und Tiere), muß er sicher gewesen sein, überall ausreichend Wasser zu finden.
Nordwestdeutschland ist ein ziemlich großes Gebiet und ich bezweifele auch nicht, daß es überall Wasser gibt.
Wir haben es hier aber mit einem eingrenzbaren Gebiet zu tun, wo es nicht überall Wasser gegebeben haben könnte
Die Reale Zahl kennen wir nicht. Auf 20.000, wahrscheinlich aber auch weniger, käme man, wenn man annehmen würde, dass alle Verbände auf Sollstärke waren. Können genau so gut aber auch eher was in dem Dreh 12.000-15.000 gewesen sein, wenn man annimmt, dass das nicht der Fall war und die Zahl der Auxiliartruppen eher gering ansetzt.
Wasser muß nicht nur verfügbar sein, sondern eben auch genießbar für Menschen und der Genß ungefährlich, also die Frage nach ggf. ungenießbarem Wasser und der als Hinterhalt genutzte Oase in wasserarmem Gebiet(dekumatland)
Wasser aus Fließgewässern ist in aller Regel genießbar, Großstädte und Industrieanlagen, die erheblichen Einfluss auf die Wasserqualität auch in Fließgewässern nehmen können, gab es ja noch nicht oder jedenfalls nicht im Barbaricum.
Stehende Gewässer sind, was Geniebarkeit angeht, sicherlich immer mit Vorsicht zu genießen, aber in Nord-West-Deutschland dürften in der Tat Fließgewässer vorhanden gewesen sein, um regelmäßig Wasser aufzunehmen.
Da die Römer ja durchaus auch schon Erfahrungen im Einsatz in wasserarmen Gegenden hatten werden auch Gefäße/Schläuche o.ä. vorhanden gewesen sein, um Wasserrationen für 2-3 Tage aufzunehmen und wenn man Marschleistungen von 20-30 Km am Tag vorraussetzt (wegen schlecht ausgebauter wege sicherlich etwas unter dem normalen Soll-Tempo, so lange nicht zur Eile getrieben wurde), dürfte das wenig Probleme gemacht haben.
Wenn für 2-3 Tage Wasserrationen aufgenommen und eine für den gleichen Tag direkt verkonsumiert werden konnte, hätte das eine Reserve ergeben, mit der man überschlägig irgendwo über 80-120 Km weit gekommen wäre, das hätte wohl in jedem Fall ausgereicht um in Norddeutschland eine neue Frischwasserquelle aufzutun, zumal Teile des Gebiets ja zummindest bekannt waren.
Wenn man die Version der Geschichte annimmt, dass sich Varus mit Truppen eigentlich bereits auf dem weg in die Winterquartiere befunden habe, würde das ganze im Herbst stattgefunden haben, also in einer Jahreszeit, in der zusätzlich immer mit Regelfällen zu rechnen gewesen wäre, deren Wasser man auffangen konnte.
Der Gedanke an und für sich ist reizvoll, aber ich denke, an Hand von möglichen Stellen zur Wasseraufnahme, wird man den Weg der Varus-Legionen nicht eingrenzen können.