Aus der spanischen Internet-Seite der Deutschen Welle (die immer gute archäologische Fundberichte hat, vom 2.04.2026:
Ein guterhaltenes Grabmal eines Ehepaares in Pompeji aus römischer republikanischer Zeit, was für den Süden Italiens als selten gilt. Ein Ehepaar, die Frau möglicherweise
sacerdota,
Priesterin der Ceres:
Investigadores destacan la rareza de tallas republicanas en el sur de Italia, convirtiendo este hallazgo en un descubrimiento histórico valioso para la comprensión de los rituales funerarios pompeyanos.
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Un relieve funerario de una pareja, hombre y mujer, a tamaño casi real, correspondiente a una tumba monumental en la necrópolis de Porta Sarno en Pompeya, emergió durante una excavación arqueológica, en el marco del proyecto de investigación...
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Pompeji: Grab eines in der Zeit erstarrten Paares entdeckt
[Nota: muss es denn immer so dramatisch formuliert sein?]
Forscher heben die Seltenheit von Reliefs aus der Zeit der Republik in Süditalien hervor, was diesen Fund zu einer wertvollen historischen Entdeckung für das Verständnis der pompejanischen Bestattungsrituale macht.
Investigadores destacan la rareza de tallas republicanas en el sur de Italia, convirtiendo este hallazgo en un descubrimiento histórico valioso para la comprensión de los rituales funerarios pompeyanos.
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Das in Pompeji ausgegrabene Grabrelief aus der Zeit der Republik zeigt Details einer möglichen Priesterin der Ceres neben ihrem in eine Toga gekleideten Ehemann. Bild: Alfio Giannotti/ROPI/picture alliance
Bei Ausgrabungen in der antiken Stadt Pompeji in Süditalien wurde ein monumentales Grab freigelegt, das mit einem lebensgroßen Relief zweier menschlicher Figuren verziert ist, von denen angenommen wird, dass sie ein junges Ehepaar darstellen.
Die Universität Valencia gab bekannt, dass das Grabrelief bei einer Ausgrabung gefunden wurde, die im Juli 2024 im Rahmen des „Forschungsprojekts zur Archäologie des Todes in Pompeji“ begonnen hatte.
Das seit Juli 2024 untersuchte Gebiet östlich der Porta Sarno entspricht einem Bereich, der in den 1990er Jahren im Zuge des Baus des regionalen Eisenbahnnetzes „Circumvesuviana“ ausgegraben wurde. Damals wurden mehr als 50 Brandgräber und ein Grabdenkmal mit einem Bogen identifiziert.
Den Archäologen zufolge könnten die geschnitzten Accessoires der Frau „sie als Priesterin der Ceres identifizieren“, während der Ehemann, der 175 Zentimeter groß war, offenbar ein „angesehener römischer Bürger in einer Toga“ war.
„Die Qualität der Bildhauerarbeit [eher nicht: "Schnitzarbeiten"] an den Skulpturen und ihre archaischen Merkmale lassen auf eine Entstehung in der Republik schließen, was in Süditalien selten ist“, erklärten die Archäologen in einem Artikel, der im E-Journal der Ausgrabungen von Pompeji veröffentlicht wurde.
„Diese Forschung bietet eine wertvolle Gelegenheit, die Such- und Erkundungsaktivitäten in dem Gebiet außerhalb der Stadtmauern von Pompeji auszuweiten“, sagte Gabriel Zuchtriegel, der deutsche Leiter der Ausgrabungsstätte."
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Noch ein netter Artikel zu dem sympathischen Deutschen in Neapel:
Niemand konnte sich einen Deutschen in Pompeji vorstellen. Als Gabriel Zuchtriegel zum Direktor der antiken Ausgrabungsstätte berufen wurde, war Italien außer sich. Hier spricht er über Mentalitäten, Missverständnisse – und die Zukunft der Archäologie.
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