Türlich kann man das nicht an einem einzigen Wortpaar festmachen. Bei Englisch sagen wir: bone- Knochen - Englisch und Deutsch sind trotzdem verwandt. Aufgrund einer Vielzahl von Bewertungskriterien.
Auf Grund von Vergleichbarkeit auf grammatischer Ebene und einer Überschneidung von erheblichen Teilens des Wortschatzes, bzw. auf Grund dessen, dass sich beide eine erhebliche Anzahl an Begriffen teilen, die sich als älteren Mundarten aus der gleichen Wurzel entwickelt haben.
Genau das ist im Vergleich Japanisch-Deutsch aber nicht vorhanden.
Da findest du ein paar Lehnworte in beiden Sprachen, die irgendwann mal adaptiert worden sind. Aber das war es dann auch.
Im Vergleich zu Englisch-Deutsch würde ich kucken, was passen könnte. Wie bei Englisch one gibt es eine Art Wortdomino zum Anlegen der Steine: one (geschrieben) passt zu uno, un, ein - (wan) gesprochen, passt zu wangzi (Lakotisch) 1, wan Ainuisch = 1-0 = 10, chienesisch = 1-0000 = 10.000
utschi (uchi) - Haus
etsche (etsche) - Haus
Das ist die "wünsch-dir-was"-Ebene, die aber nunmal nichts mit ableitbaren Regeln und Mustern zu tun hat.
Wie gesagt, ein Wort setzt sich nach dem Baukasten-Prinzip aus phonetischen Elementen zusammen, da kommt es bei einigen 100.000 Worten automatisch zu einzelnen Ähnlichkeiten, weil die Anzahl der Elemente im Baukasten begrtenzt ist und damit sind es natürlich auch die Kombinationsmöglichkeiten.
Im Japanischen ist die im Übrigen nochmal begrenzter, als in den gängigen Europäischen Sprachen, weil das Japanische keine Buchstaben und damit Einzellautbasierte Sprache, sondern eine Silbenbasierte Sprache ist. Das heißt, dass mit Ausnahme des Konsonanten "n" Konsonanten im Japanischen immer nur in Verbindung mit einem angehängten Vokal auftreten und neben "n" nur die Vokale als Einzllaute auftreten.
Wenn also das Ganze silbenbasiert ist, ist der Baukasten, der keine Konsonantenkombinationen zulässt, nochmal limitierter, was im Übrigen dazu führt, dass das Japanische eine Sprache ist, die vergleichsweise viele Homophone aufweist, also Begriffe, die komplett gleich klingen, aber deutlich verschiedene Bedeutungen haben.
Die Lautkombination "hashi" z.B. kann sowohl Esstäbchen meinen (箸) als auch eine Brücke (橋).
Welches von beiden gemeint ist, geht in der gesprochenen Sprache nur aus dem Kontext hervor und in der Geschriebenen aus der Verwendung verschiedener Kanji. Würde man sie dagegen in Hiragana, Katakana oder Romaji schreiben, wäre kein Unterschied ersichtlich und man wäre wieder auf den Kontext angewiesen.
Die Lautkombination "uchi" kann das eigene Haus oder das der eigenen Familie meinen (家), sie kann aber auch meinen, dass sich ein Ereignis oder eine Handlung "innerhalb" eines Zeitraums oder Kontextes abspielt (内).
Wenn du Doppelbelegungen von Lautkombinationen schon innerhalb der gleichen Sprache findest, ohne dass die Worte, die das betrifft in einem näheren Zusammenhang miteinander stehen, kannst du dir ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass du für ein Wort in einer Sprache beim Durchsuchen mehrerer hundert anderer Sprachen einen Begriff findest, der irgendwie grob so ähnlich klingt.
Das hat aber mit Verwandtschaft nichts zu tun, die bräuchte weitergehende Muster.
Warum kamman dann doori/toriStraße oder Weg zu rooid = road, Straße oder Weg umbauen?
Weil Japanisch wie gesagt eine silbenbasierte Sprache ist und da die Kombinationsmöglichkeiten begrenzt sind.
Man könnte z.B. auch "Tori" durch Umdrehen der Silben zu "rito" umdrehen, also dem italienischen Begriff für Ritus und dann daraus schlussfolgern wollen dass der Japanische Begriff auf eine römische Tradition zurückginge die den heiligen Straßenbau als einen kultisch bedeutsamen Akt betrachtete oder so etwas, was natürlich Quatsch ist.
Damit kann man nun wirklich jeden Unsinn machen.
"Tori" (通り) ist im Übrigen eigentlich kein gebräuchliches Wort für "Straße", sondern wird zuweilen mehr oder minder in der Funktion eines Suffixes an einen Eigennamen angehängt, um zu symbolisieren, dass dieser Eigenname in diesem Fall eine Straße oder einen Weg bezeichnet.
Tritt aber eig. nicht als Einzwlwort mit der Bedeutung Straße/Weg auf.
Würde man im Japanischen ausdrücken wollen, dass man z.B. über die Straße geht, ohne den genauen Straßennamen erwähnen zu wollen, würde man das nicht mit "tori", sondern z.B. mit "michi" (道) als Begriff für Straße ausdrücken.
Warum ist Baskisch azal (Schale) genauso aufgebaut wie Deutsch Schale (bei Schale Post-Poscht-Wechsel und a hinten statt vorne, abgeschächt zu e) ... und japanisch o-sara heißt (tiefer, flacher usw.) Teller - was de fakto auch eine Schale ist? Da in allen möglichen Sprachen R und L austauschbar sind (Lateinische Lehnwörter im Baskischen, ciliegia mit l statt cerise mit r, ital., frz., arigaot im Japanischen, Rieul im Koreanischen sogar gleiche Buchstabe für R/L ... D.h. in japanisch o-sara könnte man auch o-sala sagen. O ist Höflichkeitssilbe ... also jap. = *sala ... und das ist identisch mit deutscht Schale, baskisch azal
Wie gesagt, hier spielst du wieder "wünsch-dir was"-Prinzip.
Genau so könnte jetzt jemand herbeifabulieren, dass "azal" sich eigentlich von "azul" (span. "blau") ableitete und der baskische Begriff eigentlich gar nicht "Schale", sondern einen Gegenstand aus blauem Glas meinte, und dass "o-sara", wenn man das "o" weglässt und aus dem "r" ein "l" macht, eigentlich dem Begriff "sala" entspreicht, der im Portugiesischen "Zimmer" bedeuten kann und daher "o-sara" eigentlich nicht inhaltlich mit "Schale" verbunden wäre, sondern einen umschlossenen Hohlraum oder ein Dekorationsobjekt innerhalb eines Zimmers (z.B. eine Schale, am Besten noch aus blauem Glas) meinte.
Mit genügend Fantasie kann man sich da so einiges zurechterfinden, hat halt nur nicht viel mit Tatsachen zu tun.
So unterschiedlich sind die Satzstruckturen gar nicht. Zuerst ja. Aber im Prinzip muss man von Deutschen her viele japanische Sätze rückwärts lesen, damit man sie versteht.
Ein einfaches Beispiel:
Der folgende Satz bedeutet im Japanischen so viel, wie "Ich bin ins Kino gegangen/ging ins Kino" :
私は 映画館へ 行きました。
Zerlegt in seine Bestandteile:
私 (ich) は (Fokuspartikel, die das Subjekt anzeigt, ohne weitere inhaltliche Bedeutung) 映画館 (Kino) へ (Partikel, die in diesem Fall die Bewegungsrichtung anzeigt) 行きました (Verb der der Bewegung mit der bedeutung gehen (行く) im neutralen/höflich/formellen, aber nicht ehrerbietigen Sprachstil, mit angehängtem tempus-Zeichen (als vergangenheitsform von 行きます).
Wenn man also versuchte diese Struktur, möglichst wörtlich ins Deutsche zu übersetzen, lautete die Übersetzung:
"Ich Fokus/Subjekt Kino Bewegungsrichtung, gegangen bin".
Anstatt von
"Ich bin ins Kino gegangen".
Du darfst mir gerne verraten, wo du da Ähnlichkeiten sehen möchtest.
Und das war jetzt ein sehr einfacher japanischer Satz. bei komplizierteren Sätzen, die dann etwa noch Konjunktive, Verbote oder nährer Umschreibungen von Personen enthalten, wäre das Ergebnis noch viel lustiger.