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Sind nicht einige Sentenzen etc volkstümlich geworden? alea iacta est, pater noster, hic Rhodos hic salta? (sogar quid pro quo dank schweigender Lämmer)Volkstümlich und Latein will mir nicht so recht zusammengehen.
Und wann tauchte der lateinische Spruch zuerst auf?Seltsam... Bei der Suche nach lateinischen Abkürzungen kam ich gestern auch auf das Thema. Ich denke, zuerst war der Segensspruch, dann die Eselsbrücke.
Man muss auch fragen, wo zuerst die Namen Caspar, Melchior und Balthasar auftauchen.
Im Kölner Stadtanzeiger stand, dass seit Helmut Kohl im Jahr 2006 die Sternsinger im Kanzleramt singen. Also Jubiläum 2026! Wurden sie vorher weggeschickt?
Nodda, dann ist es ein Haus mehr das göttlichen Segen hat, und braucht.
Wer sind manche?Was meint ihr zu meiner Frage, ob einer der Drei Könige schwarz sein darf?
Manche meinen, das sei nicht politisch korrekt.
Ich meine das nicht.
Genau auch meine Meinung.ad linde:
Natürlich darf er schwarz sein. Bei der Betitelung "3 Könige aus dem Morgenland" wäre ohnehin anzunehmen, daß die anderen beiden auch so dunkelbraun waren, daß der Unterschied kaum merklich war...
Auf was du wahrscheinlich anspielst: Ja, es gibt die "moderne" (aus meiner Sicht bestenfalls ulkige) Anschauung, daß "Sternsinger", bei denen sich einer (um als schwarzer König durchzugehen) das Gesicht schwarz anschmiert, im Kerne rassistische Praktiken vollführten ("Blackfacing", eine in Nordamerika offensichtlich "beliebte" Diffamierungstechnik).
Mangels entsprechender Diskriminierungsschemata in Zentraleuropa (wie diskriminieren derzeit lieber Südeuropäer, besonders vom Balkan, und - hautfarbenunabhängig - neuerdings gerne Muslime generell; schwarzhäutige Menschen sind bisher - wegen geringer Anzahl - noch "nicht so unser Ding") und zeitlicher Inkongruenzen (der schwarzbemalte König lief schon lange herum bevor der belesentste europäische Intellektuelle "Blackfacing" überhaupt buchstabieren konnte) halte ich persönlich das für blanken Unsinn.
Zumindest ehemalige Ministranten konnten ja ein wenig Latein, und zum "Kirchenvolk" mochten in dieser Zeit auch "Studierte" wie ein Gymnasiallehrer oder der örtliche Apotheker zählen.Volkstümlich geworden. Hier wird aber im Ggt. davon ausgegangen, dass vox populi die Initiale der drei Heiligennamen zu einem sinnvollen lateinischen Spruch umgedeutet habe. Nun will ich nicht ins "vox populi, vox Rindvieh"-Horn stoßen, aber vox populi sind ja nicht gerade die Lehrer der Realgymnasien....
Nach der biblischen, nur im Mt-Evangelium bezeugten Erzählung handelte es sich um eine nicht näher bestimmte Gruppe von Magoi, häufig als "Sterndeuter" übersetzt. Ihre Zahl schwankt bis ins Frühe Mittelalter noch ein wenig, wobei sich die Westkirche wohl früher als der Osten auf drei Verehrer des göttlichen Kindes festlegte. Isidor von Sevilla - ein für das Mittelalter äußerst wirkmächtiger Gelehrter - geht bereits von der bekannten "Tatsache" aus, dass es Könige gewesen seien, während man im Osten manchmal noch eine Zwölfergruppe nannte - die aber meist ebenfalls als Könige angesehen wurden. Dreizahl und Rang mögen durchaus von Zahl und Wert der Gaben abgeleitet worden sein, auch wenn sie sicherlich ursprünglich eine Art Glaubensbekenntnis des Matthäus (bzw. des Evangelisten) darstellten.Wo kommt die Idee überhaupt her, wie die drei genau aussahen, wann taucht das zum ersten mal auf, und welcher ist schwarz? Ich bin nur sehr begrenzt bibelfest, aber mWn steht da nicht mal, dass das drei waren, von der Farbe ganz zu schweigen.
Ich muss befürchten, dass meine erste und immer noch wichtigste Quelle zu dem Thema (Endes Jim Knopf) nur begrenzt historisch aussagefähig ist...
allerdings nur rhetorisch.Contra Mala Beati
Contra Maleficia Beneficia
Caedunt Magi Beati
Ein paar Jahre können wir das noch vorverlegen:dürfte dieseDeutung aus den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts stammen, als der Sternsingerbrauch inder heutigen Gestalt kreiert wurde. Ein Beleg für ein früheres Vorkommen liegt mit grosserWahrscheinlichkeit nicht vor.
ABC Der Abkürzungen, Siegfried Fassbender, 1949, Seite 29cmb Christus mansionem benedicat, lateinisch, Christus segne dies Haus (Inschrift über alten Türstürzen)
Dazu ist vor allem das Stufengebet zu erwähnen. Eine Art Zwiegespräch zwischen Ministranten und Priester zu Beginn der Messe. Vielleicht mussten wir das sogar noch lernen. Das "Introibo ad altare Dei" ist noch irgendwo in den Tiefen meiner Erinnerung.Zumindest ehemalige Ministranten konnten ja ein wenig Latein
Politisch korrekte deutsche Eltern bringen ihren Kindern, bei dass man sich nicht als Schwarzer oder als Indianer verkleiden darf, weil man das in den USA nicht gern sieht.ad linde:
Natürlich darf er schwarz sein. Bei der Betitelung "3 Könige aus dem Morgenland" wäre ohnehin anzunehmen, daß die anderen beiden auch so dunkelbraun waren, daß der Unterschied kaum merklich war...
Auf was du wahrscheinlich anspielst: Ja, es gibt die "moderne" (aus meiner Sicht bestenfalls ulkige) Anschauung, daß "Sternsinger", bei denen sich einer (um als schwarzer König durchzugehen) das Gesicht schwarz anschmiert, im Kerne rassistische Praktiken vollführten ("Blackfacing", eine in Nordamerika offensichtlich "beliebte" Diffamierungstechnik).
Mangels entsprechender Diskriminierungsschemata in Zentraleuropa (wie diskriminieren derzeit lieber Südeuropäer, besonders vom Balkan, und - hautfarbenunabhängig - neuerdings gerne Muslime generell; schwarzhäutige Menschen sind bisher - wegen geringer Anzahl - noch "nicht so unser Ding") und zeitlicher Inkongruenzen (der schwarzbemalte König lief schon lange herum bevor der belesentste europäische Intellektuelle "Blackfacing" überhaupt buchstabieren konnte) halte ich persönlich das für blanken Unsinn.
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