Alkohol in der preußischen Armee

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von R.A., 14. November 2008.

  1. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

     
  2. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    @ Scorpio
    Ich meine Strafen gab es ja fast überall in drakonischer Form.:still:
     
  3. duxalamannorum

    duxalamannorum Mitglied

    Es gibt durchaus regionale Unterschiede, was als alkoholisches Getränk anzusehen ist.
    In meiner Dienstzeit im bayrischen Ingolstadt vor fast 40 Jahren wurden wir bei der "Vergatterung" vor einem bevorstehenden Wachdienst darauf hingewiesen, daß Alkoholgenuß nicht erlaubt war. Eswurde dabei ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, daß auch kein Bier gestattet war, da in vielen Gegenden Bayerns Bier als Grundnahrungsmittel angesehen wird und nicht als Alkohol (über die Qualität brauchen wir jetzt aber nicht zu diskutieren;)).
     
  4. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Alkohol war der Verbündete Nr. 1 unter allen Werbern, wobei die Preußen unter allen deutschen und europäischen Armeen, und in zahlreichen Fürstentümern wurde ihnen der aufenthalt verboten, weil sie berüchtigt dafür waren, fremde Untertanen mit geschlossenen Kutschen und scharfen Hunden zu entführen und Kidnapping zu betreiben. Ein prominentes Opfer preußischer Werber war der russische Universalgelehrte Lomanossow, der als Marburger Student von preußischen Werbern entführt wurde.

    Den Hessen war prinzipiell gewaltsame Werbung verboten, was natürlich nicht heißt, das es nicht geschah.

    Die einschlägigen Treffpunkte waren fast immer Kneipen, und es konnte fatal sein, ohne Zeugen zu verhandeln oder sich einladen zu lassen. Wenn die werber die zeche bezahlten, konnten sie vielleicht behaupten, einen Vorschuß auf das Handgeld ausgegeben zu haben.
     
  5. Hurvinek

    Hurvinek Gast


    Der Alkohol muss auch damals eine große Anziehungskraft besessen haben, wenn Kneipen reich mit zahlenden oder nichtzahlenden Gästen gefüllt war und Armeewerber dort beinahe ihr zweites Zuhause hatten.
     

Diese Seite empfehlen