altes Handwerk

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Mittelalter" wurde erstellt von florian17160, 10. April 2005.

  1. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Da müsst ihr mal die Hallorenkugeln kosten, lecker. Hat mit salz aber nichts zu tun.
    Übrigens das Hallorenschokoladenwerk soll das älteste Deutschlands sein.
     
  2. Mercy

    Mercy unvergessen

    Logisch, die mussten bis ca 1950 soviel Saures erleben, dass sie mit den Hallorenkugeln mal was Süßes unter die Leute brachten (Kombinat Süßwaren).
     
  3. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Inzwischen gibt es als 3. Gruppe noch die Hallunken, d.h. Zugezogene. Sogar in das Wappen Halles scheint das Salzsieden Einzug gehalten zu haben: so wird das Motiv auch als Pfanne mit 2 Salzkristallen gedeutet (auch die Interpretationsvariante Sonne, Mond und Sterne gibt es die ja auch besser zur Himmelsscheibe passt:cool: )
     
  4. Cassandra

    Cassandra Neues Mitglied

    Rebbammert

    Da ich mal wieder in den Reben stehe, bin grad mit dem Rebbammert konfrontiert worden:
    Alemannischer Ausdruck für den Rebhüter bzw. Flurschütz. Heute noch in Teilen des Markgräflerlandes gebräuchlich, wo zum Beispiel in Weil am Rhein Anfang September die Weinberge noch für den Zutritt geschlossen und bewacht werden. Weinwissen

    Räbbammert
    Bammert bedeutet -Feldhüter- Rebbammert bedeutet -Rebhüter.-Unter dieser Narrenfigur, die sowohl Frauen wie Männern offensteht, finden sich Mitglieder, unserer Zunft, die sich um die Isteiner Fasnacht besonders verdient gemacht haben, sie werden von der Zunftversammlung, zum tragen dieses Häs gewählt. Es gibt hiervon nur 6 Figuren. Der Räbbammert wacht mit seinen Kollegen über das alte Isteiner Fasnachtsbrauchtum und soll dieses, mit seinem Veto-Recht vor fremden und falschen Einflüssen bewahren.

    Gruß
    Cassandra
     
  5. Kassia

    Kassia Neues Mitglied

    Hatten wir schon die Herstellung von Filz? Uralt, heute wieder sehr beliebt, läßt sich auch gut mit kelinen Kindern bewerkstelligen.
    Man nehem kardierte (ungesponnene) Wolle, durchtränke diese mit warmer Seifenlauge und dann vorsichtig reiben oder rollen. Durch das warme Wasser quellen die Haare auf und die rauhe Oberfläche stellt sich auf (sieht man in fast jeder Shampoowerbung, die für das jeweilige Produkt das Gegenteil, nämlich glatte Haare verspricht). Durch die Seife rutschen diese Haarpartikel ineinander und verhakeln sich - sie verfilzen und ergeben so das typische dichte Gewebe, das gut gegen Wind und Wasser schützt.
    Man kann auch trockenfilzen. Dann nimmt man eine spezielle Nadel mit Widerhaken und stochert solange in die Wolle, bis sich die Fasern verhakeln. Geht erstaunlich schnell und einfach.
    Näheres z.B. hier: http://www.filzlexikon.de/
    Ein schöner Nebeneffekt: Man hat beim Arbeiten immer saubere Finger....:)
     
  6. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Wo hast du denn das Thema wieder ausgegraben, Cassandra? Ich dachte, das wäre längst in der Mottenkiste.

    Ok, geht weiter.

    Köhler (auch Kohlenbrenner) lebten meist in der einsamen Abgeschiedenheit dunkler Wälder, wo sie in Meilern Holz zu Holzkohle verkohlten. Ihre Lebensart war recht armselig und mühsam. Tag und Nacht mußten sie wachsam sein, und die wenigen Stunden, die zum Ausruhen blieben, verbrachten sie in primitiven Hütten (Kothen) auf einem Lager aus Reisig und Baumrinden. .........

    Geht weiter hier, wen es interssiert
    http://www.fkoehler.homepage.t-online.de/koehler.html
     
  7. askan

    askan Neues Mitglied

    verbrachten sie in primitiven Hütten (Köthen)

    Na, so schlimm ist Köthen auch nicht! ;-)
     
  8. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Bei uns im Dorf gab es bis 1990, als er gestorben ist noch einen Stellmacher.
    Seine Bandsäge, Baujahr 31 mit Riemenantrieb durfte ich beerben. Ich kann mich noch erinnern, das er in den 60iger Jahren mal eine Karosserie für einen P8 (Auto) baute
    Zu den typischen Werkzeugen gehören Hobel, Stemmeisen, Zangen, Winkel und Dornen. Der Arbeitsplatz eines Stellmachers ist die Hobelbank, außerdem die Schnitz- oder Zugbank. Auf ihr richtete der Stellmacher mit dem Zugmesser die Speichen der Räder. Kleine Räder wurden auf dem Radbock gefertigt.
     
  9. Anish

    Anish Aktives Mitglied

    sorry

    (meinen Kommentar habe ich gelöscht, war beleidigend)
     
  10. Hochmittelalter

    Hochmittelalter Neues Mitglied

    Ich hol mal den ganz alten Thread hoch.
    Hatten wir schon den Salzkärner?
    Dieser fuhr das Salz von A nach B und es war durchaus ein Beruf.
     

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