Baden, Württemberg, und Hohenzollern wurden zu Baden-Württemberg

oh, du gehörst zu denjenigen, die es eilig hatten :D
Das ist doch kein Wunder. "Taxi schwäbischer Bauart". Da werden sie doch auf Grund der schwäbischen Sparsamkeit die Federung weggelassen und anstatt moderner Reifen alte Kutschräder genommen haben.

Da ist es doch verständlich, wenn man einer solchen Fahrt schnell entkommen möchte. ^^
 
Rodemack und Montbeliard bzw Mömpelgard in Frankreich waren mal badisch bzw württembergisch.

Ob man das dort noch weiß?
 
So beschimpfen uns die Schwaben.
Im württembergischen, pietistisch geprägten Nordschwarzwald aufgewachsen, sprach dort von den "Badensern", zumindest der 'Volksmund'. Dass sie dort in manchen älteren bis betagten Kreisen als mehr dem Leben zu gewandt, mithin leichtlebiger galten, war das eine, dass man dafür gerne in Gruppen Ausflüge ins "Badische" machte, die andere Seite.
Schimpfwort? Eher nicht.
 
Bei Fragen zum Wappen können sich scheinbar die Gemüter in BW auch in jüngerer Zeit noch erhitzen.

Apropos Wappen:
Als ich kürzlich Laufenburg und Bad Säckingen besuchte, erwartete ich eigentlich durch das badische Wappen auf alten Grenzsteinen oder Schildern an der Grenze daran erinnert zu werden, badisches Gebiet zu betreten. Statt dessen wurde ich von Grenzsteinen aus dem Jahr 1810 mit einem Löwen auf einem seltsamen Wappen empfangen.
Laufenburg
Bad Säckingen
Ghzm.Baden_1803-1830.jpg

Es handle sich dabei um das Wappen Badens, wie es nur für kurze Zeit 1807-1830 benutzt wurde. Dabei habe man mit dem Löwen die zähringische Abstammung des Hauses Baden ausdrücken wollen, doch sei der Löwe gar nie ein zähringisches Symbol gewesen, sondern ein Adler. Die Farbumkehrung des badischen Wappens von rotem Balken auf goldenem Grund zu goldenem Balken auf purpurnem Grund konnte sich auch nicht durchsetzen.

Ich gehe davon aus, dass Badener dieses alte Wappen als solches erkennen. Mir bereitete es Kopfzerbrechen.
 
Im württembergischen, pietistisch geprägten Nordschwarzwald aufgewachsen, sprach dort von den "Badensern", zumindest der 'Volksmund'. Dass sie dort in manchen älteren bis betagten Kreisen als mehr dem Leben zu gewandt, mithin leichtlebiger galten, war das eine, dass man dafür gerne in Gruppen Ausflüge ins "Badische" machte, die andere Seite.
Schimpfwort? Eher nicht.
Das echte Schimpfwort ist doch "Gelbfüssler", oder nicht?
Ich meine, es rührt von gelben Gamaschen, die die badischen Soldaten eine Zeit lang trugen.
 
Die katholischen Hohenzollern haben meiner Ansicht nach schon einen eigenen Blick auf die Vergangenheit. Das sieht man auch an die Bezeichnungen von Institutionen, bei denen in der Region der Begriff Hohenzollern fortgeführt wird.

Die Badener hätten in der Frühen Neuzeit mit dem Begriff Schwabe wohl kaum Probleme gehabt. Baden und das deutlich größere Württemberg waren beide Teil des Schwäbischen Reichskreises

Schwäbischer Reichskreis – Wikipedia

Das Problem, welches die Badener mit den Württembergern haben, ist aus der früheren Regelung im Grundgesetz entstanden. Darin galt, dass bei einer Zusammenlegung von Bundesländern oder Teilgebieten eine Volksabstimmung erforderlich ist. In den zu vereinigenden Gebieten muss in jedem ursprünglichen Gebiet bei der Volksabstimmung eine Mehrheit erreicht werden muss. Bekanntes Beispiel ist die gescheiterte Gründung des Bundeslandes Berlin-Brandenburg. Dort erreichte man im Bundesland Brandenburg nicht die erforderliche Mehrheit.
In dem ersten gültgen Grundgesetz stand jedoch, dass bei Baden eine Ausnahme galt. Es genügte eine Mehrheit in Württemberg UND Baden. Auf eine Mehrheit in Baden konnte nach dem damaligen Grundgesetz verzichtet werden. Auch jedem Sechstklässler dürfte erkennen, dass man hier den Demokratiegedanken mit Füßen trat.
 
Die katholischen Hohenzollern haben meiner Ansicht nach schon einen eigenen Blick auf die Vergangenheit. Das sieht man auch an die Bezeichnungen von Institutionen, bei denen in der Region der Begriff Hohenzollern fortgeführt wird.

Die Badener hätten in der Frühen Neuzeit mit dem Begriff Schwabe wohl kaum Probleme gehabt. Baden und das deutlich größere Württemberg waren beide Teil des Schwäbischen Reichskreises

Schwäbischer Reichskreis – Wikipedia

Das Problem, welches die Badener mit den Württembergern haben, ist aus der früheren Regelung im Grundgesetz entstanden. Darin galt, dass bei einer Zusammenlegung von Bundesländern oder Teilgebieten eine Volksabstimmung erforderlich ist. In den zu vereinigenden Gebieten muss in jedem ursprünglichen Gebiet bei der Volksabstimmung eine Mehrheit erreicht werden muss. Bekanntes Beispiel ist die gescheiterte Gründung des Bundeslandes Berlin-Brandenburg. Dort erreichte man im Bundesland Brandenburg nicht die erforderliche Mehrheit.
In dem ersten gültgen Grundgesetz stand jedoch, dass bei Baden eine Ausnahme galt. Es genügte eine Mehrheit in Württemberg UND Baden. Auf eine Mehrheit in Baden konnte nach dem damaligen Grundgesetz verzichtet werden. Auch jedem Sechstklässler dürfte erkennen, dass man hier den Demokratiegedanken mit Füßen trat.
Genau!

In Baden war die Mehrheit dagegen, in Württemberg dafür.
Dennoch kam Baden zwangsweise zu Ba.wü.
Und die Haupstadt blieb das württembergische Stuttgart.
 
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