Das Römische Reich in der Byzantike – Ein notwendiger Epochenbegriff

die Russen selbst nahmen es aber sehr ernst.
die nahmen insbesondere ihre expansionistischen Bestrebungen ernst, aber es gelang ihnen nie, ihr Ziel (Dardanellen) zu erreichen. Das teils beschönigende, teils pseudorechtfertigende Blabla a la "drittes Rom" und "Befreiung von Konstantinopel" kann darüber nicht hinwegtäuschen - nett auch, dass der Patriarch von Byzanz nicht das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche blieb, nachdem Konstantinopel gefallen war.
 
Soweit ich weiß, gelang es Konstantinopel, die Lage in den zurück eroberten afrikanischen Provinzen insgesamt zu stabilisieren, sie gingen erst einige Generationen später verloren, florierten aber bis dahin (und hatten eigentlich während der Vandalenzeit auch floriert).
Dazu vielleicht die Schlussworte Prokops zu den Vandalenkriegen: "Wenige waren übrig geblieben von der Bevölkerung Afrikas; nach so großer Drangsal hatten sie endlich Frieden. Aber um welchen Preis! Sie waren alle Bettler."
 
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@Clemens64 sehr interessante Textstelle aus der Hauptquelle zum Vandalenkrieg. Ich hatte vor zig Jahren die alte dt. Übersetzung als Reprint (Goten- und Vandalenkriege), aber das Buch ist mir abhanden gekommen. Ich habe gerade im Projekt Gutenberg die engl. Übersetzung online auf dem PC, finde die Textstelle aber nicht - wo finde ich sie? Ist das sein abschließendes Urteil über die "Leistung" Belisars (wie hat der mit gerade mal 5000 Mann das Vandalenreich entvölkern können?) oder eine gelehrte Reminiszenz an Tacitus (Agrippa, römischer Frieden als Friedhofstille)?
Mich erstaunt das, denn ansonsten heißt es in allerlei Geschichtsbüchern, dass die rückeroberten afrikanischen Provinzen wieder florierten.
 
Das ist wohl eine etwas dichterisch-freie Übersetzung des Schlusses der Bücher über die Vandalenkriege: Procopius, de Bellis, *u*p*e*r *t*w*n *p*o*l*e*m*w*n *l*o*g*o*s *t*e*t*a*r*t*o*s, chapter 28, section 52
Siehe hier: Des Prokopius von Cäsarea Geschichte seiner Zeit (S. 255)
Genauer übersetzt: "So wurde den Übriggebliebenen der Libyer, wenigen und sehr zu Bettlern Gewordenen, spät und knapp irgendeine Ruhe verschafft."

Es handelt sich nicht um ein Resümee zur Leistung Belisars, sondern berücksichtigt bereits die nach der Rückeroberung tobenden Kriege, die Afrika noch lange nicht zur Ruhe kommen ließen. (Dass das Gebiet später wieder florierte, konnte Prokopios beim Schreiben noch nicht wissen.)
 
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Das ist wohl eine etwas dichterisch-freie Übersetzung des Schlusses der Bücher über die Vandalenkriege.
Die Übersetzung ist so gut, dass sie mir beim Lesen des Strangs wieder eingefallen war. Phaidon-Verlag, der Übersetzer heißt David Costa, laut Wikipedia ein portugiesischer Fußballspieler..
Wie misst man wohl am besten, wie nah die späte Blüte der Provinz an die früheren heranreichte? Und waren die späten Inschriften eher lateinisch oder griechisch?
 
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