Folge dem Video um zu sehen, wie unsere Website als Web-App auf dem Startbildschirm installiert werden kann.
Anmerkung: Diese Funktion ist in einigen Browsern möglicherweise nicht verfügbar.
Junge, Junge, durch das neue Design, sind meine Artikel ja noch läääänger geworden....
wo sind eigentlich alle die Leute geblieben, die ich auch in meinem Artikel angesprochen habe, Irene und so. Zu schönes Wetter?![]()
Ich habe das erwähnt weil Konstantinopel als Hauptstadt im Byzantinischen Reich eine sehr herausragende Stellung eingenommen hat.
Das sehe ich genau so.
Wenn ich an meinen, nun schon einige Zeit zurück liegenden, Geschichtsunterricht in der Schule denke; wie lange haben wir uns mit dem (west-)römischen Reich befasst. Abrupt endete die Thematik Mitte des 5. Jahrhunderts.
Dass das oströmische Reich ca. 1000 Jahre länger Bestand hatte wurde allerhöchstens am Rande erwähnt.
Ich frage mich immer, wer sich eigentlich anmaßt, das römische Reich als "byzantisches Reich" zu bezeichnen. Wird Deutschland in 500 Jahren auch als Berlinische Republik bezeichnet?
Ja mehr noch, das oströmische Reich war der bedeutendste europäische Staat des früh- und Hochmittelalters und seine Zivilisation die hochentwickelste
Jene welche die Türken heute noch offiziell als "Rum" (Römer) bezeichnen und das sind gemeinhin die Orthodoxen Griechen.Welche Länder die in dem Gebiet des ehemaligen Byzantinischen Reiches heute existieren,können nach eurer Ansicht als "indirekte" oder "direkte" Erben,in kultureller wie auch vielleicht ethnischer Hinsicht des Byzantinischen Reiches gelten?
Von der Abstammung her sind fast alle Teile Griechenlands im Frühmittelalter von Slawen besiedelt worden. In Anatolien sprachen etliche Völker Griechisch und waren Teil des Oströmischen Reiches, dies aber ohne Griechen zu sein.
Frage: Gab es eine Griechische Kontinuitätvon der Antike hin zum heutigen Griechischen Volk oder kann man in der Byzantinischen Zeit einen Abriß nachweisen?
Entscheide dich doch bitte mal, ob du einem ethnisch-kulturellen Faden folgen möchtest, oder der "Linie des Blutes".Von der Abstammung her sind fast alle Teile Griechenlands im Frühmittelalter von Slawen besiedelt worden.
:nono: Hast du da mal Beispiele für nichtgriechisch-griechischsprachige Völker? Und zum anderen behauptest du im folgenden, die Einwohner des Byz. Reiches sähen sich als "Römer", hier aber sprichst du von "etlichen Völkern". Was denn nun?In Anatolien sprachen etliche Völker Griechisch und waren Teil des Oströmischen Reiches, dies aber ohne Griechen zu sein.
Wenn sie nicht so zu sehen waren und sich selbst nicht so gesehen haben sollen, warum bezeichnest du diese Bevölkerungsteile dann als "griechische Gruppen"? Das wiederspricht sich doch, folglich kannst du auch keinen Abriß der Kontinuität postulieren.Und das auch das Selbstverständnis der Griechischen Gruppen in Griechenland selbst ungeachtet ihrer Sprache, Kultur und Abstammung eben nicht das von Griechen war
Was schonmal ein Moment des Selbstverständnisses ausmachen dürfte.1 Ich sage nicht, daß die Rhomäer nicht griechisch sprachen oder wußten was sie sprachen, sie sprachen Griechisch und wußten das ihre Sprache das Griechische ist.
Sicher sahen sich die Einwohner des Reiches als Römer, nur gab es daneben - wie du doch selbst schreibst - diverse ethnische Identitäten. Soll das nun auf alle außer die Griechen - die du überdies selbst so nennst - zutreffen?2 Die Eigenbezeichnung der Einwohner des Oströmischen Reiches war Rhomäer, die Bevölkerung bestand aus einem sehr heterogenen Gemisch von Völkern.
Sondern sie waren was? Römer? Dann bitte s.o.3 Viele Gruppen die damals Griechisch sprachen und Reichsuntertanen waren, waren definitv keine Griechen und sahen sich auch selbst nicht so
Oh je... Die slawische Besiedlung gab es natürlich, jedoch wurde die griechische Bevölkerung nicht (vollständig) verdrängt, sondern diese assimilierte vielmehr - wie Dieter schon zutreffend beschrieben hat - die eingewanderten Slawen.4 Selbst in Griechenland bis nach Mani hinunter siedelten Slawen in erheblichem Umfang, angeblich gibt es auch eine Untersuchung die nachweist, daß nur auf Inseln in der Ägäis direkte Nachkommen der Antiken Griechen noch aufzufinden sind
Ich - und offenbar bin ich da nicht gaz allein - sehe diese Kontinuität durchaus; den Nachweis des Abrisses in byz. Zeit bleibst du jedoch nach wie vor leider schuldig.Gab es eine Griechische Kontinuitätvon der Antike hin zum heutigen Griechischen Volk oder kann man in der Byzantinischen Zeit einen Abriß nachweisen?
Es ist unzutreffend, dass Griechenland im frühen Mittelalter komplett von Slawen besiedelt wurde
gibt es unzweifelhaft eine Identität des Griechentums von der Antike bis heute
verstanden sich stets als Volk und wahrten dabei ihre Sprache und kulturelle Eigenständigkeit
sie sprachen Griechisch
Was schonmal ein Moment des Selbstverständnisses ausmachen dürfte
Man kann das mit dem Heiligen Römischen Reich vergleichen, dessen bestimmendes Kernvolk die Deutschen waren, ohne dass man sagen könnte, das Reich des Mittelalters sei in ethnischer Hinsicht "deutsch" gewesen
Fakt ist:
1 daß es im Mittelalter kein Deutsches Volk gab, Deutsch war damals nicht der Begriff für ein volk, sondern für eine Völkerübergreifende Sprache.
2 das in Griechenland nicht nur Slawen, sondern etliche Völker siedelten oder angesiedelt worden sind.
3 das sich die Kultur und die Selbstbezeichnung der dort lebenden Menschen ungeachtet der Sprache erheblich von der Antiken Griechischen Kultur unterscheiden
4 das erst mit dem Erwachen des Griechischen Nationalismus eine Griechische Identität erneut entstanden ist. Und das dies nicht zuletzt durch die Philhellenen und die Überhöhung der Antiken Griechen in ihrer Bedeutung für die Europäische Geschichte durch die Europäische Geschichtswissenschaft ganz massiv befördert worden ist.
zu 1) Natürlich gab es im Mittelalter ein "deutsches Volk"! Etwas anderes zu behaupten ist grotesk.
Der "deutsche König" hieß "rex teutonicum", doch war dieser Titel gegenüber der Kaisertitulatur wenig beachtet. Das Volk sprach eine deutsche Sprache, wenn auch unterschiedliche Dialekte, und nicht Kisuaheli. Woran es lediglich haperte, war bis ins 12. Jh. ein Zusammengehörigkeitsgefühl der deutschen Stämme. Das änderte sich danach aber rasch.
zu 2) In Griechenland überwog das Griechentum, was schon daraus ersichtlich ist, dass Sprache und ethnische Identität völlig intakt blieben
Natürlich gab es im Mittelalter ein "deutsches Volk"! Etwas anderes zu behaupten ist grotesk
Um 1080, im „Annolied”, findet sich sowohl eine Bezeichnung im Plural (WIDER DIUTSCHE LANT) als auch im Singular (IN DIUTISCHEMI LANDE), jedoch noch keine Substantivierung (zwar Vranken, Suâben, Peiere, Sahsin, aber keine Deutsche). Mit DIUTSCHE LANT waren die Länder der Schwaben, der Bayern, der Sachsen und Franken gemeint, deren Gemeinsamkeit darin bestand, dass in ihnen ähnliche Volkssprachen herrschten. „Deutsch” war immer noch ein reiner Sprachbegriff. Ein im Volk herrschendes Verständnis „als Deutsche” kann mindestens bis zum Ende des 11. Jahrhunderts nicht nachgewiesen werden, die Menschen verstanden sich vielmehr als „deutsch sprechende” Bewohnerinnen und Bewohner eines bestimmten Gebietes.
Volk als VOLK keine Spuren in den Quellen des Mittelalters hinterlassen, deshalb - quasi als Ersatz - mussten die frühen Sprachbezeichnungen als Belege für das nicht vorhandene deutsche Volk unverhältnismäßig aufgewertet werden.In späterer Zeit glaubte man, die frühe Sprachbezeichnung ethnisch verstehen zu müssen und der angeblichen Sprachgemeinschaft ein Volksbewusstsein unterstellen zu können. Am Ende stand gar die Überzeugung, über die Geschichte der deutschen Sprache und des deutschen Volksnamens auch die Anfänge eines Reiches für eine deutsche Ethnie zu erkennen. Insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert, auch in der DDR, übertrug man einen eng auf die Sprache bezogenen Volksbegriff ins 9. und 10. Jahrhundert („Ein deutsches Volk entstand, als die Menschen deutsch zu sprechen begannen.”) Allerdings konnte dieses so konzipierte
Die Sprache blieb durchgehend vorhanden.
Die Identität aber nicht. Ich schreibe bewußt nicht Ethnisch, den der Begriff ist für mich unsinnig. Die Grundhypothese die ich hier diskutieren will ist ja gerade eben die Frage der Identität. Hat ein Isaurer, Mardaite, Slawe auf dem Peleponnes im Mittelalter eine Griechische Identität gehabt ? Griechisch gesprochen hat er, dies ja, aber genügt das ?
Aber: es findet sich doch ein massiver und deutlicher Unterschied zwischen der Kultur und dem Selbstverständnis der Antiken Griechen und der Kultur und dem Selbstverständnis der Rhomäer im Mittelalter.
Und diese Veränderungen sind erheblich und sie sind massiv, das geht von der Religion über die Eigenbezeichnung hin zum Selbstverständnis hin zur Kultur und Sozialkultur.
Die Griechische Identität wurde in der Osmanischen Zeit und in der Neuentstehung Griechenlands daher primär von der Orthodoxen Kirche geprägt, auf diesem aufbauend wurde dann erst eine Linie zu den Antiken Griechen hin von den Philhelllenen konstruiert.
Eine Griechische Nationale Identität ist in Griechenland bis zur Französischen Revolution nicht feststellbar
Mit dem immer stärkeren Gegensatz zwischen der römischen und griechischen Kirche wurde das Byzantinische Reich ein griechisches Staatswesen. Neben dem orthodoxen Christentum und dem hellenistischen Kulturerbe blieb die römische Reichstradition bestimmend ... Trotz jahrhunderterlanger Fremdherrschaft konnten die Griechen ihre ethnische Identität und Eigenexistenz behaupten.
(Lexikon der Völker und Kulturen, Band 1, S. 141)
Volk als VOLK keine Spuren in den Quellen des Mittelalters hinterlassen, deshalb - quasi als Ersatz - mussten die frühen Sprachbezeichnungen als Belege für das nicht vorhandene deutsche Volk unverhältnismäßig aufgewertet werden.
Da fällt mir gerade noch @offtopic die Szene bei der "Bergpredigt" aus Life of Brian ein:
"Was hat er denn nun mit den Griechen?" - "Soll er doch die armen Griechen in Ruhe lassen."
(Etwas frei aus dem Kopf wiedergegeben.)![]()
sondern um das griechische Volk, das heute wie damals Griechenland besiedelte, griechisch sprach und sich selbstverständlich als griechisches Volk empfand - und das schon damals seit über 2500 Jahren.
Meine Aussage ist: das es im Früh- und Hochmittelalter kein Verständnis von Volk im heutigen Sinne gegeben hat und das überhaupt die Idee: Volk / Nation so nicht vorhanden war. Sowohl in Byzanz als auch im Heiligen Römischen Reich.
Der Begriff "Deutschland" kennzeichnet den überwiegend von "Deutschen" bewohnten Staat, der seit dem 10. Jh. aus dem ostfränkischen Reich hervorgegangen ist.
(Lexikon des Mittelalters, Band III, S. 781)
Wo sind eure Belege für diese Aussage ? Wo sind eure Argumente ?
Belege und Argumente haben wir in großer Zahl genannt, doch sind wir machtlos, wenn du keines davon akzeptierst
Der Begriff "Deutschland" kennzeichnet den überwiegend von "Deutschen" bewohnten Staat, der seit dem 10. Jh. aus dem ostfränkischen Reich hervorgegangen ist.
(Lexikon des Mittelalters, Band III, S. 781)
Wir verwenden essentielle Cookies, damit diese Website funktioniert, und optionale Cookies, um den Komfort bei der Nutzung zu verbessern.
Siehe weitere Informationen und konfiguriere deine Einstellungen