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Auf dem Döttenbichl hat man auch über 200 Schuhnägel, Waffen und andere Sachen gefunden. Das alleine reicht nicht aus.
Ist eigentlich inzwischen sicher, dass es sich um eine Hafenanlage handelt?
- Warum sind alle von dem Fund der großen keltischen Hafenanlage in Aschaffenburg überrascht?
Nun gut, ich bin begeistert von den archäologischen Funden in Hessen. Aber: Die Überlegungen hierzu sind schon sehr alt.
Ich finde es eigentlich sehr schade, dass auch nach der Entdeckung von Waldgirmes und Dorlar wenig weiter reichende Folgerungen gemacht wurden. Oder habe ich sie nur nicht mitbekommen?
Natürlich werden @El Quijote, @Sepiola, @Biturigos und @Ravenik, die viel mehr archäologische und historische Lektüre hinter sich haben, ganz gelassen kontern: "Steht doch alles da, muss man nur lesen..."
- Warum ist die Schiffbarkeit der Lahn in der Latènezeit nicht vorher archäologisches Thema gewesen?
- Warum sind alle von dem Fund der großen keltischen Hafenanlage in Aschaffenburg überrascht?
- Warum ist die latènezeitliche Besiedelung des rechts- wie linksseitigen Rheinischen Schiefergebirges nicht primär unter wirtschaftsgeographischen Gesichtspunkten diskutiert worden? Ist das nicht ein überraschend homogener Wirtschaftsraum?
- Und warum sollte das nicht für die römische Expansion in Germanien nicht motivierend gewesen sein, in einer schon erschlossenen Landschaft?
Nachtrag: Im Internet gefunden, die Schiffbarkeit der Lahn bis Diez und der versuchte Ausbau im 16.Jahrhundert:Auch im Zusammenhang mit der Ausgrabung der cäsarischen Marschlager bei Limburg-Eschhofen wird von Angela Kreuz die Versorgungslogistik diskutiert, und dabei auch die Schiffbarkeit der Lahn. Eine hypothetische Route Cäsars verlief von Lahnstein, der Mündung der Lahn bis Bad Ems, und von dort über die Hochebene des südlichen Westerwalds auf dem historisch belegten Halfterweg. Angela Kreuz bezieht sich in der Diskussion der Schiffbarkeit auf Bremer, 2003, "Zur Nutzbarkeit der Lahn zwischen Marburg und der Mündung in den Rhein als Wasserweg in der Frühen Römischen Kaiserzeit", Unpubl. Studie im Auftrag des Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Abt. Hessenarchäologie."
Bremer geht von einer Schiffbarkeit der Lahn mit größeren römischen Prahmen (20-34 m Länge, Kapazität von 15-80 t) nur für die ersten 12 Kilometer von der Mündung in den Rhein aus. Der folgende Lahnabschnitt wurden von Einbäumen, Nachen, und Lastkähnen von ca. 11 m Länge und 1,7 m Breite befahren. Vor dem Ausbau der Lahn im 16.Jahrhundert verkehrten die historisch bekannten Lastkähne nur auf der unteren Lahn bis Diez (d.h. bis zum Eingang des Limburger Beckens), und hatten ein Ladungsvolumen von 5 t.
ähnlich zur Fulda.Nachtrag: Im Internet gefunden, die Schiffbarkeit der Lahn bis Diez und der versuchte Ausbau im 16.Jahrhundert:
fuldaschifffahrt.chayns.site
Ich hatte 2009 mal die Gelegenheit, als die Victoria bei uns in der Stadt war, auf dieser zu rudern. Wir waren ein bunt zusammengewürfelter Haufen Leute, und dennoch haben wir uns recht schnell zurechtgefunden und innerhalb weniger Minuten haben wir das Boot über den See hin und her gejagt.
Ich habe das vor 15 Jahren als These formuliert und so verstanden wissen wollen. Es ging im Kontext darum, dass Anreppen ein Nachschublager für den Feldzug gegen Marbod in Böhmen gewesen sei, wozu sonst die ganzen Speicherbauten. Da ich ein Lager am Oberlauf der Lippe als Nachschublager für einen Feldzug gegen Böhmen, das besser von der Donau aus oder - wenn vom Rhein - über den Main zu erreichen wäre, únsinnig hielt, habe ich eine Gegenthese formuliert, wozu die ganzen Speicherbauten gewesen seien. Nicht mehr. Diesen 15 Jahre alten Beitrag, an den ich mich selbst gar nicht erinnerte, hat Bockstein im Februar dieses Jahres wieder ausgegraben.
- Es war @El Quijote der einmal gesagt hatte, dass die Infrastruktur flussaufwärts eines Lagers oft auf die Versorgung ausgelegt war, also als Sammelstelle z.B. von Agrarprodukten tributpflichtiger oder verbündeter Stämme.
Römerlager aus der Zeit Caesars bei Gladenbach entdeckt:
Die Frau ist ja nun keine Archäologin, sondern emeritierte Ernährungswissenschaftlerin. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine akademisch hochkarätige Person in ihr fachfremden Bereichen Nonsense von sich gibt. Das muss in dem vorliegenden Fall nicht so sein, aber deine Argumentation läuft ja letztlich auf ein Argumentum ad verecundiam hinaus. Nicht die Funde an sich zählen, sondern dass man darüber berichtet. Ob die Thesen Hand und Fuß haben, können wir dem Artikel nicht entnehmen. Nur, dass eben Frau Professor nach ihrer Emeritierung ihrem Steckenpferd nachgeht. Sie kann durchaus eine brillante Archäologin sein, nur hat sie nie in diesem Gebiet veröffentlicht, wir wissen es also nicht.Ich gehe mal davon aus, dass man handfeste Funde hat. Sonst würde man nicht darüber berichten.
Ich gehe mal davon aus, dass man handfeste Funde hat. Sonst würde man nicht darüber berichten.
Es wäre nicht das erste Mal, dass eine akademisch hochkarätige Person in ihr fachfremden Bereichen Nonsense von sich gibt.
Oh weh. Rittershausen wurde im dritten Jahrhundert v.Chr. schon verlassen, bzw. niedergebrannt. Das Marschlager bei Reimershausen ist noch nicht sicher datiert, wahrscheinlich drususzeitlich. Wie kommt da der Journalist auf Julius Cäsar?Hüstel.
Der Ankündigungstext ging im April durch verschiedene Medien der Region. Da hat offensichtlich jemand die römischen Funde bei Reimershausen und die keltischen Anlagen bei Rittershausen zeitlich zusammengeschmissen. Vermutlich nicht die Referentin.
Wenn du es so sagst, wahrscheinlich gar nicht. Da muss man doch nochmal bei Frau Dr. Daniel nachfragen.Oh weh. Rittershausen wurde im dritten Jahrhundert v.Chr. schon verlassen, bzw. niedergebrannt. Das Marschlager bei Reimershausen ist noch nicht sicher datiert, wahrscheinlich drususzeitlich. Wie kommt da der Journalist auf Julius Cäsar?
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